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anath Leserkommentare zu Büchern, deren Autoren nicht au 18.03.2008, 23:34 Uhr
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Leider kann man mit der Flut der Histo-Roman-Autoren kaum Schritt halten, auch wenn man sich sehr darum bemüht möglichst viele Autoren hier zu listen. Darum geschieht es immer wieder, daß wir user Kommentare zu Büchern los werden wollen deren Autoren hier aber nicht gelistet sind. Prinzipiell halte ich zwar das Bücherregal für den richtigen Ort, solche Kommentare zu schreiben. Andererseits ist ein Thread doch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich. Daher also dieses Angebot !

Vergeben und vergessen ? Ich bin weder Jesus noch habe ich Alzheimer !

anath AW: Leserkommentare zu Büchern, deren Autoren nich 18.03.2008, 23:38 Uhr
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Patricia Finney " Die Spur des Einhorns "
Maria Stuart wurde zum Tode verurteilt. Elisabeth I. jedoch weigert sich, das Urteil zu unterschreiben und es vollstrecken zu lassen. Außerdem wird sie noch von einer weiteren Sorge geplagt : Sie träumt immer wieder von einem Einhorn, von dem sie getötet wird. Das Einhorn ist das Wappentier Maria Stuarts, aber Elisabeth weiß, daß sich der Traum auf ein Buch bezieht - ihr Tagebuch , das ihr gestohlen wurde und das wichtige Geheimnisse enthält.
Das Buch muß gefunden werden , denn sonst ist die Herrschaft Elisabeths in Gefahr !
Ein wunderbares Buch, spannend, traurig, witzig, informativ. Von allem etwas dabei. Greifbar gestaltete Charaktere, teilweise eine ziemlich rasante Handlung und keine Superhelden, das hat mir sehr gut gefallen. Jeder hat so seine Macken, allen voran die Queen persönlich.
Dabei fällt auf, das Patricia Finney ungemein viel recherchiert hat, z.T. über ausgesprochen unappetitliche Dinge, aber gerade das macht die Sache zusätzlich interessant. Ich zumindest habe bisher nicht gewußt, daß die köngliche Scheiße höchst kriegswichtigen Zwecken diente - und zwar keineswegs so, wie man sich das im ersten Augenblick so denkt !

Vergeben und vergessen ? Ich bin weder Jesus noch habe ich Alzheimer !

anath AW: Leserkommentare zu Büchern, deren Autoren nich 18.03.2008, 23:47 Uhr
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Patricia Finney " Glorianas Fackel "

Die Invasion durch die Armada steht bevor. England bereitet sich auf den Kampf vor und Königin Elisabeth braucht dringend weitere Informationen. Denn es soll da eine Art Geheimwaffe bei den Spaniern geben, genannt "Das Wunder der Schönheit". Der treue Spion David Becket soll dem Geheimnis auf die Spur kommen, gemeinsam mit Rebecca, der Ehefrau seines Freundes Simon, und mit Merula, einer schwarzen Sklavin, die mit den Geistern und Göttern sprehen kann.
Aber Rebecca hat ihre eigenen Pläne,denn ihr Mann Simon ist in den Fängen der Inquisition und sie will ihn befreien !

Superspannend, obwohl man ja eigentlich weiß, wie's am Ende ausgeht, so im Großen und Ganzen, aber man muß ja unbedingt erfahren wie es den einzelnen Protagonisten so geht. Und leider geht es nicht allen gut - aber gerade deshalb hinterläßt dieses Buch einen ausgesprochen realistischen Eindruck. Dazu kommen die Träume und Visionen die eine Vorstellung davon vermitteln, was hätte geschehen können wenn diese Invasion tatsächlich geklappt hätte.

Die Autorin hat weitgehende Recherchen betrieben die sie erzähltechnisch ganz hervorragend umsetzt und ich bin jetzt "Fachfrau " für das Gießen von Kanonen, die Herstellung von Schießpulver und das Rudern einer Galeere - und keine der dafür nötigen Lektionen war langweilig ! *zwinkert*
Hoch informativ, gut geschrieben. Unbedingt zu empfehlen !!!

Vergeben und vergessen ? Ich bin weder Jesus noch habe ich Alzheimer !

adhara AW: Leserkommentare zu Büchern, deren Autoren nicht au 19.03.2008, 11:03 Uhr
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Diane Lacombe - DIE HERRIN VON MALLAIG

Gunelle wird von ihrem Vater gezwungen, den Highlander Iain zu heiraten. Unglücklich über die arrangierte Ehe mit einem zügellosen Highlander versucht Gunelle, auf Mallaig Fuss zu fassen. Erschwert wird ihr dies durch Iains Schwägerin und Mätresse Beathag. Nach und nach kommen sich die Eheleute näher - sehr zum Missfallen von Beathag, die versucht, ihre Rivalin zu vernichten.

Diane Lacombe hat einen Highlander-Roman verfasst, der alle Elemente enthält, die dieses Genre auszeichnen. Dennoch hat sie darauf verzichtet, ein allzu schnulziges Bild von der Beziehung von Gunelle und Iain zu zeichnen - zugunsten schön gezeichneten Charakteren. Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt - ohne aber allzu grossen Tiefgang zu entdecken. Allerdings hatte ich das auch nicht erwartet. Trotzdem habe ich sehr viel über das Leben auf einer schottischen Burg und das Verhältnis der verschiedenen Clan-Zweige erfahren und dies ist an sich schon sehr lesenswert.

Gewöhnungsbedürftig war zu Beginn der Perspektivenwechsel im Erzählstrang.

Grosser Minuspunkt bei diesem Roman (eine Club-Ausgabe) ist die unsorgfältige Machart. Für das Buch wurde ein raues Papier gewählt, die Bindung ist lieblos und der Klappentext irreführend. Etliche Übersetzungs- und Rechtschreibefehler stören den Lesegenuss zusätzlich. Dies bei einem Buch, für das man in der Schweiz immerhin über 30 Franken (ca. 20 Euro) hinlegen muss.
Larna AW: Leserkommentare zu Büchern, deren Autoren nich 19.03.2008, 13:36 Uhr
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Da man leider zu diesem Buch noch keinen Kommentar schreiben kann, hier meine Rezension zu:

Ken Follet - DIE TORE DER WELT

Die Erwartungen, die ich in das Buch hatte, wurden nicht ganz erfüllt.

Die Protagonisten sind denen in "Die Säulen der Erde" viel zu ähnlich, man erkennt überdeutlich wer wem nachfolgt. Der historische Kontext tritt ziemlich in den Hintergrund und ist nur als Rahmen für die Geschichte vorhanden.
Zudem denken und handleln einige der Personen einfach viel zu modern, das wirkt unglaubwürdig.
Auch die Hindernisse, denen die Protagonisten sich ausgesetzt sehen, ähnlen denen in "Die Säulen der Erde" vom Prinzip her.

Etwas wenig Platz nimmt die Geschichte um Gwenda ein, das Buch wäre auch lesbar, wenn diese Teile fehlen würden, das finde ich schade. Auch das Geheimnis, von dem man im ersten Teil erfährt, kommt in meinen Augen viel zu kurz. Es wirkt fast so, als ob der Autor es nur noch mal aufgreift, damit er den Anfang irgendwie noch einbinden und zu einem Abschluss bringen kann.

Obwohl die Hauptdarsteller teilweise eher einseitig (gut/böse) gezeichnet sind, wachsen sie einem doch ans Herz und spätestens bei Ausbruch der Pest nimmt die Geschichte wirklich an Fahrt auf und die Schrecken der damaligen Zeit werden gut rüber gebracht.

Wer nicht so viel Wert auf den historischen Kontext legt, sonder eher an dem Alltagsleben teilnehmen will und auch kein Problem mit "modern denkenden" Protagonisten hat, dem wird das Buch gefallen.
Doch auch mir hat das Buch, trotzt aller Kritikpunkte, unterhaltsame Lesestunden beschert, nachdem ich meine Ansprüche runter geschraubt hatte, und am Ende war ich sogar ein bischen traurig, dass es zu Ende war.

"Lieber Orangenhaut als gar kein Profil" (Ina Müller)

Susannah AW: Leserkommentare zu Büchern, deren Autoren nich 19.03.2008, 14:59 Uhr
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Maurice Druon - Der Fluch aus den Flammen

Frankreich, 1314. Phillip der Schöne beherrscht Frankreich, seine Tochter Isabella ist mit dem englischen König Eduard II verheiratet. Seine drei Söhne sind ebenfalls vermählt, sein ältester Sohn hat eine Tochter. Die Macht des kühlen und unnahbaren Königs steht auf festen Füßen. Nur durch die Macht der Tempelherren fühlt er sich bedroht: und so wird ein grauenhafter Entschluss gefasst: Der Templerorden wird der ketzerei bezichtigt, seine Mitgleider verfolgt und hingerichtet.

Jetzt warten noch vier Templer, unter ihnen der letzte Großmeister, auf ihr Schicksal. Nach einem Tumult in Notre-Dame werden sie verbrannt - doch der Großmeister hinterlässt einen grauenhaften Fluch: König Phillipi, sein Großsiegelbewahrer Noraget und Papst Clemens sollen binnen Jahresfrist sterben! Und die Linie der Karpetinger soll aussterben! Langsam, aber spürbar erfüllt sich der Fluch ...

Derweil werden die Ehefrauen der Prinzen - allen voran Margarete, die Gemahlin von Ludwig, dem Thronerben, der Untreue überführt. Über der Suche nach einer neuen Königin für Ludwig den Zänker, der gerade die Regierungsgeschäfte seines vaters übernommen hat, flammen Intrigen und Kämpfe zwischen den Beratern des Königs auf: die Wahl der künftigen Königin, das zerstrittene Konklave, das keinen Papst wählen kann, die drohende Hungersnot in Frankreich, und die Intrigen der Königin von England - all dies führt Frankreich in eine tiefe Krise...

Hervorragend! Die Vorgeschichte des Hundertjährigen Krieges, der zwischen Frankreich und England wütete, nimmt hier ihren Anfang. Wir lernen die Mächtigen und Großen dieser Zeit kennen - als Menschen mit Stärken und Schwächen. Wir werden Zeugen mächtiger Intrigenspiele und rücksichtsloser Machtgier - beispielhaft der ewige Kampf zwischen den Lagern des Onkels von König Ludwig, Monseigneur Valois, und dem Ersten Minister des Königs, Enguerrand de Marigny. Druons wunderbarer Schreibstil, seine Art und Weise, mit manchmal scharfer Zunge (besser gesagt Feder) einen Blick auf die Geschichte zu werfen, lebendige Charaktere - all dies lässt diese längst vergangene Zeit wieder auferstehen! So macht Geschichte Spaß!

http://tinasleseecke.blog.de/

blackmoresnight76 AW: Leserkommentare zu Büchern, deren Autoren nicht au 26.03.2008, 08:54 Uhr
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hi adhara: Ich bin durch dich auf dieses Buch gestoßen und habe es mir gleich geholt und gestern ausgelesen. Natürlich- fallen einem die Schreibfehler auf - mich hat das nicht sehr gestört - ich las es in einem Rutsch durch. Beim Preis gebe ich dir recht-es hätte billiger sein können - als €18!!!!
Nun, denn - jetzt kommt "Die Chronistin" dran.
Ich danke dir nochmals für dein Thema - denn ohne dich wäre ich nie auf dieses Buch gestoßen *grinst*
ciao
Nadja
Susannah AW: Leserkommentare zu Büchern, deren Autoren nich 26.03.2008, 19:06 Uhr
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Vicky Baum - Hotel Shanghai

Bei einem Bombenangriff auf Shanghai wird ein Hotel zerstört, das den Namen der Stadt trägt. Bei diesem Bombeneinschlag kommen neun Menschen um's Leben, neun Menschen wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Der mächtige Chang, der sich hochgearbeitet hat, der jüdische Arzt Dr.Hain, sein alter Freund und Musikliebhaber Kurt Planke, Jelena, die schöne Russin, Frank und Ruth, das Pärchen, das auf seine Hochzeit wartet, Yoshio, dem das Erbe seines Bruders zu schaffen macht, Yu Tsing, der Sohn Changs, der zwischen seinem Arztsein und Patriotismus schaukelt und schließlich der Kuli Lung Yen. Aus verschiedenen Kulturen und gesellschaftlichen Schichten stammend, mit verschiedenen Charakteren, Ideen und Hoffnungen. Doch das Schicksal führt sie einzeln zusammen - und im Tode alle gemeinsam.

Fantastisch! Ein wunderschöner Roman, sehr schön und ansprechend geschrieben, ohne dabei abgehoben oder verquert zu wirken. Lebendige Charaktere, die uns durch ihr Verhalten einen tiefen Einblick in fremde Kulturen und Gesellschaften ermöglichen. Vicky Baum hat einen Roman geschrieben, der berührt und spannend bis zur letzten Seite ist - obwohl man bereits im Vorwort das Ende kennenlernt.

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adhara AW: Leserkommentare zu Büchern, deren Autoren nich 30.03.2008, 17:34 Uhr
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Marina Fiorato - Die Glasbläserin von Murano

Die Autorin zeichnet ein wundervolles Bild vom Venedig des 17. Jahrhunderts. Ihre Schilderungen sind so plastisch, dass man das Gefühl hat, in den Gassen zwischen den Kanälen zu wandern, die Geräusche zu hören und die Gerüche wahrzunehmen. Die Erklärungen zur Kunst des Glas- und Spiegelherstellens sind spannend und lehrreich zugleich - und sie machen das Murano-Glas in der eigenen Vitrine gleich zu einem speziellen Kleinod. Soweit also der historische Teil der Geschichte. Etwas weniger positiv präsentiert sich der Erzählstrang, der im 21. Jahrhundert angesiedelt ist. Leonora wird nicht so richtig sympathisch, sie suhlt sich im Selbstmitleid und geht gleichzeitig mit einer Naivität an den Aufbau ihres Lebens in Venedig, die nicht so recht zu den hartnäckigen Recherchen passen will. Also ein weniger stimmiges Bild der "modernen" Protagonistin. Fast schon kitschig ist die Erklärung, weshalb sie eine Nachfahrin des berühmten Glaskünstlers Manin ist. Noch kitschiger die Liebesgeschichte, die sich da anbahnt.
Trotzdem - das Buch ist alleine schon wegen dem Erzähltstrang aus dem 17. Jahrhundert spannend und lesenswert. Eine unterhaltende Lektüre, die schnell einmal weggelesen ist.
adhara AW: Leserkommentare zu Büchern, deren Autoren nicht au 01.04.2008, 14:29 Uhr
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1880

Susanna Kearsley - Das schottische Vermächtnis

Gleich vorneweg: Dieses Buch kommt nicht an "Mariana" heran. Das heisst nun aber nicht, dass "Das schottische Vermächtnis" nicht toll zu lesen wäre. Ihm fehlt nur das gewisse Etwas, das "Mariana" zu etwas ganz Besonderem gemacht hat.

Hier ist es die Schriftstellerin Carrie McClelland, die in Frankreich für ihren neuesten Roman recherchiert, aber nicht so ganz auf Touren kommt. Ein Besuch bei ihrer Agentin in Schottland verschlägt sie zufällig zum Salins Castle. Flugs bricht Carrie ihre Zelte in Frankreich ab und zieht in ein kleines Cottage, von dem aus sie einen Blick auf Slains Castle hat. Und mit dem Umzug kommen auch die Eingebungen für den neuen Roman. Carrie nimmt dabei eine Vorfahrin von sich als "roten Faden", obwohl sie mit der Geschichte selber - die Rückkehr von König James Stuart nach Schottland, wo er nach Königin Annes Tod den Thron besteigen soll. Es stellt sich heraus, dass Carrie die Eingebungen, die sie zunächst als Produkt ihrer Phantasie gesehen hat, als eine Art Erinnerung an die effektiven Vorkommnisse vor 300 Jahren hat. Die attraktive Carrie wird zudem gleich von zwei Männern umgarnt - es sind die Söhne ihres Vermieters. Sie selber fühlt sich zu einem dieser Beiden auf unerklärliche Art und Weise hingezogen.

Schade ist, dass vor allem der "moderne" Teil der Geschichte etwas plum daher kommt. Carrie wirkte auf mich etwas wie ein verwöhntes Dummchen. Unnötig finde ich zudem den Link nach Kanada, den die Autorin (die in Kanada lebt) eingebaut hat. Er holpert etwas und lässt die Verknüpfungen, die Susanna Kearsley ausgearbeitet hat, sehr unglaubwürdig erscheinen. Wunderschön ist hingegen die Geschichte in der Vergangenheit, die für mich einige neue Aspekte bereit hielt - unter anderem, dass Defoe einst ein Spion der englischen Krone war.

Trotz der Abstriche beim "modernen" Teil - ich fand das Buch wunderschön zu lesen und habe es in Rekordzeit verschlungen.
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