Romane » Die schönsten Romananfänge
| Restitutus | Die schönsten Romananfänge | 25.02.2009, 08:38 Uhr |
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Es gibt ja einen Thread mit den schönsten Romantiteln hier. Aber was sind denn die schönsten oder originellsten ersten Sätze, die ihr in euren Büchern gelesen habt? "Bei schriftstellerischen Arbeiten erholt man sich nicht, das kann ich Dir aus zehnjähriger Erfahrung für gewiß versichern, und bei Lieblingsarbeiten verdient man wenig." - Friedrich von Schiller an Christian Gottfried Körner, 4.10.1792 |
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| arthez | AW: Die schönsten Romananfänge | 25.02.2009, 09:50 Uhr |
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"Schlag zwölf an einem gewissen fünften März kam es im Einzugsbereich der Bahnstation Brandon und zugleich weit über die tiefsten Tiefen des leeren Raums zwischen den entlegensten Sternensystemen hinaus in der schöpferischen Stille des Urgrunds zu einem jener unendlich kleinen Wirbel, die immer dann entstehen, wenn ein lebender Organismus in diesem astronomischen Universum einen ungewöhnlichen Schub der Bewußtseinserweiterung erfährt." John Cowper Powys - Glastonbury Romance "Warum ich Welt und Menschheit nicht verfluche? Weil ich den Menschen spüre, den ich suche." – Erich Mühsam |
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| tassieteufel | AW: Die schönsten Romananfänge | 25.02.2009, 14:51 Uhr |
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habe ich gestern mal wieder rausgekramt und heute für einen Kollegen mitgebracht, der auf alte Krimis steht: "Solo für zwei scharfe Beine" von Al Bird Das Buch fängt schon ganz vielversprechend an: "Freddie der Fette hätte gut und gerne auf einen Bauernhof gepaßt: er hatte die wäßrigen Augen eines lendenlahmen Ackergauls und ein Hühnerhirn, er stank wie ein nasser Ziegenbock und seine Hinterfron hätte einem Mastschwein alle Ehre gemacht. Außerdem war er mein Boss........" Der wahre Zweck eines Buches ist, den Geist hinterrücks zu eignem Denken zu verleiten. -Christopfer Morley- |
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| arthez | AW: Die schönsten Romananfänge | 25.02.2009, 15:25 Uhr |
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"Sogar Camilla war zeitlebens einem Maskenball nicht abgeneigt gewesen, wobei sie sich jedoch stets auf unverfängliche Veranstaltungen beschränkt hatte, deren Reglement die Selbstentlarvung ausdrücklich zuließ, in jenem entscheidenden Moment nämlich in dem die Maske Anspruch auf Wirklichkeit erhob." William Gaddis - Die Fälschung der Welt "Warum ich Welt und Menschheit nicht verfluche? Weil ich den Menschen spüre, den ich suche." – Erich Mühsam |
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| toma | AW: Die schönsten Romananfänge | 25.02.2009, 15:47 Uhr |
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"Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein Junggeselle, der ein beachtliches Vermögen besitzt,zu seinem Glück nur noch einer Frau bedarf" Jane Austen - Stolz und Vorurteil |
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| arthez | AW: Die schönsten Romananfänge | 25.02.2009, 16:12 Uhr |
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"Alle Eltern haben Geheimnisse vor ihren Kindern. Mein Vater hatte anscheinend noch mehr als üblich." Scott Turow - Der Befehl "Warum ich Welt und Menschheit nicht verfluche? Weil ich den Menschen spüre, den ich suche." – Erich Mühsam |
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| klarabraun | AW: Die schönsten Romananfänge | 25.02.2009, 16:24 Uhr |
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Erster Teil | Inverness, 1945 I. Ein neuer Anfang Der Ort sah, zumindest auf den ersten Blick, nicht so aus, als würden dort viele Menschen verschwinden. Mrs. Bairds Frühstückspension war ein Haus wie tausend andere im schottischen Hochland anno 1945; sauber und ruhig, mit verblaßten Blümchentapeten, gewienerten Böden und einem Durchlauferhitzer im Bad, in den man Münzen einwerfen mußte. Mrs. Baird war mollig und gelassen und hatte nichts dagegen, daß Frank all seine Bücher und Papiere, die ihn auf jeder Reise begleiteten, in ihrem kleinen, mit Rosenmuster verzierten Wohnzimmer deponierte. aus "Feuer und Stein" von Diana Gabaldon *schmacht* Bin weggegangen um mich selbst zu finden. Sollte ich zurückkommen, bevor ich wieder da bin, haltet mich fest. |
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| strandfloh | AW: Die schönsten Romananfänge | 25.02.2009, 16:31 Uhr |
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Ich hatte eine Farm in Afrika am Fusse der Ngongberge. Tania Blixen - Afrika - dunkel lockende Welt Wie soll ich ihn ueberhaupt nennen, damit es seine Frau niemals erfaehrt? Einen bretonischen Vornamen wrde ich ihm auf jeden Fall geben, denn einen selchen hatte er ja. Aber es sollte ein Bardenname sein, der Name jener irischen Helden, deren Mut absurd war und die ihre Schlachten meistens verloren haben, nie aber ihre Seele. Benoite Groult - Salz auf unserer Haut Un libro cerrado es un amigo que espera! |
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| arthez | AW: Die schönsten Romananfänge | 25.02.2009, 17:03 Uhr |
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was für ein Leckerbissen: „Schneebälle haben ihre Bahn gezogen, die Wände von Nebengebäuden ebenso wie Vettern und Basen besternt und Hüte in den frischen Wind vom Delaware geschleudert – nun schafft man die Schlitten unter Dach, trocknet und fettet sorglich ihre Kufen, stellt Schuhe im hinteren Flur ab und fällt strümpfig in die große Küche ein, die von früh an in planvollem Aufruhr, untermalt vom Deckelgeklirr verschiedener Pfannen und Schmortöpfe, duftend von Küchengewürz, geschälten Früchten, Nierenfett, erhitztem Zucker – und nachdem die Kinder, in fortwährender Unrast, zum rhythmischen Geklatsch von Teig und Löffel, alles Erdenkliche erschmeichelt und stiebitzt, begeben sie sich, wie den ganzen verschneiten Advent lang an jedem Nachmittag, in ein behagliches Zimmer im hinteren Teil des Hauses, das schon seit Jahren ihrem unbekümmerten Ansturm überlassen.“ Thomas Pynchon – Mason & Dixon "Warum ich Welt und Menschheit nicht verfluche? Weil ich den Menschen spüre, den ich suche." – Erich Mühsam |
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| tweedy39 | AW: Die schönsten Romananfänge | 25.02.2009, 18:28 Uhr |
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Mal angenommen, Sie und ich säßen in einem stillen Raum mit Blick auf einen Garten, tränken grünen Tee, plauderten über lang vergangene Zeiten, und ich sagte zu Ihnen: "Der Nachmittag, an ich den-und-den kennenlernte... das war der beste Nachmittag in meinem Leben, und zugleich der schlimmste." Arthur Goldon - Die Geisha Die entscheidenden Probleme, die wir haben, können nicht auf derselben Denkebene gelöst werden, auf der wir sie erschaffen haben - Albert Einstein - |
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