Rund ums Genre Historischer Roman » AW: Wieder Buchpreisbindung... (Seite 11)
| adhara | AW: Wieder Buchpreisbindung... | 16.06.2009, 13:12 Uhr |
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Ich kann mich Frank nur anschliessen. Auch für mich ist das Buch ein Werk, ein Gesamtkonzept. Und beides ist für mich wichtig. Könnte ich nur noch via Reader "lesen" so würde ich wohl verzichten. Was nicht heissen soll, dass ich etwas dagegen habe, wenn andere Leute anders denken. Etwas dagegen habe ich allerdings, wenn es Leuten, die es sich leisten können ein Buch zu 20 Euro zu kaufen, nur um die Geldbörse geht. Sich illegal etwas zu beschaffen ist meines Erachtens ganz einfach "Diebstahl". Und ich kann daran nichts, gar nichts Positives finden. Bücher werden nicht billiger, wenn sich die grosse Masse über illegalem Weg solche Literatur beschafft. Im Gegenteil. Diejenigen, die das legal tun, müssen für die anderen mitbezahlen. Ich bin überzeugt, dass es auch in Kenia möglich ist/wäre, ein Bibliotheken-System aufzuziehen. Es ist nicht anständiger, sich illegal zu bedienen, nur weil ich in Kenia zu Hause bin... Solches zu propagieren stösst in meinen Augen an ethische und moralische Grenzen. Und ich möchte diejenigen, die das nun in Ordnung finden, sehen, wenn sie selber von solchem "freien Bedienen" betroffen wären. Beispielsweise ein Kenianer in die Küche marschiert und den Kühlschrank leert mit dem Hinweis darauf, dass er kein Geld habe, um sich selber etwas zu Essen zu kaufen. Oder sich ins Bett legt und sagt, er könne sich selber keines leisten ... Ich weiss, ich weiss, das tut ohnehin keiner, weil er ja von Kenia gar nicht nach Deutschland oder Kanada kommt ... |
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| Frank | AW: Wieder Buchpreisbindung... | 16.06.2009, 13:52 Uhr |
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@adhara Exakt. Wenn ich (nie getan Mal abgesehen davon, dass ich diesem ganzen gebrannten Käse nur wenig abgewinnen kann (ich kaufe tatsächlich noch CD´s die wenigsten (huch, niemand) die ich kenne, wären bereit für ihre eigene Arbeit nichts zu bekommen. Seltsamerweise wird das aber anderen scheinbar gerne zugemutet. Ganz allgemein gehen mir auch Vergleiche wie der mit Kenia etc gegen den Strich - wie erwähnt gäbe es Ansätze genug im eigenen Land nach Problemen Ausschau zu halten. Wenn das dann Egoismus sein sollte.... ok. Dude: Mir pinkeln die auf den bekackten Teppich ! Walter: Der Teppich hat das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht, hab ich recht ? |
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| muprl | AW: Wieder Buchpreisbindung... | 16.06.2009, 16:06 Uhr |
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"Demokratisierung von Büchern/Literatur" erfolgt doch wirklich gut über Bibliotheken. Wie das in Kenia aussieht, weiß ich natürlich nicht, aber das illegale Bedienen aus dem Internet kann ja wirklich nicht der richtige Weg sein. Es existiert seit der Massenverbreitung des Internets ein wirklich fürchterlicher Werteverfall in den Köpfen vieler Menschen. Man guckt sich aktuelle Kinofilme kostenlos online an, lädt sich Filme, Musik, Hörbücher und E-Books illegal aus dem Netz und denkt sich dabei nicht mehr als "Warum soll ich dafür Geld bezahlen, wenn ich es umsonst haben kann?" Jeder (weiter)denkende Mensch müsste doch aber eigentlich darauf kommen, dass irgendwann niemand mehr da ist, der diese schönen Filme, die Musik und die guten Bücher produziert, denn wovon sollte derjenige dann leben? Auf diesem Wege wird das ordentlich lektorierte, geprüfte und produzierte Buch zum Luxusgut, also zum Gegenteil einer "Demokratisierung von Literatur"! Dann bleiben uns vielleicht nur noch Kulturgüter, die als Hobbyarbeit neben dem finanziell lohnenswerten Beruf entstanden sind. Und wir wissen doch: "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit." Ich graule mich schon vor unlektorierten Texten, die zu tausenden im Netz als E-Books heraumschwirren. Ganz zu schweigen, von der fehlenden Haptik und Schönheit eines gedruckten Buches, das ich, wie so viele hier, auf keinen Fall missen möchte. (Ich gehöre auch zu den "Cover-Streichlern") Das E-Book ist für mich eine sinnvolle Ergänzung aber absolut kein Ersatz. |
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| Restitutus | AW: Wieder Buchpreisbindung... | 16.06.2009, 19:32 Uhr |
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von wegen Bücher halten sich tausend Jahre: Das betrifft Bücher, die ZWISCHEN 1840 und 1985 geschrieben wurden. Das heute älteste Buch der Welt, der Papyrus Prisse, hat aber mehr als 5000 Jahre überlebt und kann immer noch gelesen werden. Welche alte Diskette wird ein Archäologe im Jahr 7000 aus dem Wüstensand ziehen und den Inhalt einsehen können??? "Bei schriftstellerischen Arbeiten erholt man sich nicht, das kann ich Dir aus zehnjähriger Erfahrung für gewiß versichern, und bei Lieblingsarbeiten verdient man wenig." - Friedrich von Schiller an Christian Gottfried Körner, 4.10.1792 |
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| Larna | AW: Wieder Buchpreisbindung... | 16.06.2009, 22:23 Uhr |
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Ich bin auch strikt gegen das illegale Saugen von eBooks oder CDs. Leseproben, Hörproben oder Demoversionen von Spielen kostenlos zur Verfügung zu stellen, das ist o.k. Aber für den Rest sollte man auch bezahlen. Das man sich eBooks illegal runter laden kann, ist nun beileibe kein Grund für einen eBook-Reader. Auch ein Kenianer darf nicht ungestraft in einen Supermarkt marschieren und sich sein Essen klauen, weil er sich nicht kaufen kann. Warum sollte er also illegal etwas aus dem I-Net herunter laden dürfen? Insgesamt zählen für mich auch Inhalt und Äußeres für ein Buch. Bücher, die mir vom Cover her nicht gefallen, haben einen schlechteren Stand. Außerdem mag ich es, ein Buch in der Hand zu halten und ich mag es, meine Regale und Stapel voller Bücher anzuschauen. Ich kann mir, wie gesagt, durchaus vorstellen, dass der Reader eine sinnvolle Ergänzung ist oder dass er sich in ein paar Jahrzehnten durchgesetzt haben wird, doch für mich wird er ein Buch nicht ersetzen können. Wer den Reader allerdings mag, soll ruhig damit lesen, das bleibt ja jedem selbst überlassen. Lieben Gruß Larna "Lieber Orangenhaut als gar kein Profil" (Ina Müller) |
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| Frank | AW: Wieder Buchpreisbindung... | 16.06.2009, 22:34 Uhr |
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Ich nehme mal an, die "Keniadiskussion" sollten wir mal außen vor lassen - zumal da Medikamente ein (und sicher auch in anderen Ländern) viel wichtigeres Thema wären. Generell gilt für mich: Geistiges Gedankengut (in Form von Büchern, Musik etc..) sollte auch honoriert werden. Wenn sich dann die Urheber für andere Möglichkeiten entscheiden, begrüße ich das - bleibt aber letztendlich ihre Angelegenheit. Dude: Mir pinkeln die auf den bekackten Teppich ! Walter: Der Teppich hat das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht, hab ich recht ? |
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| Restitutus | AW: Wieder Buchpreisbindung... | 16.06.2009, 23:14 Uhr |
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Wie weit sollte es honoriert werden, Frank? Die derzeitige Rechtsprechung, die es verbietet, schon Millisekunden große Ausschnitte aus bestehenden Musikstücken zu sampeln, finde ich da schon völlig maßlos. So hätte es viele große Werke der klassischen Musik nie gegeben, zum Beispiel all die "Variationen auf ein Thema von X", die von einigen unserer größten Komponisten stammen. Analoges im Druckwesen hieße doch, dass man nicht mehr aus anderen Büchern zitieren darf und kein vollständiger Satz schon einmal in einem anderen Buch erschienen sein dürfte. Wie seht ihr das? Da fällt mir nur noch der kluge Satz ein: Wenn das Judentum das Urheberrecht gekannt hätte, hätte es das Christentum nie gegeben. "Bei schriftstellerischen Arbeiten erholt man sich nicht, das kann ich Dir aus zehnjähriger Erfahrung für gewiß versichern, und bei Lieblingsarbeiten verdient man wenig." - Friedrich von Schiller an Christian Gottfried Körner, 4.10.1792 |
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| Frank | AW: Wieder Buchpreisbindung... | 17.06.2009, 08:54 Uhr |
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Darüber kann ich nicht diskutieren, da mir die rechtlichen Grundlagen fehlen. Allerdings war es auch nicht das von mir (und wahrscheinlich den meisten) gemeinte. Mir ging es um komplette Inhalte. Dude: Mir pinkeln die auf den bekackten Teppich ! Walter: Der Teppich hat das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht, hab ich recht ? |
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| arthez | AW: Wieder Buchpreisbindung... | 17.06.2009, 11:35 Uhr |
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abschließend ( Die dauerhafte Lesbarkeit von Daten ist tatsächlich ein spannendes Thema. Fred "Warum ich Welt und Menschheit nicht verfluche? Weil ich den Menschen spüre, den ich suche." – Erich Mühsam |
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| Restitutus | AW: Wieder Buchpreisbindung... | 17.06.2009, 14:23 Uhr |
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Darüber kann ich nicht diskutieren, da mir die rechtlichen Grundlagen fehlen. Da du von kompletten Inhalten sprichst: Was denkst du über google.books? "Bei schriftstellerischen Arbeiten erholt man sich nicht, das kann ich Dir aus zehnjähriger Erfahrung für gewiß versichern, und bei Lieblingsarbeiten verdient man wenig." - Friedrich von Schiller an Christian Gottfried Körner, 4.10.1792 |
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