Rund ums Genre Historischer Roman » Sind Buchtitel immer einmalig?
| Restitutus | Sind Buchtitel immer einmalig? | 10.05.2009, 23:42 Uhr |
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Wird bei der Auswahl eines Buchtitels eigentlich auf EInmaligkeit geachtet? Mir sind vor kurzem geich zwei Sachbücher von verschiedenen Autoren und Verlagen begegnet, die "Hessen in der Antike" heißen, jetzt treffe ich binnen 14 Tagen auf zwei Bücher, die sich "Morituri - die Todgeweihten" nennen: ein Roman das eine, ein Sachbuch das andere. Handelt es sich hier um Versehen? Ist das zulässig? Oder gibt es auf Buchtitel ein Urheberrecht? Existiert so etwas wie eine Liste bereits vergebener Buchtitel, die man einsehen kann, um ganz sicher zu gehen, dass man nicht aus Versehen plagiiert? Ad Astra, Restitutus "Bei schriftstellerischen Arbeiten erholt man sich nicht, das kann ich Dir aus zehnjähriger Erfahrung für gewiß versichern, und bei Lieblingsarbeiten verdient man wenig." - Friedrich von Schiller an Christian Gottfried Körner, 4.10.1792 |
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| toma | AW: Sind Buchtitel immer einmalig? | 11.05.2009, 05:13 Uhr |
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Ich habe mich schon öfter über doppelte "Titelvergabe" geärgert. Da muss man wirklich genau auf Inhalt/Autor achten. Auf die Schnelle fallen mir ein: Der Kuss der Schlange - Jonathan Nasaw Der Kuß der Schlange - Ruth Rendell Schrei in der Nacht - Mary Higgins Clark Schrei in der Nacht - Jack Higgins Schrei in der Nacht - Whit Masterson Das Haus Gottes (Die Geschichte der christlichen Kirchen) - Edward Norman Das Haus Gottes - Charlotte Lyne |
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| Restitutus | AW: Sind Buchtitel immer einmalig? | 11.05.2009, 08:46 Uhr |
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Beim ersten Beispiel kann man sich ja zumindest nach der Orthografie richten. Aber sicher bestünde sonst irgendwann auch die Gefahr, dass alle griffigen Titel schon vergeben und geschützt wären? Die Anzahl möglicher Wortkombinationen ist ja schließlich begrenzt. Ad Astra, Restitutus "Bei schriftstellerischen Arbeiten erholt man sich nicht, das kann ich Dir aus zehnjähriger Erfahrung für gewiß versichern, und bei Lieblingsarbeiten verdient man wenig." - Friedrich von Schiller an Christian Gottfried Körner, 4.10.1792 |
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| Ulli-und-keine-5-Tage | AW: Sind Buchtitel immer einmalig? | 11.05.2009, 13:59 Uhr |
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Daß mehrere Bücher die gleichen Titel haben, irritiert mich meist seltener, da ich den Autoren dazu auch im Kopf habe. Was mein Hirn aber an seine Grenzen führt ist, wenn die Verlage zwanghaft die Buchtitel in eine Reihe pressen. So z. Bsp. von Simon Scarrow: Im Zeichen des Adlers Im Auftrag des Adlers Der Zorn des Adlers Die Brüder des Adlers. Da habe ich keine Chance. Vorbei sind die Zeiten, wo man zu jedem Titel sofort die grobe Handlung parat hatte....(Z. Bsp. bei Ellis Peters Romanen um Bruder Caedfal wußte man wenigestens sofort am Titel, worum es geht.) Yes, england, boy! A big, damn foggy island nor-nor-east of ushant. Think, you can find it? |
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| Frank | AW: Sind Buchtitel immer einmalig? | 11.05.2009, 20:47 Uhr |
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Generell sind Titel geschützt, allerdings passieren immer wieder mal Fehler, bzw es rutscht einer durch. Im Buchhande gibt es eine bestimmte Fachzeitschrift (Börsenblatt), die sowohl über die jeweiligen "neuen" geschützten informiert, als auch über "Doppeltitel". Bringt dem Kunden aber zugegebenerweise nichts. Dude: Mir pinkeln die auf den bekackten Teppich ! Walter: Der Teppich hat das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht, hab ich recht ? |
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| KatharinaHisto | AW: Sind Buchtitel immer einmalig? | 12.05.2009, 14:21 Uhr |
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Wen das interessiert, der kann mal "Titelschutz" googeln; hatte ich alles in meiner Ausbildung und könnte theoretisch auch alles erklären, bin aber viiiel zu faul für so lange Texte Prinzipiell ist es durchaus möglich, dass verschiedene Bücher den gleichen Titel haben. "Hessen in der Antike" ist ein sog. "schwacher Titel", mehr oder weniger ohne Einzigartigkeit, deshalb kann er nicht geschützt werden. (Normalerweise sind Buchtitel ab dem Zeitpunkt des tatsächlichen Erscheinens des Buches geschützt, aber nur sog. "starke Titel", wie z. B. "Liebe in den Zeiten der Cholera" oder so. Dieser Titel kann nicht noch mal bei einem anderen Buch vorkommen!) |
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| Frank | AW: Sind Buchtitel immer einmalig? | 13.05.2009, 22:05 Uhr |
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Theoretisch "kann" er das schon...sollte aber nicht so sein. Übrigens....was mir häufiger bei historischen Romanen (Bspl habe ich aber keine, da ich sie normalerweise nicht lese) auffällt, sind Coverwiederholungen. Dude: Mir pinkeln die auf den bekackten Teppich ! Walter: Der Teppich hat das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht, hab ich recht ? |
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| toma | AW: Sind Buchtitel immer einmalig? | 13.05.2009, 22:16 Uhr |
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Das stimmt, z.B. : "Der Ritter der Königin" von Elizabeth Chadwick und "Herrin der Täler" von Jennifer Roberson "Die Hüter der Rose" von Rebecca Gablé und "der Illuminator" von Brenda Vantrease |
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| Restitutus | AW: Sind Buchtitel immer einmalig? | 14.05.2009, 09:40 Uhr |
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Wenn man schon mal die Rechte an einem Bild hat... Das ist nicht nur bei Histos so. Die großen Verlage recyceln z. B. auch ihren Fundus an SF-Covern alle zehn Jahre. Hier wird es besonders peinlich, wenn sie ein Motiv verwenden, das ursprünglich ein ganz anderes Buch illustrieren sollte. Das ist dann so, als wenn das Covermotiv von "Pompeii" in einigen Jahren auf der Neuauflage des "Namens der Rose" wieder auftauchen sollte. Ad Astra, Restitutus "Bei schriftstellerischen Arbeiten erholt man sich nicht, das kann ich Dir aus zehnjähriger Erfahrung für gewiß versichern, und bei Lieblingsarbeiten verdient man wenig." - Friedrich von Schiller an Christian Gottfried Körner, 4.10.1792 |
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| Frank | AW: Sind Buchtitel immer einmalig? | 14.05.2009, 11:02 Uhr |
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Natürlich ist das nicht nur bei historischen Romanen der Fall - aber da fiel es mir am häufigsten auf. Zumal Bücher -gleichzeitig- mit nahezu identischen Covern verkauft wurden.
Dude: Mir pinkeln die auf den bekackten Teppich ! Walter: Der Teppich hat das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht, hab ich recht ? |
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