Romane » AW: Historische Sagen!!! (Seite 6)
| Cysiay | AW: Historische Sagen!!! | 06.01.2008, 10:39 Uhr |
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mh hab überhaupt keine idee wo soll die denn gespielt haben :o | |
| Tringin | AW: Historische Sagen!!! | 06.01.2008, 18:00 Uhr |
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Da mir das Grübeln keine Ruhe gelassen hat, habe ich noch mal alte Aktenordner gewälzt und die Story tatsächlich gefunden. Ich poste einen Link, wo man sie schön kurz und prägnant nachlesen kann - nix für schwache Nerven |
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| Tringin | AW: Historische Sagen!!! | 06.01.2008, 18:01 Uhr |
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Linktest (der erste VErsuch war wohl ein Satz mit X...): www.sagen.at/ texte/ sagen/ schweiz/ uri/ dergeschundenesenn.html |
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| bookfox | AW: Historische Sagen!!! | 08.01.2008, 23:15 Uhr |
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Hallo, ich melde mich mal aus Worms mit der Nibelungensage: de.wikipedia.org/ wiki/ Nibelungensage |
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| Baiba | AW: Historische Sagen!!! | 14.01.2008, 20:14 Uhr |
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Hallo Leute! Ich liebe Sagen, leider kann ich sie mir immer nicht merken, drum kann ich hier auch nix beisteuern. Als Tip, wen die Siegfriedssage interessiert, dem kann ich nur "Siegfried und Kriemhild" von Jürgen Lodemann empfehlen! Bin erst halb durch, aber mir gefällt es total gut! LG Tami |
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| anath | AW: Historische Sagen!!! | 26.01.2008, 17:39 Uhr |
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Noch eine Sage aus Mecklenburg wohin ich im zarten Kindesalter von meinen Eltern verschleppt wurde. Wir wohnten in Neubrandenburg, nicht allzuweit weg ist die Fritz-Reuter-Stadt Stavenhagen und nicht weit von Staven hagen ist der Ort Ivenack dem kein Schulkind im Umkreis von 150 km entgehen konnte. Mindestens einmal im Schülerleben führte der Weg am Wandertag nach Ivenack denn dort stehen Die Eichen von Ivenack Einst gab es in Ivenack ein großes und reiches Nonnenkloster mit großen Schatzkammern voller Gold und Silber. Der Reichtum des Klosters lockte auch Bösewichte an und so brachen eines Nachts Räuber in das Kloster ein. Sie raubten alles was nicht niet-und nagelfest war und verschleppten auch die Nonnen aus dem Kloster. Sieben Nonnen hatten sich in dieser Nacht jedoch in stiller Meditation zurück gezogen. Sie hörten den Lärm und die Schreie ihrer Schwester. Durch einen Türspalt sahen sie, wie die Räuber die Nonnen aus dem Kloster zerrten. Voller Angst türmten sie durch das Fenster und rannten in den nahen Wald. Dort aber blieben sie erschöpft und ohne Orientierung stehen. Keine von ihnen wußte, wie es weiter gehen sollte, sie hatten keine andere Heimat als das Kloster. Da begannen sie zu beten und flehten G'tt um Hilfe an. Sie baten ihn, daß er sie genau so beschützen möge, wie er es mit den Bäumen im Walde tat. Und ihre Bitte wurde erhört - sie verwandelten sich in starke, schlanke Eichen und stehen dort bis zum heutigen Tag. Allerdings hat sich die Zahl der Eichen mittlerweile auf fünf verringert und schlank sind sie auch schon lange nicht mehr. Ich kann mich erinnern, daß wir als Schulkinder ( beim obligatorischen Ivenack-Wandertag) versucht haben , einen solchen Baum zu umspannen und wir waren - wenn ich es recht in Erinnerung habe- acht oder zehn Kinder die dazu nötig waren. Auch dafür , daß nicht mehr alle Eichen stehen gibt es eine "sagenhafte" Erklärung. Die Eichen von Ivenack Variante II Einst gab es in Ivenack ein großes ,reiches Nonnenkloster. Der Reichtum machte die Nonnen hochmütig und sie traten ihr Gelübde mit Füßen, kümmerten sich nicht mehr um die Armen, schlemmten, praßten und feierten viele Feste. Zur Strafe dafür wurden neun der Nonnen in Eichen verwandelt. Erst wenn die Eichen absterben sind sie von ihren schweren Sündem erlöst und dürfen endlich die Ruhe finden, die ihnen bisher verwehrt war. Nun sind ja schon vier der Eichen abgestorben und man kann nur hoffen, daß die armen Nönnchen nun doch noch erlöst wurden. Die Naturschützer scheint das schwere Los der verzauberten Nonnen aber wenig zu kümmern. Sie tun alles, um die verbliebenen Eichen zu erhalten und gönnen den Ärmsten ihre Ruhe nicht. Vergeben und vergessen ? Ich bin weder Jesus noch habe ich Alzheimer ! |
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| anath | AW: Historische Sagen!!! | 27.01.2008, 08:52 Uhr |
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Da die Verlinkung wieder mal nicht geklappt hat habe ich gestern mal bei den Machern angefragt und hoffe, daß es nun klappt : www.ivenacker-eichen.de
Vergeben und vergessen ? Ich bin weder Jesus noch habe ich Alzheimer ! |
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| anath | AW: Historische Sagen!!! | 27.01.2008, 19:00 Uhr |
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Und noch etwas ist mir eingefallen. Es ist zwar keine Sage aber ich finde, die Geschichte kann trotzdem in diesem Thread erzählt werden. Bei Thiels Vor einiger Zeit waren wir bei einer Familienfeier und der Sohn meiner Cousine fragte sie , wo denn seine Jacke sei. Meine Cousine antwortete leicht genervt :"Bei Thiels !" Meine Tante hörte das, stutzte und fragte, ob meine Cousine eigentlich wisse, was sie da gesagt habe und wo der Spruch her komme. Meine Cousine schüttelte irritiert den Kopf und meinte : " Das sagen doch alle !" Da erzählte meine Tante, daß Familie Thiel damals in Ostpreußen, weit hinter Königsberg ,mitten im Wald, die nächstgelegenen Nachbarn waren. Wenn die Kinder etwas verkramt hatten oder sonstwie etwas nicht finden konnten kamen sie natürlich oft zur Mutter und fragten, wo das Gesuchte sei. Regelmäßige Antwort der Mutter meiner Tante : "Bei Thiels !" Was so viel hieß wie : Keine Ahnung, such gefälligst selber ! Mittlerweile hat meine Tante die Vertreibung aus Ostpreußen lange überstanden und der Himmel mag wissen, was aus Familie Thiel geworden ist. Es gibt keinen Kontakt und Nachbarn sind die Familien seit mehr als 60 Jahren nicht mehr. Aber dieser Spruch : "Bei Thiels!" der hat sich erhalten und ist für mich irgendwie sehr lebendige Geschichte ! Vergeben und vergessen ? Ich bin weder Jesus noch habe ich Alzheimer ! |
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| anath | AW: Historische Sagen!!! | 27.02.2008, 22:41 Uhr |
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Die Mittagsfrau Die Mittagsfrau wohnt in der Lausitz, wo Flachs angebaut wurde und die Bauern arm waren. Sie war vor allem ein Schrecken für die jungen Mädchen, aber auch alle anderen Menschen waren nicht sicher vor ihr. Sie kam in der Mittagshitze und wem sie begegnete, der mußte ihr vom Flachs erzählen. Konnte er nicht bis Schlag ein Uhr über den Flachs reden, berührte ihn die Mittagsfrau an der Stirn und er wurde krank, manche starben sogar. Die jungen Frauen begegneten der Mittagsfrau besonders oft, denn sie mußten sich oft als Mägde verdingen.Jede Magd bekam für sich selbst einen Streifen Acker, auf dem sie Flachs für ihre Aussteuer anbauen konnte Wenn sie aber ihre Aussteuer für die Hochzeit haben wollte, dann hatte sie nur in der Mittagszeit die Mögichkeit sich um ihr Fleckchen Acker mit dem Lein zu kümmern, sonst mußte sie ja für den Bauern arbeiten. Wenn die jungen Mägde also in der Mittagshitze schufteten dann sahen viele die flirrende weiße Gestalt der Mittagsfrau vor sich die ihnen gebot, vom Flachs zu erzählen. Es soll auch Mägde gegeben haben, die ihr entkommen sind. So manche Plaudertasche konnte recht viel erzählen : Wie der Flachs gesät wird, wie vorsichtig das Feld geharkt und bearbeitet werden muß, wie viele Mühe das Unkraut bereitet, wie schön die Pflanzen blühen, wie geerntet wird, wie der Flachs gebrochen wird, wie er geröstet und geweicht wird, wie er gekämmt wird, wie er gesponnen wird, wie er gewebt wird, wie daraus ein feines Hemd für die Hochzeit genäht wird, wie es bestickt wird... und plötzlich schlägt die Uhr Eins und die Mittagsfrau muß verschwinden, die junge Magd hat Glück gehabt ! Vergeben und vergessen ? Ich bin weder Jesus noch habe ich Alzheimer ! |
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