Rund ums Genre Historischer Roman » Wieder Buchpreisbindung...
| adhara | Wieder Buchpreisbindung... | 04.06.2009, 16:14 Uhr |
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Gute Kunde für die kleinen Buchläden der Schweiz: Das Parlament hat die Rückkehr zur Buchpreisbindung beschlossen, um eine Ausdünnung des kulturellen Angebotes zu verhiindern. Kleines Trostpflaster Da habe ich jetzt zwei Herzen in meiner Brust ... |
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| Restitutus | AW: Wieder Buchpreisbindung... | 04.06.2009, 19:18 Uhr |
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Woran liegen eigentlich diese Preisunterschiede in den deutschsprachigen Ländern? Im Falle von Österreich scheint es wohl in der Hauptsache der Mehrwertsteuersatz zu sein; aber in der Schweiz? Ad Astra, Resti "Bei schriftstellerischen Arbeiten erholt man sich nicht, das kann ich Dir aus zehnjähriger Erfahrung für gewiß versichern, und bei Lieblingsarbeiten verdient man wenig." - Friedrich von Schiller an Christian Gottfried Körner, 4.10.1792 |
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| Vito | AW: Wieder Buchpreisbindung... | 05.06.2009, 12:56 Uhr |
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Ich halte die Buchpreisbindung für überholt . Spätestens wenn sich der Sony-Reader und dieses Ding von Amazon ( Kindle ?) durchsetzen , und die Bücher für deutlich weniger digital anbieten , ist die Preisbindung auf dauer nicht mehr zu halten . Hier mal ein Link zur Buchpreisbindung de.wikipedia.org/ wiki/ Buchpreisbindung |
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| Restitutus | AW: Wieder Buchpreisbindung... | 05.06.2009, 22:51 Uhr |
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Und wer soll dann noch was an den Büchern verdienen? Die Autoren jedenfalls nicht! "Bei schriftstellerischen Arbeiten erholt man sich nicht, das kann ich Dir aus zehnjähriger Erfahrung für gewiß versichern, und bei Lieblingsarbeiten verdient man wenig." - Friedrich von Schiller an Christian Gottfried Körner, 4.10.1792 |
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| Vito | AW: Wieder Buchpreisbindung... | 06.06.2009, 00:35 Uhr |
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Wie werden Autoren den bezahlt ? Pauschal (einmal für Ihr abgeliefertes Werk) oder Anteilig (pro verkauftem Exemplar) ? Ich weiß es zugegeben nicht . Wenn die Bücherpreise frei wären , glaube ich auch nicht das sie ins Bodenlose sinken . Ich könnte mir vorstellen das z.B. Amazon oder Weltbild Kassenschlager ein oder zwei Euro billiger machen als der Buchhändler vor Ort.... Dem würde so was sicher nicht gefallen. Würde man das als Autor finanziell zu fühlen bekommen ? |
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| Restitutus | AW: Wieder Buchpreisbindung... | 06.06.2009, 20:22 Uhr |
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Autoren bekommen je nach Vertrag 8 bis 10 % des Buchhandelspreises. Soll heißen, an meinem 20 Euro teuren Buch verdiene ich ca. 1,50 Euro pro verkauftem Band. Für den Stundensatz würdest du bei niemandem die Toilette putzen gehen. Und dann noch Buchpreiskämpfe? Die bekommt der Autor natürlich unmittelbar zu fühlen! "Bei schriftstellerischen Arbeiten erholt man sich nicht, das kann ich Dir aus zehnjähriger Erfahrung für gewiß versichern, und bei Lieblingsarbeiten verdient man wenig." - Friedrich von Schiller an Christian Gottfried Körner, 4.10.1792 |
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| Vito | AW: Wieder Buchpreisbindung... | 06.06.2009, 20:44 Uhr |
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1,50 Euro ist ja nicht viel.... Heißt über 90% gehen an den Verlag der das Buch drucken lässt . Hätte ich nicht gedacht .... Woher nehmen denn die Topverdiener unter den Autoren (z.B. Joanne K. Rowling , Terry Pratchett) das ganze Geld ? Nur Filmrechte und Plüschfiguren oder auch durch den verkauf von Büchern ? |
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| KatharinaHisto | AW: Wieder Buchpreisbindung... | 06.06.2009, 21:33 Uhr |
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Boah, ich kriege hier immer die Krise zu Hause, wenn ich hier lauter falsche Behauptungen lese ... und muss dann immer ganz schnell was dazu schreiben. Dass die Verlage 90% behalten Vito, ist Unsinn. Hier mal eine kleine Rechnung: 30-50% gehen an die Buchhandlung (die will schließlich auch was verdienen am Buch) 8-10% gehen an den Autor (wie Resti geschrieben hat) Da bleibt schon mal nicht viel übrig. Der Verlag hat auch Kosten für Herstellung, Marketing und anderes, was man als Leser vielleicht nicht immer im Kopf hat (z. B. auch Lagerhaltungskosten etc.). Der "Kuchen", den man "Gewinn" nennt, ist also durchaus relativ gerecht verteilt. Ok, Autoren bekommen ggf. relativ wenig, aber es ist meiner Meinung nach gerechtfertigt, dass ein "frischer" Autor z. B. weniger Geld bekommt, weil man vorher schließlich nicht weiß, wie gut sich sein Buch verkaufen wird. Und Größen wie Dan Brown und Co. bekommen auch wesentlich mehr (auch wenn das die Ausnahme ist). Und jeder Autor kann sich selbst einen Literaturagenten suchen, der die bestmöglichen Prozente verhandelt, gell? (Und übrigens: Autoren, die viele Bücher verkaufen, kriegen schon einiges an Geld, siehe oben; denn man muss das Ganze natürlich hochrechnen.) Ich hoffe, dass dieses "Verlage = Ausbeuter"-Image langsam mal ein wenig nachlässt ... fühle mich unwohl dabei, wenn mein ganzer Berufsstand immer so niedergemacht wird. Zum Thema Buchpreisbindung kann ich euch auch gerne ein paar Pro- und Kontraargumente zusammenstellen (es gibt ja genug); ich definitiv FÜR die Buchpreisbindung, allerdings ist das natürlich ein weites, weites Feld. (Es kommt eben darauf an, ob man auf Kulturverflachung steht ...) |
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| Vito | AW: Wieder Buchpreisbindung... | 07.06.2009, 07:24 Uhr |
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Ich bitte um Entschuldigung . Das die Buchhändler auch noch was vom Kuchen bekommen hab ich total vergessen... |
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| Eliza08 | AW: Wieder Buchpreisbindung... | 07.06.2009, 07:28 Uhr |
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Wovon sollen Buchhandlungen auch leben, außen von Büchern (deren Preise die Verlage festsetzten)? Bücherliebe |
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