Romane » AW: Leserkommentare zu Büchern, deren Autoren nich (Seite 19)
| ChristianAllert | AW: Leserkommentare zu Büchern, deren Autoren nich | 24.03.2010, 16:29 Uhr |
|---|---|---|
|
|
Ich bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen, und habe nach einigem herumstöbern auch diese Rezension von schwarzer_Teja zu meinem Buch gefunden: Dankeschön, sie ist toll!www.histo-couch.de/ images/ layout/ emoticons/ clap.gif | |
| tedesca | AW: Leserkommentare zu Büchern, deren Autoren nich | 06.04.2010, 11:05 Uhr |
|
|
Ich weiß ja nicht, ob Geschichten aus dem 2. Weltkrieg auch zu den historischen Romanen zählen. In jedem Fall möchte ich Euch unbedingt "Stadt der Diebe" von David Benioff empfehlen. Er erzählt die Geschichte seines Großvaters, der im Alter von 17 Jahren mit den Härten des Krieges und den Grausamkeiten der Nazis konfrontiert wurde und zugleich den Menschen kennenlernte, dessen unbeugsamer Optimismus und Humor ihm ein Leben lang richtungsweisend geblieben sind. Dichtung und Wahrheit lässt sich nur schwer unterscheiden, was aber nichts zur Sache tut. Die Geschichte ist nicht nur ausgesprochen spannend, sondern in erster Linie berührend und immer wieder extrem schockierend. Definitiv nichts für schwache Gemüter! Kannibalismus, Folter, Rassismus, ... nichts wird ausgelassen, nichts beschönigt. Und trotzdem muss man dazwischen des öfteren schmunzeln. Über Lev und seine jugendlichen Gedanken ebenso wie über Kolya und seine nie enden wollenden Witze und Bemerkungen, mit denen er sich immer wieder beinahe um Kopf und Kragen redet. Ein großartiges Buch, das sicher in meine persönlichen Top 10 dieses Jahres eingehen wird. |
|
| Susannah | AW: Leserkommentare zu Büchern, deren Autoren nich | 29.04.2010, 08:48 Uhr |
|
|
Thomas Mann ist zwar eher ein zeitgenössischer Autor, aber ich möchte ihn trotzdem hier verewigen Thomas Mann - Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull Felix Krull, im Rheinland als Sohn eines Schaumweinfabrikanten aufgewachsen, liebt das Rollenspiel. Schon sein Patenonkel, der seinen Kostüumkopf gerne verkleidet, weckt diese Leidenschaft in dem Jüngling. Diese Kunst, sich zu verkleiden, sich als etwas anderes zu geben als das, was er ist, bestimmt die jungen Jahre des Protagonisten. EGal ob er versucht, seiner Wehrpflicht zu entgehen oder ob er in Paris den Mann von Welt gibt - in jeder seiner Rollen brilliert Felix Krull. Doch sein Meisterstück ist die Reise als Marquis nach Portugal ... Ein zauberhaftes Werk! Eine Sprache, die ihresgleichen sucht, mit einer Lebhaftigkeit und Spritzigkeit, das sie einem ganz leicht fällt. Felix Krulls Bekenntnisse lesen sich wie ein großer Spaß, ein riesiges Abenteuer, das amüsiert und unterhält. Und doch gibt es daneben die großen Momente, etwa auf der Zugfahrt nach Lissabon, die eine philosophische Tiefe aufweisen und den Leser vollends versinken lassen. Es ist schade, dass der Memoiren zweiter Teil nie vollends zu Papier gebracht und veröffentlicht wurde - doch man kann sich vorstellen, das auch das weitere Leben des Felix Krull kein normales sein wird. Ein Roman, viel mehr eine Komödie, die ich jedem ans Herz legen möchte: egal, ob er zum ersten Mal einen "Mann" lesen will, oder ob er ihn einfach wieder genießen möchte! "Ich bin doch kein Butterdieb!" (Prof. Dr. Karl-Friedrich Boerne) |
|
| arthez | AW: Leserkommentare zu Büchern, deren Autoren nich | 01.05.2010, 21:15 Uhr |
|
|
freut mich Susannah, dieses Büchlein gehört in meine ewige Top 10.
"Warum ich Welt und Menschheit nicht verfluche? Weil ich den Menschen spüre, den ich suche." – Erich Mühsam |
|
| anath | AW: Leserkommentare zu Büchern, deren Autoren nich | 18.05.2010, 23:25 Uhr |
|
|
Gillian Bradshaw "Die Tochter des Bärenzähmers" Als der junge Johannes nach Konstantinopel kommt, weiß er nicht, wie man ihn dort empfangen wird. Er will seine Mutter aufsuchen und sie um Hilfe bitten. Fraglich ist nur, ob er dort willkommen ist, denn seine Mutter ist eine Dirne, die Tochter eines Bärenzähmers aus dem Zirkus ,die nun zu hohen Ehren aufgestiegen ist und sicher nicht gern an ihren Bastard erinnert werden möchte - die Kaiserin Theodora. Obwohl das Buch "Die Tochter des Bärenzähmers" heißt, ist nicht unbedingt Kaiserin Theodora die Hauptperson. Im Mittelpunkt der Handlung steht vielmehr ihr Bastard Johannes, den sie bei seinem Vater ließ als die Beziehung zerbrach und der dort verachtet und geschmäht aufwuchs. Und doch lernt man in diesem Buch Theodora mit ihrer widersprüchlichen Persönlichkeit gut kennen. Gezeigt wird die gewiefte Politikerin genauso wie die ehrgeizige Mutter und die liebende Ehefrau. Weder werden ihre grausamen Anwandlungen ausgespart noch ihre Verschwendungssucht. Johannes erlebt seine Mutter nicht nur als liebevoll sorgend sondern auch als Tyrannin , die versucht, sein Leben zu bestimmen. Letztendlich ein hochinteressantes Buch. Dabei lasse ich es dahingestellt, ob es den unehelichen Sohn der Theodora tatsächlich gegeben hat, wie in einer Chronik behauptet wird. Aber die Beschreibung der Zeit, in der das Römische Reich dem Ende zu geht, ist einfach faszinierend gewesen. Sei es das Alltagsleben, sei es die Politik, Gillian Bradshaw breitet sie wie ein Panorama vor dem Leser aus. Ihre Protagonisten sind vielschichtig und keineswegs einfach gestrickt. Und der Weg des Johannes von unten nach oben kann den Leser durchaus fesseln. Alles in allem ein kleines, feines Büchlein, das ich nur weiter empfehlen kann. Vergeben und vergessen ? Ich bin weder Jesus noch habe ich Alzheimer ! |
|
| toma | AW: Leserkommentare zu Büchern, deren Autoren nich | 19.05.2010, 06:25 Uhr |
|
|
@anath Da kann ich Dir nur zustimmen |
|
| Ulli-und-keine-5-Tage | AW: Leserkommentare zu Büchern, deren Autoren nich | 19.05.2010, 10:04 Uhr |
|
|
Gillian Bradshow hat überhaupt das eine oder andere feine Buch geschrieben....
Yes, england, boy! A big, damn foggy island nor-nor-east of ushant. Think, you can find it? |
|
| anath | AW: Leserkommentare zu Büchern, deren Autoren nich | 19.05.2010, 11:07 Uhr |
|
|
Ich verstehe gar nicht, warum sie hier nicht mit auftaucht....
Vergeben und vergessen ? Ich bin weder Jesus noch habe ich Alzheimer ! |
|
| Lexa | AW: Leserkommentare zu Büchern, deren Autoren nich | 05.07.2010, 22:41 Uhr |
|
|
Michael Klonovsky Der Rames-Code Vor dem Panorama der napoleonischen Kriege wird das wechselvolle Leben des genialen Jean-Francois Champollion erzählt, der die ägyptischen Hieroglyphen des Steins von Rosette entzifferte. Fundiert recherchiert und für den Laien verständlich beschreibt der Autor anhand von ägyptischen Kartuschen die mühevolle und oftmals spekulative Rekonstruktion der alten Schrift/Sprache. Bevor ich das Buch gelesen habe, hatte ich mir noch nie Gedanken darüber gemacht, wie denn Champollion diese Dechiffrierung bewerkstelligt hat . Für alle Detailinteressierten ein überaus spannndes Buch, es hat meinen Horizont wieder ein kleines Stück erweitert. Lieber barfuß als ohne Buch |
|
| anath | AW: Leserkommentare zu Büchern, deren Autoren nich | 06.07.2010, 14:12 Uhr |
|
|
Klingt seeehr interessant ! Danke für den Tip ! Vergeben und vergessen ? Ich bin weder Jesus noch habe ich Alzheimer ! |
|







