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tweedy39 Pseudonyme 24.01.2012, 19:52 Uhr
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Im Moment veröffentlichen viele Autoren aus dem historischen Bereich Romane unter Pseudonymen im Genre "Fernweh/Sehnsuch/Auswanderersagas. Einige Pseudonyme sind bekannt, andere nicht.

Ich stell mir gerade die Frage ob man den Stil des jeweiligen Autoren "rauslesen kann". Bei Isabel Beto hatte ich keinen Vergleich. Bei Carmen Lobato habe ich anhand der Leseprobe das Gefühl gehabt ja den Stil kenne ich. Und bei Elena Santiago werde ich das mal testen*grinst*

Wie seht ihr das?

Bei Carla Federico hatte ich auch keinen Vergleich. Bei Sofia Caspari fand ich den Stil weniger anspruchsvoll, etwas weichgespülter als die historischen Romane.

Sind ja schon ne ganze Menge Autoren *ist sehr überrascht*

Mich würde mal Eure Meinung interessieren. *grinst*

Die entscheidenden Probleme, die wir haben, können nicht auf derselben Denkebene gelöst werden, auf der wir sie erschaffen haben - Albert Einstein -

Stefanie80 AW: Pseudonyme 24.01.2012, 22:32 Uhr
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Carla Federico ist ja Julia Kröhn. Ich kenne ihre historischen Romane, die sie als Julia Kröhn schreibt, aber auch ihre Chile Auswanderer-Saga. Dazu muss ich sagen, dass mir ihre Mittelalter-Romane viel besser gefallen. Die Chronistin ist für mich eines der besten Bücher überhaupt, genauso wie die Regentin. Dazu sind mir ihre Chile-Romane, wie du so schön ausdrückst, Tweedy, zu weichgespült. Sie sind immer noch gut, ich glaube Julia Kröhn kann gar nicht schlecht schreiben, doch im Vergleich ist mir Julia Kröhn allemal lieber als Carla Federico. Das werden wahrscheinlich sehr viele Leser anders sehen, für die sie diese Bücher wohl auch schreibt.
Nach dieser Erfahrung habe ich mir das Buch von Sofia Caspari (deren Bücher als Kirsten Schützhofer, ich sehr mag), gar nicht erst gekauft.
Stefanie80 AW: Pseudonyme 24.01.2012, 22:40 Uhr
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Ach ja, du fragst ja, ob der Stil zu erkennen sei. Eigentlich nur, weil ich schon wusste wer die Autorin ist. Ich erkannte ihn wirklich nur in Ansätzen. Wenn ich da an die Chronistin denke, wie eindringlich Julia Kröhn schreibt, sich getraut über eine alles andere als symphatische Protagonistin, vollkommen abseits vom Mainstream, zu schreiben, das kann ich in den Chile-Romanen nicht finden.
CharlieLyne AW: Pseudonyme 25.01.2012, 07:41 Uhr
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Stefanies Satz haette von mir stammen koennen: Nein, ich glaube, Julia Kroehn kann wirklich kein schlechtes Buch schreiben.
An ihre Fantasy-Buecher habe ich mich noch nicht herangewagt, weil ich vor dem Genre "Urban Fantasy" wirklich eine geradezu phobische Furcht verspuere, aber im Grunde bin ich sicher: Von Julia Kroehn koennte ich auch die woechentliche Einkaufsliste kaufen und waere erfreulich ueberrascht.
Ja, auch ich mag die Original-Kroehns viel, viel lieber als die Federicos - aber die Federicos gehoeren fuer mich (!!!) immer noch zum Besten, was das Genre zu bieten hat. Und in ihrem Untergenre sind sie bisher die einzigen Buecher, die ich (gern!) zu Ende gelesen habe.
An Julia Kroehn gefaellt mir besonders (und deshalb werde ich - schon aus Neugier - um ihre Fantasy-Romane irgendwann nicht herumkommen), dass sie sich zum einen voellig professionell und geschmeidig jedem Genre anpassen kann, dass sie aber innerhalb dieser Grenzen unbekuemmert ihre voellig eigene Geschichte erzaehlt. Sie ist einfach eine geborene Geschichtenerzaehlerin - und eine, die mit viel Fleiss und Energie daraus das Allerbeste macht.

Eine sehr kluge Kollegin, die Julia Kroehn gut kennt, hat mal zu mir gesagt: "Wenn du zu der Julia sagst: Schreib mal'n Gedicht, dann macht die dir das auch noch - und sie macht es gut."

Ich glaube, damit hat sie recht.

Auf Isabel Betos Roman bin ich sehr gespannt (und bin froh, dass ihr mir hier zugeraten habt), weil ich Sabine Wassermanns Roman "Das Zeichen des Ketzers" ganz besonders mochte. Nun freue ich mich darauf, zu erfahren, wie sie mit diesem Untergenre umgeht.

Herzliche Gruesse von Charlie

Codename "Max" 28. Januar 2012

adhara AW: Pseudonyme 25.01.2012, 11:17 Uhr
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@Charlie
Ich fand Isabel Betos Roman sehr schön - auch wenn mir ein paar ganz wenige Wendungen denn doch etwas zu dick aufgetragen waren. Da bin ich aber gespannt, was Du dazu sagst.

Carla Federico konnte mich ebenfalls überzeugen, ich finde ihre Chile-Saga eindringlich erzählt. Und die Geschichte an sich strotz meiner Meinung nach auch nicht vor Weichspülerei.

Auf Sofia Caspari bin ich ebenso gespannt (ich habs zwar hier liegen, aber noch nicht gelesen) wie auf Carmen Lobato *zwinkert* ... den erwarte ich mit grosser Ungeduld!
CharlieLyne AW: Pseudonyme 25.01.2012, 12:29 Uhr
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Sofia Caspari, ja, die darf nicht vergessen werden. Da geht es mir wie bei Julia Kroehn: Zwar mag ich die Schuetzhofers lieber, die sind mehr "mein Ding", aber Kirsten kann gar kein schlechtes Buch schreiben.

Herzliche Gruesse von Charlie

Codename "Max" 28. Januar 2012

Stefanie80 AW: Pseudonyme 25.01.2012, 12:35 Uhr
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Carla Federico konnte mich ebenfalls überzeugen, ich finde ihre Chile-Saga eindringlich erzählt. Und die Geschichte an sich strotz meiner Meinung nach auch nicht vor Weichspülerei.


Sie strotzt sicher nicht vor Weichspülerei, das wollte ich nicht damit sagen. Doch ist sie gegenüber den Julia Kröhn Romanen - für MICH - doch etwas glatt gebügelt. Das ist auch vollkommen in Ordnung. Vor allem wenn sie damit ein größeres Lese-Publikum erreichen kann. Wie Charlie schon geschrieben hat, sie sind natürlich noch immer viel besser als so manches andere, dass das Genre zu bieten hat. Das was ich geschrieben habe, soll keinerlei Wertung sein, nur mein ganz höchstpersönlicher Geschmack.

dumassa AW: Pseudonyme 25.01.2012, 12:45 Uhr
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Das mit den Pseudonymen finde ich fürchterlich anstrengend, z. B. die vielen Decknamen von Eric Walz, Iny Lorentz oder Tessa Korber. Wenn dann die Pseudonyme auch noch etwas Exotisches oder Nicht-Deutsches vorgaukeln sollen, bekommt's ein Geschmäckle. Eine Südsee- oder Südamerika-Saga von Hans Müller oder Maria Meier ist geradezu undenkbar. Warum eigentlich?

LG Andrea

CharlieLyne AW: Pseudonyme 25.01.2012, 13:27 Uhr
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Das geht mir ganz unbedingt genauso, Stefanie!

Und trotzdem - ich hoffe, es gelingt mir, das jetzt halbwegs verstaendlich zu erklaeren - trotzdem bin ich ueberzeugt, dass eine so begabte Autorin wie Julia Kroehn von diesen Wechseln der Genres noch profitiert und daran waechst.
Auch wenn "Die Regentin", glaube ich, mein "Everlasting Favourite" von ihr bleiben wird, finde ich es bei ihrem neuen Roman "Tochter des Nordens" erstaunlich, wie diese ohnehin reich gesegnete Autorin ihre Palette erweitert hat, welche erzaehlerische Wendigkeit sie dazugewonnen hat, wie kuehn sie mit dem Stoff umgeht, ohne ihn aus der Kontrolle zu verlieren ...
JA, ich lese Julia Kroehn lieber als Carla Federico. Aber ich glaube, Carla Federico tut Julia Kroehn gut.

Ganz davon abgesehen, dass sich die Romane des einen Genres bei vielen Autoren einfach so gut verkaufen, dass die Autoren sich die Romane des anderen - uns lieberen - Genres endlich leisten koennen.

Alles Liebe von Charlie

Codename "Max" 28. Januar 2012

tweedy39 AW: Pseudonyme 25.01.2012, 13:46 Uhr
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Ich glaube auch das sich die Untergenre besser verkaufen. Es werden mehr Leserinnen angesprochen. Zwischenfazit bei Elena Santiago. Ich finde man merkt das Charlotte Thomas drin ist, was aber auch daran liegen kann, dass ich Charlotte Thomas kenne. Die Figurenzeichnung finde ich aber ähnlich, fast ein wenig überzeichnet. Die Autorin kann erzählen und schreiben ohne Frage, aber für meinen (persönlichen!) Geschmack einfach fast immer ein wenig zuviel. Wobei ich glaube das das bei Inseln im Wind durchaus so gewollt ist und Erfolg haben wird *grinst*

Die entscheidenden Probleme, die wir haben, können nicht auf derselben Denkebene gelöst werden, auf der wir sie erschaffen haben - Albert Einstein -

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