Rund ums Genre Historischer Roman » AW: Krimi, Phantasy, Belletristik - Diskussionen! (Seite 17)
| arthez | AW: Krimi, Phantasy, Belletristik - Diskussionen! | 23.11.2008, 17:17 Uhr |
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J.L. Carrell - Die Shakespeare-Morde Das Buch hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck bei mir.... fünf oder sechs Tote, wobei es mir ziemlich wurscht war warum und wieso die gehen mussten, weil das spannende im Roman war für mich: wer war Shakespeare ? wer schrieb die Stücke die man ihm zuschreibt ? Nach der Lektüre bekommt man eine Riesenlust sich mit dem Thema zu beschäftigen. Als Krimi: 50 Grad, lässt man die ganzen Gemeuchelten beiseite: 90 Grad (ich geb ja zu, für die Geschichte ist ein Toter bzw, ein Mordversuch notwendig um in Fahrt zu kommen, aber ich mag halt keine Leichenberge). Fred "Warum ich Welt und Menschheit nicht verfluche? Weil ich den Menschen spüre, den ich suche." – Erich Mühsam |
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| Larna | AW: Krimi, Phantasy, Belletristik - Diskussionen! | 02.07.2010, 13:59 Uhr |
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*vorsichtig den Staub vom Thread pust* Ich hab ja versprochen, meine Meinung zu "Der Trakt" von Arno Strobel kund zu tun. Hier ist sie: Arno Strobel hat mit diesem Buch einen soliden, spannenden und flüssig zu lesenden Thriller vorgelegt. Bereits am Anfang kommt ein beklemmendes Gefühl auf, denn was wäre, wenn es einem selber so gehen sollte. Man kann sich an sein ganzes Leben erinnern, nur wird man von keinem wieder erkannt. Allerdings gibt es bereits am Anfang deutliche Hinweise, was wohl passiert sein könnte, für die Sybille für sich logische Erklärungen findet, die aber den Leser bereits auf die richtige Spur führen. Der Spannung tut das allerdings keinen Abbruch, denn das Wie und Warum bleibt bis zum Schluss ungelöst. Geschickt werden einige überraschende Wendungen eingebaut, es treten immer mehr Nebenfiguren auf, die Sybille helfen wollen, doch wer es eigentlich gut mit ihr meint und wer nicht, erfährt man erst ziemlich zum Schluss. Davor weiß man als Leser, ebensowenig wie Sybille, wer jetzt eigentlich gut und wer jetzt eigentlich böse ist. Die Auflösung ist etwas knapp gehalten und die Auflösung vom medizinisch/wissenschaftlichen sicher nicht realistisch, allerdings darf ein Roman ja durchaus die Grenzen des Machbaren überschreiten. Zudem einen doch die Frage beschleicht: Was wäre wenn es doch möglich sein sollte? Insgesamt sehr spannend geschrieben, durch die Auflösung bekommt man dann allerdings eine gewisse Distanz zu dem Geschehen, da es sich eben definitiv um Fiktion handelt. Ein paar kleine Logikfehler haben sich ebenfalls eingeschlichen, die dem Lesegenuss zwar keinen Abbruch tun, allerdings den Gesamteindruck etwas schmälern. So dass das Buch zwar gut und unterhaltsam, aber keinesfalls herausragend ist. Meine Wertung 78° "Lieber Orangenhaut als gar kein Profil" (Ina Müller) |
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| arthez | AW: Krimi, Phantasy, Belletristik - Diskussionen! | 02.07.2010, 20:22 Uhr |
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uih, Danke Larna - den thread hab ich tatsächlich vergessen muss ich gleich nochmal auf mein Top des Juni aufmerksam machen, hat große Chancen mein Jahressieger zu werden: Steve Toltz - Vatermord und andere Familienvergnügen absolut abgedrehte Familiengeschichte, Toltz greift immer wieder Gedanken auf die mich ins grübeln bringen, radikal, provozierend, humorvoll. wens interessiert: die amaz-Kritiken decken sich mit meinem Empfinden - Fred "Warum ich Welt und Menschheit nicht verfluche? Weil ich den Menschen spüre, den ich suche." – Erich Mühsam |
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| arno | AW: Krimi, Phantasy, Belletristik - Diskussionen! | 25.07.2010, 11:49 Uhr |
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@ Fred Hallo, Ich möchte hier doch mal auf Charly´s Buch aufmerksam machen: "Alles über Shakespeare" Seit ich das gelesen hatte bin ich ein Shakespeare-Fan. Wirklich ein tolles Buch. Gruss Arno Gäbe küssen Flecken, wären alle Mädchen Schecken ;-) Freien gehet vor tanzen, sagte die Maid und nahm sich einen lahmen ;-) |
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| arthez | AW: Krimi, Phantasy, Belletristik - Diskussionen! | 10.08.2010, 13:08 Uhr |
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Meine Entdeckung des Jahres: Javier Marias Der Typ hat mich aus einer fiesen Leseblockade gezerrt, endlich wieder wunderbar gedrechselte ellenlange Sätze (aber man gewöhnt sich schnell an den Stil), ich bin inzwischen süchtig nach den menschlichen kleinen & klugen Geschichten & Beobachtungen die Marias erzählt. "Warum ich Welt und Menschheit nicht verfluche? Weil ich den Menschen spüre, den ich suche." – Erich Mühsam |
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