Rund ums Genre Historischer Roman » AW: Covergestaltung und Klappentexte (Seite 2)

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tweedy39 AW: Covergestaltung und Klappentexte 18.11.2009, 14:17 Uhr
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Mir hat zwar bis dato auch nicht jedes Cover gefallen, aber ich habe auch festgestellt, das Ich so viele abgeschnittene Köpfe gar nicht habe. Was mich viel mehr stört ist die Sache mit den Klapptexten. Das die Bücher sich besser verkaufen lassen, wenn hinten etwas anderes draufsteht. Da fühlt man sich als Leser verschaukelt. Auf die Klappentexte achten, mache ich eh nicht mehr. Ich schau mich in den Foren um, wie etwas von anderen bewertet wird und entscheide dann. Ich gehe rein in den Buchladen und bin ganz fix wieder draussen. Ich weis ja schon was ich kaufen will. *zwinkert*

Die entscheidenden Probleme, die wir haben, können nicht auf derselben Denkebene gelöst werden, auf der wir sie erschaffen haben - Albert Einstein -

toma AW: Covergestaltung und Klappentexte 18.11.2009, 14:41 Uhr
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Ich habe mich letztens SEHR über den Klappentext bei "Konstanze" von Elisabeth Herrmann geärgert!
DORT stand genau DAS, was ICH mir von dem Buch erwartet habe, nämlich ein Ausblick auf die "wahre" Geschichte der Konstanze von Aragon, Frau, Ratgeberin und Regentin Kaiser Friedrich II.
Was ich dann zu lesen bekam, war ein historisch völlig unkorrekter "Softporno", den jede x-beliebige Frau in jedem x-beliebigen Jahrhundert erlebt haben könnte.

Ich HASSE es, wenn das Leben HISTORISCHER Personen so völlig verfremdet wird, dass man sie nicht wieder erkennt.

Ich muss zugeben, dass ich mich durch den Klappentext habe zum Kauf verführen lassen.
Hatte mich auf das Buch gefreut und war letztendlich bitter enttäuscht.
Einzig gut war, dass das Buch einen Fehler hatte und ich es problemlos umtauschen konnte.
Die Fortsetzung/en werde ICH nicht mit der Kneifzange anfassen
MariaAmalia AW: Covergestaltung und Klappentexte 18.11.2009, 15:41 Uhr
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Dass es bei den großen Publikumsverlagen in erster Linie um Quantität denn um Qualität geht, ist seit langem bekannt. Dazu gehört neben weithin sichtbaren Einheitscovern auch, dass Klappentexte so gestaltet werden, dass speziell die Leserschaft geködert wird, die nach wie vor für die höchsten Umsatzzahlen sorgt. Ist das Buch erst einmal gekauft, ist es diesen Verlagen völlig egal, ob der Leser nun enttäuscht ist oder nicht, Hauptsache das Buch ist verkauft und der Umsatz stimmt. Was diese Verlage auf den Markt werfen, ist in meinen (!) Augen zum Großteil Histo-Fast-Food und für mich (!) meist nicht interessant. Wie ich übrigens aus Insider-Kreisen erfahren habe, werden von den Verlagen auch gern die Übersetzungen „passend“ gemacht, die dann u. U. mit dem Original nicht mehr viel zu tun haben. Ich denke noch mit Grauen an die „Die Garnprinzessin“ von Vanora Bennett.

Was die Definition „historischer Roman“ angeht – und da muss ich arthez Recht geben – hat jeder seine eigene Auffassung und Erwartung. Die historischen Romane, die ich mittlerweile lese, findet man kaum in den speziellen Histo-Regalen der Buchläden, an denen ich meistens sowieso vorbei gehe, ohne die Bücher eines Blickes zu würdigen. Meine Anwärter auf den Histo-Roman 2009 werden vermutlich hier auch ziemlich aus der Reihe tanzen.

Klappentexte lese ich selten, denen vertraue ich schon lange nicht mehr. Anregungen hole ich mir durch Mundpropaganda, in Foren oder aus diversen Literatursendungen. Und falls ich beim Stöbern im Buchladen auf interessante Bücher stoße, schreibe ich mir meistens die Titel auf und schaue erstmal im Netz nach, ob ich irgendetwas zu den Büchern finde. Das hat mich vor so manchen Fehlkäufen bewahrt.
*Daumen hoch*

"Das Dasein ist köstlich. Man muss nur den Mut haben, sein eigenes Leben zu führen." (Peter Rosegger)

Ulli-und-keine-5-Tage AW: Covergestaltung und Klappentexte 18.11.2009, 16:40 Uhr
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Und falls ich beim Stöbern im Buchladen auf interessante Bücher stoße, schreibe ich mir meistens die Titel auf und schaue erstmal im Netz nach, ob ich irgendetwas zu den Büchern finde. Das hat mich vor so manchen Fehlkäufen bewahrt.
*grinst*


So mache ich es ebenfalls mittlerweile. Es gibt Autoren, denen kann man blind vertrauen, aber in der Regel google ich mittlerweile bzw. sehe in den entsprechenden Literaturchouchen nach.

Was mich auch oft ärgert ist, wenn die Klappentexte nicht nur einfach den Inhalt verfälschen, wie es Toma oben schrieb, sondern teils inhaltlich komplett falsch sind. Erst vor kurzem hatte ich ein Buch in der Hand, das auf dem Klappentext die handelnden Figuren frisch-fröhlich durcheinanderwirbelte und dann die Handlungsstränge der einen Person einer anderen zuordnete. Am schönsten fand ich vor vielen Jahren die Texte zu zwei Büchern von Joan Wolf, da hatte man schlicht die Klappentexte miteinander vertauscht: Die Figuren auf dem Buch hatten die richtigen Namen, aber die Handlung des jeweils anderen Romans verpasst bekommen.

Yes, england, boy! A big, damn foggy island nor-nor-east of ushant. Think, you can find it?

trude AW: Covergestaltung und Klappentexte 18.11.2009, 16:41 Uhr
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Was haltet ihr eigentlich von den guten alten Ledergebundenen Folianten, die man in alten Bibliotheken findet?

Das wären doch auch schicke Cover für Histos. O K vielleicht nicht gerade einfallsreich, und es müßte ja auch nicht Leder sein, Lederoptik reicht auch, aber ich finde die sehen wirklich schick aus.
Es gäbe keine sich ständig wiederholenden roten Hintergründe mit zerstückelten Portraits (im übrigen 10 von 30 bei der langen Lesenacht in Bergedorf) mehr. Dafür müßte jedes Buch für sich überzeugen, da man am Äußeren nicht erkennen kann, welches Zeitalter vielleich drin sein könnte.
Die Gegner der allgemeinen Uniförmität schreien jetzt sicher laut auf, aber im Regal sieht das dann sicherlich wieder anderst aus, wenn die Buchrücken eine gewisse ähnlichkeit vorweisen können, statt am Ende einen Flickenteppich von allen möglichen Farben zu haben.

So steinigt mich, aber das wäre meine Idee.
adhara AW: Covergestaltung und Klappentexte 18.11.2009, 16:50 Uhr
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@Trude *grinst*
Nein, keine Steine, eine weiterführende Idee: Die Krimis könnten ja in dunkle Lederoptik gekleidet sein, die Histos beispielsweise in bläuliche, die Frauenliteratur in leicht pinkene....
tweedy39 AW: Covergestaltung und Klappentexte 18.11.2009, 16:52 Uhr
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@trude

das würden wir nie tun *zwinkert* *grinst breit*

Interessante Idee, habe ich mir noch keine Gedanken drüber gemacht, würde aber sicherlich gut aussehen.

Ich stimme aber teilweise mit MariaAmalia zu, dass die Histo´s mit den erwähnten Covern tatsächlich meistens "leichtes Lesefutter" ist und der Verlag sich daher auch nicht die Mühe macht das Cover anspruchsvoller zu gestalten. Wenn man mal etwas abseits schaut, sehen die Cover gleich ganz anders aus.

Jetzt dürft ihr mich auch steinigen *grinst breit*

Die entscheidenden Probleme, die wir haben, können nicht auf derselben Denkebene gelöst werden, auf der wir sie erschaffen haben - Albert Einstein -

trude AW: Covergestaltung und Klappentexte 18.11.2009, 19:04 Uhr
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adhara,
pinkes Leder sied aber eher nach was anderem aus wie nach "Frauenliteratur" *pfeift*

und wo wir gerade bei den Farbspielerein sind würde ich für Histos doch natubelassenes Leder vorziehen, das grabbelt sich so schön ab, und wirkt dann erst richtig historisch.
adhara AW: Covergestaltung und Klappentexte 18.11.2009, 21:22 Uhr
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*grinst breit* Naturbelassen ist gut *zwinkert* Einverstanden!

Aber Pink muss sein: Die Bücher sind heute ja auch alle pink (oder fast alle, aber es ist schöner, zu verallgemeinern)
tassieteufel AW: Covergestaltung und Klappentexte 19.11.2009, 09:28 Uhr
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So viele Cover mit zerteilten Damen habe ich gar nicht, das mag auch dran liegen, das ich doch eher historische Krimis lese, aber auch hier ist es oft so, daß das Cover meist gar nichts mit dem Inhalt zu tun hat ( ebenso wie übrigens die Titel der Bücher,aber das ist wohl ein Thema für sich!) und über Klappentexte ägere ich mich regelmäßig, wobei ich wie einige hier, darauf schon gar nicht mehr achte und mir meine Anregungen im Internet hole oder erst mal schaue, was Leute, die meinen Lesegeschmack teilen, über ein bestimmtes Buch sagen.
Was mich wirklich ärgert ist, wenn Verlage bei Buchreihen die Covergestaltung und teilweise sogar das Buchformat ändern, wie z.B. bei Alys Clare, die ersten Teile der Reihe haben mir sehr gut gefallen und hatten auch einen Bezug zum Mittelalter, aber die letzten Bände.......na da sag ich lieber nix mehr zu. Natürlich stimmt es, das es auf den Inhalt ankommt, aber das Auge liest eben doch mit! Zumindest bei mir.

Aber man soll ja nicht nur meckern! *grinst breit* *grinst breit* eine sehr schöne Covergestaltung gibt es u.a. bei den Büchern von Simon Beaufort, da gebe ich zu habe ich den ersten Teil deshalb gekauft, weil mir das Cover gleich ins Auge gefallen ist und mir so gut gefallen hat und bis jetzt sind alle erschienenen Teile der Reihe gleich gestaltet, vielleicht gibt es ja noch Hoffnung!

lg tassie

Der wahre Zweck eines Buches ist, den Geist hinterrücks zu eignem Denken zu verleiten. -Christopfer Morley-

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