Autorinnen und Autoren » Dumas / Graf von Sainte-Hermine
| arthez | Dumas / Graf von Sainte-Hermine | 29.04.2009, 19:59 Uhr |
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nachdem mich mehrere darauf angesprochen haben wie mir das Buch gefällt (und ich auch gerne wissen möchte was ihr von Dumas haltet), hier eine neue Schublade: Die wird mein letzter Dumas sein, wahrscheinlich werde ich ihn abbrechen. Das ist gar nicht mal des Autoren Schuld, der Roman ist ganz im Stile der „Drei Musketiere“ gehalten, nicht mehr und nicht weniger, ein Abenteuer- und Jugendroman. Mein Geschmack hat sich doch deutlich verändert. Diese Art von Historie liegt mir mehr bei Robert Merle oder Arturo Pérez-Reverte. Dumas ist ein Klassiker, ohne Zweifel, jeder kennt seine Figuren, aber schrieb er deshalb Weltliteratur ? Für mich war er eher ein Dan Brown des 19. Jahrhunderts der Dank des Mediums Film die Zeit überdauert hat. Wie seht ihr das ? Grüße Fred "Warum ich Welt und Menschheit nicht verfluche? Weil ich den Menschen spüre, den ich suche." – Erich Mühsam |
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| adhara | AW: Dumas / Graf von Sainte-Hermine | 30.04.2009, 08:06 Uhr |
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ABER: Ich habe den "Graf von Monte Cristo" schon in verschiedenen Situationen gelesen - als junges Mädchen, als junge Frau ein paar Jahre später nochmals und nun als "mittelalterliche Dame" und ich fand ihn immer wieder von vorne schön und berührend. Also trotz Änderung des Geschmacks blieb es ein Erlebnis. Vielleicht werde ich bei Saint-Hermine zum gleichen Schluss kommen - zumal ich ohnehin an der Wahrheit zweifle, was das plötzlich aufgetauchte Manuskript betrifft.... |
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| adhara | AW: Dumas / Graf von Sainte-Hermine | 30.04.2009, 08:06 Uhr |
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PS: Ich meinte natürlich zum gleichen Schluss wie Du... | |
| Ulli-und-keine-5-Tage | AW: Dumas / Graf von Sainte-Hermine | 30.04.2009, 09:07 Uhr |
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Für mich ist bei Dumas auch der Graf von Monte Christo das Maß aller Dinge. Die Musketiere haben mich nie so mitgerissen und an andere Bücher kann ich mich nicht erinnern. Das Schicksal des Grafen bzw. sein Charakter hingegen schon. Wie aus dem jungen, offenen Mann ein verbitterter, von Haß Getriebener wird, der gleichwohl zu Dankbarkeit und Wärme fähig ist und der dann ausgerechnet den milde behandelt, der m. E. das größte Unrecht begangen hat, weil Monte Christo des Rächens müde ist und wieder leben will - das finde ich wie Adhara nun schon seit fast 20 Jahren immer wieder berührend und lesenswert. PS. Es gibt übrigens auch eine ausgezeichnete Hörbuchfassung mit Mathieu Carriere als Monte Christo. Yes, england, boy! A big, damn foggy island nor-nor-east of ushant. Think, you can find it? |
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| arthez | AW: Dumas / Graf von Sainte-Hermine | 30.04.2009, 09:09 Uhr |
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Ich denke der „Monte Christo“ ist eine Ausnahme in Dumas Werk, weil auch gesellschaftskritisch geschrieben. Zum wieder aufgetauchten Manuskript: Im Anhang sind ca. 100 Seiten die sich mit dem auffinden beschäftigen, die lese ich auf alle Fälle noch, das interessiert mich. Die unerträgliche Ehrenhaftigkeit und Schönrednerei des Krieges kann ich momentan nicht ab, vielleicht hätt ich das Buch zu einer anderen Zeit lesen sollen. Gruß Fred "Warum ich Welt und Menschheit nicht verfluche? Weil ich den Menschen spüre, den ich suche." – Erich Mühsam |
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| Vito | AW: Dumas / Graf von Sainte-Hermine | 30.04.2009, 17:39 Uhr |
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Wie sicher ist denn das der "neue" Dumas echt ist ? Das erste was mir eingefallen ist als ich von dem Buch hörte waren der STERN und die Hiltertagebücher von Konrad Kujau.... (Letzterer ist ja schon tot weshalb er den Dumasroman nicht geschrieben haben kann... |
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| arthez | AW: Dumas / Graf von Sainte-Hermine | 30.04.2009, 20:23 Uhr |
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haben eben das Nachwort vom franz. Herausgeber Claude Schopp gelesen. Ich denke es ist echt, dabei war der Roman eigentlich gar nicht verschollen, man hätt nur Lesen müssen: Die Zeitung "Le Grand Moniteur universel" vom 01. Januar bis 5 Juni 1869. Anfangs erschien täglich eine Fortsetzung, später waren Lücken von mehreren Wochen drin, tja, und leider ist der Roman unvollendet. Die Lücken entstanden durch Dumas Krankheit an der er dann auch starb, somit wird das ganze Werk nicht ernst genommen worden sein, bei den ersten Katalogisierungen fehlt er, alle anderen Biographen scheinen von denen abgeschrieben zu haben. Entdeckt wurde der Roman übrigens durch Auftauchen eines Briefwechsels zwischen Dumas und dem Herausgeber der Zeitung indem auch der komplette Inhalt skizziert wird. Die Geschichte hätte eigentlich bis 1815 gehen sollen, da fehlt aber eine ganze Ecke. Grüße Fred "Warum ich Welt und Menschheit nicht verfluche? Weil ich den Menschen spüre, den ich suche." – Erich Mühsam |
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| Vito | AW: Dumas / Graf von Sainte-Hermine | 02.05.2009, 17:30 Uhr |
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Hm.... Das heißt also der Roman ist Lückenhaft und hat kein Ende ? Oder hat man einen Autor daran gesetzt der die fehlenden Stücke ersetzt hat ? (Ein "halbes" Buch werde ich mir nicht kaufen , deshalb die Frage ) |
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| arthez | AW: Dumas / Graf von Sainte-Hermine | 04.05.2009, 08:05 Uhr |
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Hallo Vito, Lückenhaft ist das Buch nicht, die letzten zwei Kapitel wurden vom Herausgeber beendet. Unvollendet in dem Sinne: Dumas wollte die gesamte Geschichte der französischen Revolution und Kaiserreich in drei Romanen verbraten (Bleu & Blanc, Compagnie de Jehu und eben Chevalier de Sainte-Hermine (man entschuldige mein französisch). Mit seinem letzten Roman wurde er leider nicht fertig, ob das Ende in der Luft hängt kann ich dir nicht sagen (bin erst auf Seite 250). Grüße Fred "Warum ich Welt und Menschheit nicht verfluche? Weil ich den Menschen spüre, den ich suche." – Erich Mühsam |
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| Vito | AW: Dumas / Graf von Sainte-Hermine | 04.05.2009, 12:18 Uhr |
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Vielen Dank für die Info. | |





