Rund ums Genre Historischer Roman » AW: Fortsetzung Diskussion über Rezensionen etc. (Seite 7)

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UlfSchiewe AW: Fortsetzung Diskussion über Rezensionen etc. 21.01.2011, 09:50 Uhr
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Ich glaube, Oliver Pötzschs Bücher verkaufen sich gut. Und ich vermute, in den Nachfolgeromanen hat er die weibliche Figur mehr in den Vordergrund gerückt. Denn natürlich schielt man auch als Autor auf die Verkaufszahlen. Davon kann sich keiner frei machen. Wie weit man sich vom Verlag bezüglich Inhalt beeinflussen lässt, ist jedem überlassen. Ich kann für mich sagen, dass ich in dieser Beziehung keinerlei Druck bekommen habe. Niemand hat mir Empfehlungen gegeben, was ich schreiben soll.

Was das Marketing betrifft, so bemühen sich die Verlage eher um ihre Bestseller, weil sie dort das investierte Geld am Besten aufgehoben sehen, um Umsatz zu machen. Das ist verständlich, schließlich haben sie nicht unbegrenzte Mittel, um jedes Buch zu puschen. Andere Bücher, die nicht in die erste Riege gehören, wie zum Beispiel neue Autoren, da wird ein Buch gestaltet, auf den Markt gebracht und dann schaut man zu, wie's so läuft. Da wird nichts weiter gemacht. Das Buch muss sich sozusagen selbst durchkämpfen.

Und dieses Sich-Selbst-Durchkämpfen ist natürlich beschwerlich, wenn der Autor noch unbekannt ist. Egal wie hübsch das Cover ist, der Buchhändler und oft auch der Leser greifen halt zum Bekannten und Altbewährtem. Deshalb verkaufen sich solche Bücher während der ersten drei Monate einigermaßen und verschwinden dann in der hintersten Ecke in irgendeinem Regal, außer sie haben solch schreiende Titel und Aufmacher, dass sie schon allein deshalb oft gekauft werden. Und hier haben die weiblichen Heldinnen, die "...INNEN" bisher besser abgeschnitten, als andere Titel, weil viele Leserinnen gerne über starke Frauen lesen. Es muss etwas dran sein, sonst würde es nicht so oft wiederholt.

In meinem Fall, nun bin ich ein männlicher Autor (schon mal weniger gut), habe einen etwas sperrigeren Titel ("Der Bastard von Tolosa" - wo zum Teufel ist Tolosa?), habe einen männlichen Prota (gar nicht gut), da kommt auch noch viel Kriegsgetümmel drin vor und weibliche Protas stehen auch eher in der zweiten Reihe. Man muss sich wundern, dass der Verlag mich genommen hat.

Das Gute ist, dass die Leser das Buch in großer Zahl sehr positiv bewerten und dass es sich langsam, langsam immer mehr herumspricht. Das kann man an den Amazon-Verkäufen erkennen. Es scheint sich wachsender Beliebtheit zu erfreuen, obwohl es als Hardcover ja nicht ganz billig ist. Ich kann also nur hoffen, dass sich der Trend fortsetzt, denn von Seiten des Verlags kommt nichts in punkto Marketing. Die Ausnahme ist die neue Weltbildausgabe, die von Weltbild seit 2 Monaten aktiv im Internet beworben wird. Das wird sicher helfen. Und ich glaube, ein zweites Buch, wie jetzt bald "Die Comtessa", hilft auch, eine gewisse Bekanntheit zu entwickeln.

Wie natürlich auch meine Freunde in den Foren (so wie hier), wo ich mich beteilige, wenn ihnen denn meine Kost gefällt. *grinst*

Aber allgemein ist es so, dass man als Autor für das Lesevergnügen seiner Leser hart arbeiten muss und dafür wenig Unterstützung selbst vom Verlag erhält. Dabei kann man sich schon glücklich schätzen, überhaupt verlegt zu werden. Also Marketing, das kommt in der Hauptsache vom Leser selbst.

LG
Ulf

"Der Bastard von Tolosa", Droemer 2009 "Die Comtessa", Droemer 2011 (April) www.ulfschiewe.de http://ulfschiewe.wordpress.com

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paperbackwriter AW: Fortsetzung Diskussion über Rezensionen etc. 22.01.2011, 12:19 Uhr
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Also, Iris´und meine Goldspinnerin verkauft sich sehr gut, dafür, dass das Buch erst seit Ende August auf dem Markt ist. Für die Fortsetzung, die im kommenden August erscheint, wollte der Verlag keinen " ...in"-Titel, was wir auch gut fanden (obwohl der Titel "Die Goldspinnern" unsere Idee war - und wir stehen dazu *zwinkert* ). Auch mit dem Cover waren wir mehr als zufrieden - kein Torso, sondern eine ganze Frau mit der Lübecker Silhouette im Hintergrund, bzw am oberen Rand. Die Club-Ausgabe sieht total anders aus: untere Hälfte Ansicht von Lübeck mit Holstentor, oben ein bisschen Frau (Schulter, Hand und Mund)

Peter
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