Rund ums Genre Historischer Roman » AW: Covergestaltung und Klappentexte (Seite 3)
| anath | AW: Covergestaltung und Klappentexte | 19.11.2009, 15:02 Uhr |
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Ich fang mal mit Beispielen an, die ich für durchaus gelungen halte , als da wären z.B. die Langustier- Krimireihe von Tom Wolf oder die Fidelma-Reihe von Peter Tremayne. Erstere erscheint im berlin.krimi.verlag, greift zur Covergestaltung auf Bilder von Adolph Menzel zurück und die Klappentexte sind aufschlußreich und zu 99% zutreffend. Fidelma erscheint bei Aufbau (atv),hat eine graphische Gestaltung mit keltischen Motiven,Klappentexte sind m.M. nach brauchbar. Auch die Erstausgaben der Cadfael-Reihe haben mir gut gefallen - bis auf den einen oder anderen Übersetzungsausrutscher,aber damit kann ich leben.Die Umschlaggestaltung und die Klappentexte waren nicht verkehrt. Besonders gut haben mir die Richter Di-Bücher gefallen, die mit Bildern illustriert sind, die der Autor höchstselbst hergestellt hat. Alle meine Beispiele haben eins gemeinsam :Es sind Krimi-Reihen, die vom Verlag langfristig angelegt wurden und bei denen es sich dann offenbar "lohnt", etwas mehr für die Gestaltung auszugeben. Aber auch in solchen Fällen kommt's drauf an, welcher Verlag da seine Hände im Spiel hat. Die Bücher von Lindsey Davis erscheinen neuerdings in einem durchaus interessanten Outfit,überhaupt nicht mit irgendwelchen historisierenden Gemäldeausschnitten geschmückt, und das macht rein optisch auf mich einen guten Eindruck. Allerdings haut ansonsten so einiges nicht hin bei dieser Reihe,gröbstes Beispiel ist wohl "Eine Jungfrau zuviel".Wie man aus "One virgin too many" auf DIESEN deutschen Titel kommt bleibt wohl auf ewig Geheimnis des Übersetzers und des Droemer-Knaur Verlages. Egal ob Richter Di,Langustier oder Fidelma : Die Covergestaltung zeigt genau, um welche Zeit es geht,um welchen Ort. Das gefällt mir gut. Ich überlege die ganze Zeit, welches Buch es konkret betrifft, aber es fällt mir partout nicht ein. Krönendes Beispiel der Lieblosigkeit war für mich das "Coverrecycling". "Im Namen Caesars" aus der SPQR-Reihe hat so ein historisierendes Cover,ganz nett. Nun habe ich vor einiger Zeit ein Buch (das, was mir gerade überhaupt nicht einfällt!) aus einer anderen Rom-Krimi-Reihe mit exakt dem gleichen Cover gekauft. "Tod eines Centurio" und "Der Fluch des Volkstribuns" stammen gar beide aus der SPQR-Reihe und sind mit ganz genau dem gleichen Bild vorne drauf erschienen. Schwache Kür, lieber Piper-Verlag ! Vergeben und vergessen ? Ich bin weder Jesus noch habe ich Alzheimer ! |
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| toma | AW: Covergestaltung und Klappentexte | 19.11.2009, 15:52 Uhr |
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Ich finde die Cover der Mitchel/Markby-Serie von Ann Granger wunderschön. Die Bücher selbst haben mir auch ganz gut gefallen, zumindest die ersten, zuletzt nahmen die persönlichen "Probleme" der Beiden ... vor allem die "mädchenhafte" Unenschlossenheit der Dame ... etwas zuviel Raum ein |
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| tassieteufel | AW: Covergestaltung und Klappentexte | 19.11.2009, 18:50 Uhr |
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@toma mir haben die Cover der Mitchel&Markby Reihe auch sehr gut gefallen, vom Inhalt ging es mir allerdings ähnlich wie Dir, zum Schluß wurde mir dieses private hin und her Geeiere einfach zu viel und hat doch sehr genervt.... Der wahre Zweck eines Buches ist, den Geist hinterrücks zu eignem Denken zu verleiten. -Christopfer Morley- |
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| Restitutus | AW: Covergestaltung und Klappentexte | 19.11.2009, 20:09 Uhr |
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gröbstes Beispiel ist wohl "Eine Jungfrau zuviel".Wie man aus "One virgin too many" auf DIESEN deutschen Titel kommt bleibt wohl auf ewig Geheimnis des Übersetzers und des Droemer-Knaur Verlages. Entschuldige? Mir scheint das genau die korrekte Übersetzung zu sein.
Wie eingangs schon die Vertreterin des Fischer-Verlags zitiert wurde: Das Arsenal römischer Motive ist begrenzt. Ich kann gar nicht mehr zählen, auf wie vielen Umschlägen und sonstigen Objekten mir schon diese pompeiianische Frau, die an ihrem Schreibwerkzeug nagt, begegnet ist - gerade heute sah ich sie wieder auf dem Latein-Kalender 2010, den ich für meine Tochter kaufen wollte! Ad Astra, Restitutus "Bei schriftstellerischen Arbeiten erholt man sich nicht, das kann ich Dir aus zehnjähriger Erfahrung für gewiß versichern, und bei Lieblingsarbeiten verdient man wenig." - Friedrich von Schiller an Christian Gottfried Körner, 4.10.1792 |
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| Larna | AW: Covergestaltung und Klappentexte | 19.11.2009, 22:05 Uhr |
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Interessant ist auch, dass viele Hardcover einfach hinreißend sind, mit tollen Motiven, aber die TB-Ausgaben dann völig daneben gehen. Ein Beispiel: "Das Haus Gottes" von Charlotte Lyne. Ein soo tolles Buch als HC, herlliche Aufmachung, mal was ganz anderes. Das TB ist vom Cover her nur gruselig, passt überhaupt nicht zu dem tollen Buch. Auch unser diesmonatiger Historikus "Das Vermächtnis des Marty Barbany" oder Hiobs Brüder sind schöne HC-Ausgaben. Ich bin gespannt und etwas ängstlich, was da wohl als TB heraus kommt. Lieben Gruß Larna "Lieber Orangenhaut als gar kein Profil" (Ina Müller) |
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| Restitutus | AW: Covergestaltung und Klappentexte | 20.11.2009, 08:39 Uhr |
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TBs müssen halt billig produziert und teuer verkauft werden. "Bei schriftstellerischen Arbeiten erholt man sich nicht, das kann ich Dir aus zehnjähriger Erfahrung für gewiß versichern, und bei Lieblingsarbeiten verdient man wenig." - Friedrich von Schiller an Christian Gottfried Körner, 4.10.1792 |
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| tweedy39 | AW: Covergestaltung und Klappentexte | 20.11.2009, 13:18 Uhr |
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Da fällt mir Agnes Imhof - Die Königin der Seidenstraße ein. HC hell und schön und das Taschenbuchcover gefällt mir gar nicht. Wobei hier bei den Neuerscheinungen glaube ich ein anderes Cover zu sehen war, als es jetzt tatsächlich der Fall ist.
Die entscheidenden Probleme, die wir haben, können nicht auf derselben Denkebene gelöst werden, auf der wir sie erschaffen haben - Albert Einstein - |
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| olympia | AW: Covergestaltung und Klappentexte | 20.11.2009, 16:34 Uhr |
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TBs müssen halt billig produziert und teuer verkauft werden. Also diese Aussage hinkt aber schon. Das Motiv macht den Druck ist ja nicht teurer oder billiger! Larnas Beispiel mit Charlies Roman ist da wirklich beispielgebend. Klar, das TB wurde von einem anderen Verlag herausgegeben, aber ein Buch sooo entsetzlich zu verunstalten, da gehört schon wirklich etwas dazu! Bei "Hiobs Brüder" hatte ich vorab als Rezensionsausgabe ein TB erhalten (das HC wurde nachgeliefert) und dies war 1:1 dem HC nachempfunden. Allerdings war in der Rezensionsausgabe auch noch ein ausführliches Interview mit der Autorin, was im HC leider fehlt. Nicht ganz verständlich... Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Jeder meint, dass er genug davon hat. R. Descartes |
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| Restitutus | AW: Covergestaltung und Klappentexte | 20.11.2009, 17:18 Uhr |
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TBs müssen halt billig produziert und teuer verkauft werden. Für Lizenzen an Bildern gibt es keine Einheitspauschale. Da nimmt man das, von dem man hofft, dass es sich wirtschaftlich rechnet und was man lange genug nicht mehr verwendet hat. "Bei schriftstellerischen Arbeiten erholt man sich nicht, das kann ich Dir aus zehnjähriger Erfahrung für gewiß versichern, und bei Lieblingsarbeiten verdient man wenig." - Friedrich von Schiller an Christian Gottfried Körner, 4.10.1792 |
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| tassieteufel | AW: Covergestaltung und Klappentexte | 20.11.2009, 17:39 Uhr |
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bei der Covergestaltung der Verlage ist m.M. nach auch ein Teil Bequemheit dabei, einfach den Einheitsbrei auf die Cover und fertig! In Zeiten von moderner Computertechnik und Bildbarbeitungs- oder Grafikprogrammen läßt sich ohne großen Aufwand auch für einen Laien was tolles zusammenbastlen, was hätten da erst Verlage für Möglichkeiten auch ohne teuren Grafiker... Der wahre Zweck eines Buches ist, den Geist hinterrücks zu eignem Denken zu verleiten. -Christopfer Morley- |
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