Romane » Die Konfektmacherin - Kirsten Schützhofer
| adhara | Die Konfektmacherin - Kirsten Schützhofer | 02.08.2010, 18:05 Uhr |
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Wie ich gesehen habe, lesen viele von Euch gerade Kirstens neues Buch - oder haben es jüngst gelesen. Mich würde interessieren, wie Euch dieses Buch gefallen hat / gefällt. Und auch, was Ihr zum Titel meint... | |
| trude | AW: Die Konfektmacherin - Kirsten Schützhofer | 02.08.2010, 18:31 Uhr |
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Falls eine Leserunde zustande kommen würde, wär ich dabei. Ansonsten kenne ich das Buch bislang nicht, finde den Titel aber irgendwie allerweltsmäßig nichtssagend. Er reiht sich ein in die vielen Die ...in Bücher, die sicherlich gut sind, aber auf die man hingewiesen werden sollte, weil man schon gleich denkt " Oh Gott, schon wieder ein tragische Heldin Herz-Schmerz-Schmacht-Werk". Oder anderst ausgedrückt, der einfallsreichtum der Verlage läßt meiner Meinung nach schon wieder nach. |
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| tweedy39 | AW: Die Konfektmacherin - Kirsten Schützhofer | 02.08.2010, 19:26 Uhr |
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Der Titel trifft es mal wieder nicht ganz. Man geht davon aus, dass es sich um eine Lebens-(Liebes-)geschichte handelt. Es geht aber um mehrere Schicksale. Das Konfekt kommt zwar vor, hat aber meiner Meinung nach nicht die "Hauptrolle". Es soll eine bestimmte Leserschaft angesprochen werden, wie Trude schon treffend beschrieben hat. Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen, wobei die ersten beiden von Kirsten Schützhofer meine Lieblinge sind. Die Kapelle der Glasmaler habe ich zwar am besten bewertet, aber im nachhinein, hat die Tochter des Advokaten am meisten bei mir nachgewirkt. Die Kalligraphin hat mich auf den ersten 150 Seiten nicht so gepackt. Das Buch bekommt aber noch eine neue Chance Die entscheidenden Probleme, die wir haben, können nicht auf derselben Denkebene gelöst werden, auf der wir sie erschaffen haben - Albert Einstein - |
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| adhara | AW: Die Konfektmacherin - Kirsten Schützhofer | 02.08.2010, 19:56 Uhr |
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@Tweedy Heisst das, dass es im Buch nicht wirklich nur um die "Konfektmacherin" geht, sondern andere Themen im Prinzip prägender sind? Mich erstaunt, dass mit einem Buch von Kirsten eine bestimmt Leserschaft angesprochen werden soll, die auf diese Heldinnen-Titel anspricht. Irgendwie denke ich nicht, dass ihre Bücher vornehmlich an diese Leserschaft gerichtet sind - ausser vielleicht, es ist bei der Konfektmacherin anders. |
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| tweedy39 | AW: Die Konfektmacherin - Kirsten Schützhofer | 02.08.2010, 20:17 Uhr |
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Was mir bei den bisherigen Büchern immer sehr gut gefallen hat sind die zwischenmenschlichen emotionalen Beziehungen innerhalb der Familie und im Falle der Tochter des Advokaten in der Freundesgruppe. Die eher leisen Töne. Im Falle der Konfektmacherin geht es auch um die Glaubensfreiheit und eben wieder diese emotionalen Beziehungen, dass Konfekt hat nicht so die tragende Rolle. Ich glaube nicht, dass die Bücher von Kirsten die "Heldinnen-Leserschaft" ansprechen sollen, die Titel und Klapptexte der Bücher tun es. Die entscheidenden Probleme, die wir haben, können nicht auf derselben Denkebene gelöst werden, auf der wir sie erschaffen haben - Albert Einstein - |
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| bonomania | AW: Die Konfektmacherin - Kirsten Schützhofer | 03.08.2010, 18:40 Uhr |
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Hallo Rita, interessanter Thread den Du da eröffnet hast Der Titel des Buches war für mich nicht so wichtig. Meistens werden die sowieso nie vom Autor, sondern vom Verlag ausgesucht. Ich habe es mir nicht wg. des Titels gekauft, sondern weil es ein weiteres Buch der Autorin war. Im Roman geht es eindeutig um die Konflikte im Religionskrieg. Die Frage welcher Gott ist der Richtige?! Wie Du schon richtig bemerkt hast, ist es kein gewöhnlicher 'in-Roman. Mich erstaunt keineswegs, dass der Verlag auf diese Heldinnen Titel aufspringt. Das ist doch deren Marketing Konzept. Kaum ein Buchtitel/Klappentext hält was er verspricht, weshalb ich ich mich nicht mehr daran halte. Wenn Du mit der Konfektmacherin fertig bist, kannst Du Dir ja mal überlegen, welchen Buchtitel Du ausgesucht hättest? Ist immer eine schwierige Sache, wie die Autorin in der Leserunde selber zugegeben hat. |
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| Keera | AW: Die Konfektmacherin - Kirsten Schützhofer | 03.08.2010, 18:50 Uhr |
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Ich habe bisher die Bücher von Kirsten Schützhofer nicht gelesen, weil mich Titel und Klappentexte überhaupt nicht ansprachen. Ich habe mir jetzt ein billiges Mängelexemplar der "Kalligraphin" für den Urlaub mitgenommen und war ausgesprochen positiv überrascht. Es war ganz und gar kein"Heldinnen - Buch". Der geschichtliche Hintergrund war interessant dargestellt, die Personen waren stimmig in ihrer Entwicklung und auch nicht ach so modern emanzipiert. Ich werde mir jetzt auf jeden Fall das neue Buch zulegen, sobald ich meine jetzige Lektüre beendet habe.
keera |
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| Eliza08 | AW: Die Konfektmacherin - Kirsten Schützhofer | 03.08.2010, 21:05 Uhr |
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Hallo zusammen, eigentlich kann ich mich tweedy und bono nur anschließen. In erster Linie denke ich auch, dass es reine Marketing-Strategie des Verlages war einen -in Titel zu wählen. Ist einfach "Üblich" in der Branche. Großartig finde ich es auch, wie die Autorin die "zwischenmenschlichen" Beziehungen dargestellt hat, die Liebe und der Konflikt mit der Schwester, aber auch der Umgang der Personen untereinander. Für mich war es mein erstes Buch der Autorin und bestimmt nicht mein Letzes! Bücherliebe |
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| adhara | AW: Die Konfektmacherin - Kirsten Schützhofer | 04.08.2010, 06:52 Uhr |
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Aber genau das scheint mir das Problem zu sein. Ein Buch bekommt einen Allerwelts "Die...in"-Titel und das wirkt auf die Leserschaft, die es eigentlich ansprechen will, abstossend. Man erwartet ein Massenprodukt und ist dann überrascht. Oder man kauft das Buch, weil man eben genau diese "Die ... in"-Geschichte sucht, und ist dann frustriert. Letztlich werde die Frustrierten dann die Autorin für ihre Enttäuschung verantwortlich machen. Das finde ich sehr schade. Wenn ich höre, worum sich der Inhalt dreht, so ist das doch ein sehr anspruchsvolles Thema. Und dies in einer schönen Sprache aufgearbeitet - vom gut fundierten Hintergrund gehe ich sowieso aus |
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| olympia | AW: Die Konfektmacherin - Kirsten Schützhofer | 04.08.2010, 10:55 Uhr |
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Hallo, das Buch von Kirsten habe ich ja bereits gelesen. Der Titel ist zwar - sorry - ähhhh Viel irritierender fand ich bei Kirstens Buch (hab ich schon x-mal geschrieben) den Titel "Die Tochter des Advokaten", da dieser überhaupt nicht passte!! Kirstens Originaltitel "Die Farbe der Revolution" war treffend und hervorragend. Dass der Verlag den Titel dann umgeändert hat, war m.E. sicher nicht recht schlau. Wer die "Tochter..." kaufte, erwartete sich ein leichtes unterhaltsames Buch und nicht ein Werk, dass zum größten Teil rein um historisch politische Hintergründe der franz. Revolution geht. Und Leser, die sich eben gerade das von einem Buch wünschen, griffen nicht zur "Tochter..", eben genau aufgrund des Titels, der ja etwas ganz anderes versprach.... "Die Konfektmacherin" hat mir gut gefallen. Sicher, der Titel hätte natürlich kreativer sein können, aber mittlerweile sind mir die Titel ohnehin egal. Wie immer fand ich die Figuren ausgesprochen empathisch und glaubhaft dargestellt, wenngleich ich die eine oder andere Handlung nicht nachvollziehen konnte. So wurde mir auch Catherines Schwester immer unsympathischer. Auch die Beziehung zwischen Catherine und Luc konnte ich so nicht ganz glauben. (Kann jetzt nicht näher darauf eingehen ohne zu spoilern) Der Qualität des Buches macht dies aber keinen Abbruch, denn das ist ein rein persönliches Empfinden. Eine der wohl vielschichtigsten und gelungensten Figuren des Buches ist aber wohl Adrien du Port. Die große Kluft zwischen Protestanten und Katholiken ist hervorragend dargestellt und ausgeleuchtet. Etwas mehr hätte mich interessiert, aus welchem Grund denn der Sonnenkönig die vorher unterschiedlich denkenden Gäubigen denn nicht mehr friedlich zusammenleben ließ, sondern die eine Gruppe plötzlich verfolgen ließ. Im Buch kommt alles sehr gut heraus WIE schlimm das alles gewesen sein muss, aber das WARUM hat sich mir etwas entzogen. Aber vielleicht wäre dies auch viel zu weitreichend gewesen, um dies alles unterzubringen. Obwohl mir das Buch gut gefallen hat, kam es meiner Meinung nach an "Die Kapelle..." nicht heran. Im Fazit aber ein allemal absolut empfehlenswertes Buch!!! Die Rezension zum Buch muss ich ohnehin erst schreiben. Adhara, hast du das Buch schon gelesen??? Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Jeder meint, dass er genug davon hat. R. Descartes |
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