Rund ums Genre Historischer Roman » AW: Was mögt Ihr/mögt Ihr nicht an Buchreihen? (Seite 2)
| arno | AW: Was mögt Ihr/mögt Ihr nicht an Buchreihen? | 03.09.2010, 14:08 Uhr |
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Mir geht es fast wie den meisten, Krimireihen ja. Triologien wenn sie von vornherein so angelegt sind,ja. Aber wenn auf einen Verkaufsschlager der Autor vom Verlag gedrängt wird Folgeromane zu schreiben ist das für mich eine Ausnutzung des Lesers und des Autors. Ich bin für freie Leser und auch für freie Autoren. Arno Gäbe küssen Flecken, wären alle Mädchen Schecken ;-) Freien gehet vor tanzen, sagte die Maid und nahm sich einen lahmen ;-) |
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| Susannah | AW: Was mögt Ihr/mögt Ihr nicht an Buchreihen? | 03.09.2010, 15:50 Uhr |
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Ich persönliche liebe Reihen - besonders bei Krimis. Tassie hat es ja angesprochen: dieses Weiterentwickeln der Figuren, dieses Mitaltern, das gefällt mir unheimlich gut. Es bringt mir die Figur näher, und gleichzeitig kann ich an ihr auch mal neue Seiten entdecken. Und dann bin ich immer wieder erstaunt, weil ich dachte, ich hätte diese Figuren verstanden ... Allerdings beschränkt meine Serien-Liebe auch größtenteils auf Krimis - einfach weil dann immer etwas Neues hinzukommt. Das Niveau einer Serie zu halten ist in meinen Augen dennoch ungleich schwerer - eben weil der Leser vieles schon kennt. Da ist es fast unmöglich, sich zu wiederholen. Ich freue mich immer, wenn ich zwischendrin (nie nacheinander!) mal wieder ein Serienbuch heruaskrame. Es ist dann ein bisschen wie "nach Hause kommen". Vertraut, heimisch, und trotzdem spannend. Ich liebe es "Ich bin doch kein Butterdieb!" (Prof. Dr. Karl-Friedrich Boerne) |
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| aida | AW: Was mögt Ihr/mögt Ihr nicht an Buchreihen? | 03.09.2010, 17:12 Uhr |
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Pauschal kann ich dazu nicht antworten. Es gab schon Fortsetzungen, die fand ich einfach nicht gut und war enttäuscht, wenn ich den Vorgänger gemocht habe. Vielleicht lag das auch an meiner entsprechend hohen Erwartungshaltung ? Was aber auch nicht sein kann, denn andererseits gibt es auch Reihen oder Fortsetzungen, bei denen mir alle Teile gefallen haben. Allerdings sind 5-6 Bücher mein persönliches Maximum für eine Buchreihe. Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste. Heinrich Heine |
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| tweedy39 | AW: Was mögt Ihr/mögt Ihr nicht an Buchreihen? | 03.09.2010, 17:44 Uhr |
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Ich habe ja auch einige Reihen im Regal stehen, habe aber meistens nach spätestens Band 4 die Lust verloren und stelle bei meinem Kaufverhalten fest, ich lese Auftakt einer Reihe, dann werde ich vorsichtig, nicht immer, aber immer öfter Die entscheidenden Probleme, die wir haben, können nicht auf derselben Denkebene gelöst werden, auf der wir sie erschaffen haben - Albert Einstein - |
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| anath | AW: Was mögt Ihr/mögt Ihr nicht an Buchreihen? | 03.09.2010, 23:57 Uhr |
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Wenn ich einmal auf eine Serie "aufgesprungen" bin, dann muß ich alle Bücher haben ! Gegen diese Sucht gibt es nur ein Gegenmittel : Ebbe im Portomonnaie ! Seit ich Lindsey Davis' Falco-Reihe entdeckt habe, sammle ich die Bücher zusammen, drei fehlen immer noch. Das liegt einfach daran, daß sie überall zwischen 35 und 45 Euronen kosten, egal wo ich gucke. Und das ist dann eben Ende der Fahnenstange so viel Geld gebe ich nicht für ein TB aus, nicht mal für die Platin-Edition ! Aber ansonsten : Ich liebe Krimi-Reihen, ich laß mich gerne immer wieder auf den gleichen Ermittler ein und ich stelle fest, daß sich das gerade bei guten historischen Krimis lohnt. Buch für Buch erweitert sich der Blickwinkel auf die Zeit, entsteht ein breites Panorama wo ein einzelnes Buch nur einen kleinen Einblick gewährt. Und da gibt es eine ganze Menge guter Serien. Mit der Zeit lernt man den Ermittler immer besser kennen, trifft immer wieder alte Bekannte. Bei Bruder Cadfael sind es eben nicht nur Sheriff und Klosterbrüder sondern auch Hauptprotagonisten aus früheren Büchern, die immer mal wieder in Nebenrollen auftauchen und ich freu mich dann immer, mal wieder von ihnen zu hören. Problem sind eigentlich die jungen Männer. Einige Krimi-Reihen basieren auf dem Prinzip Junger-Mann-mit-wenig-Geld-spielt-Detektiv. Diese jungen Männer sind dann unkonventionell, müssen sich irgendwie durchschlagen, lassen keine Prügelei aus, verlieben sich...Irgendwann im Laufe der Reihe ereilt sie dann das Alter. Sie haben geheiratet, sie werden gesetzter, mittlerweile hat sich auch ein gewisser Wohlstand breit gemacht. Da wird's dann schwierig, denn wilde Hetzjagden und Boxkämpfe werden unglaubwürdig und nach getaner Arbeit kehrt der Held in sein wohlgeordnetes Heim zu Weib und Kind zurück, läßt die Standpauke seiner Angetrauten über sich ergehen ("Ich hab's dir gleich gesagt, du wirst langsam zu alt für den Scheiß !") und beschließt, nie wieder....bis zum nächsten Buch. Aber das kauf ich dann auch wieder - ich will ja wissen, wie's weiter geht ! Vergeben und vergessen ? Ich bin weder Jesus noch habe ich Alzheimer ! |
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| tassieteufel | AW: Was mögt Ihr/mögt Ihr nicht an Buchreihen? | 04.09.2010, 01:07 Uhr |
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@anath dem kann ich nichts weiter hinzufügen außer: was Krimireihen betrifft bist Du wohl mein Klon Der wahre Zweck eines Buches ist, den Geist hinterrücks zu eignem Denken zu verleiten. -Christopfer Morley- |
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| Larna | AW: Was mögt Ihr/mögt Ihr nicht an Buchreihen? | 04.09.2010, 13:28 Uhr |
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Ich lese durchaus auch gerne Reihen, egal, ob Krimi oder nicht. Allerdings ist es mir mittlerweile auch lieber, wenn die Serien überschaubar sind, also keine endlose Aneinanderreihung von Bänden. Die "Schwester Fidelma Reihe" von Peter Tremayne ist mir eigentlich schon zu lang, mir ist mittlerweile die Puste ausgegangen. Ausnahmen sind Reihen, wo ich beim Erscheinen des zweiten oder dritten Bandes eingestiegen bin und die Nachfolgebände dann gemütlich bei Erscheinen kaufen kann. Trilogien mag ich auch, besonders, wenn sie von Anfang an auf drei Bände ausgelegt waren. Außerdem müssen mich auch die Nachfolgebände überzeugen, ein Buch, das nur geschrieben wurde, um an dem Erfolg anzuknüpfen, mag ich auch nicht. Ausnahme: Kathy Reichs Bücher um die forensische Anthropologin Tempe Brennan. Die Bücher sind mittlerweile nicht mehr so gut, wie die ersten Bände, trotzdem kaufe ich mir jedes neue Buch, einfach, weil ich doch wissen will, wie es weitergeht. Generell mag ich an Serien, dass man die Protagonisten auf ihrem Lebensweg begleitet, das man mit erlebt, wie sich auch privat weiter entwickeln. Dabei sollte ein gesundes Mittelmaß zwischen Privatleben und eigentlicher Story geschaffen werden. Lieben Gruß Larna "Lieber Orangenhaut als gar kein Profil" (Ina Müller) |
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| Keera | AW: Was mögt Ihr/mögt Ihr nicht an Buchreihen? | 04.09.2010, 19:20 Uhr |
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Ich liebe Serien!!!!!! Ich mag es einfach, die Menschen länger zu begleiten als nur ein Buch lang. Ich liebe es, zu sehen, wie sie sich entwickeln und wie ihr Leben weitergeht.
keera |
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| UlfSchiewe | AW: Was mögt Ihr/mögt Ihr nicht an Buchreihen? | 05.09.2010, 11:46 Uhr |
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Eigentlich bin ich nicht so ein großer Freund von Serien, weil dem Autor und den Figuren irgendwann einmal die Puste ausgeht und alles beginnt, etwas mechanistisch zu wirken. Schlimmer sind meist noch die, wo an einen kommerziellen Erfolg mit Krampf irgendwelche Fortsetzungen angehängt werden. Es ist, glaube ich, für einen Autor besser, mit einem frischen Thema neu zu beginnen. Als Autor habe ich natürlich selbst auch das Problem. Fortsetzung oder nicht. Nach dem "Bastard von Tolosa" hätte es eine ganze Reihe von Fortsetungsmöglichkeiten gegeben. Mein Jaufré hätte auch noch weitere Abenteuer bestehen können. Aber das wollte ich aus oben genannten Gründen nicht. Allerdings habe ich bei der Arbeit an diesem Buch eine Liebe für die Epoche und auch für die Geographie entwickelt. Ich bin ja eh ziemlich francophil und hatte deshalb Lust, meine provenzalischen Abenteuer aus dem 12 Jh. weiterzuspinnen. Durch die Recherche in wissenschaftlichen Werken war ich schon vorher auf Ermengarda von Narbonne aufmerksam geworden. Ihre Geschichte hat mich fasziniert. Und da Epoche und Ort stimmten, habe ich Figuren aus dem ersten Buch mit eingeflochten. Es ist also keine Fortsetzung und doch ein Verbund, wenn man will, ein sanfter Übergang. Während das erste Buch stark den Ersten Kreuzzug thematisiert, spielt das zweite vor dem Hintergrund der Welt der Troubadoure, beinhaltet aber das Heranreifen einer jungen Frau zur Herrscherin in einer Welt voller politischer Intrigen und Machtkämpfe. Bei dem Dritten, über das ich gerade nachdenke, schwebt mir ein weiteres, aber dann letztes Buch provenzalischer Abenteuer vor. Wieder eine ganz andere Geschichte, die aber ebenfalls Figuren aus dem Zweiten weiterleben lässt. Ich hab da auch schon das passende Szeneario. Ich hoffe, der Verlag spielt mit. Liebe Grüße Ulf "Der Bastard von Tolosa", Droemer 2009 "Die Comtessa", Droemer 2011 (April) www.ulfschiewe.de http://ulfschiewe.wordpress.com |
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| Eremita | AW: Was mögt Ihr/mögt Ihr nicht an Buchreihen? | 06.09.2010, 11:41 Uhr |
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Die Hebammen-Trilogie von Sabine Ebert blieb über 3 Bücher spannend und auch die beiden Bücher von Sabine Weiß über Madame Tussaud. Auch die Histo-Krims von Ariana Franklin über die Totenärztin Adelia sind klasse. Bei den "Wanderhuren"-Bücher von Iny Lorentz war spätestens bei der "Tochter der W.", die Luft raus. Also: Bitte aufhören wenn es am schönsten ist und nicht jedes Thema oder jede Figur bis auf den letzten Tropfen auspressen. "Wenn Gott den Menschen misst, legt er das Maßband nicht um die Taille, sonderm um das Herz." Sr. Gaudentia Bröcker, Ordensschwester/Clemensschwester |
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