Die Histo-Couch » AW: Nanu, da stimmt was nicht... (Seite 12)
| Volker-Ralf | AW: Nanu, da stimmt was nicht... | 09.09.2009, 00:22 Uhr |
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@Arthez Auch wenn die Diskussion schon lange her ist (Januar 2009): Zur Butt/Cask/Fass-Diskussion kann ich noch was sagen: Butt ist eine alte englische Maßeinheit (ursprünglich 2 Hogsheads = 477 l), die in der vor-Napoleonischen Zeit leider auch verschiedene Größen hatte. So variiert das Butt über die Hogsheads zwischen 92 und 115 imperialen Gallonen, je nachdem ob Madeira, Sherry, Brandy oder Port abgefüllt wurde. Das Butt als Bierfass hatte sogar eine Größe von imp. 162 Gallonen = 613 l. Der amerikanische Slang-Begriff "Buttload" für eine unbestimmte große Menge, lässt auf eine korrekte Übersetzung "Gebinde" schliessen. Ich persönlich glaube aber, über den Kontext "Amontillado" ist die Sache genaustens erklärt. Amontillado ist ein Sherry, der früher in 108 Gallonenfässern = 409 l gelagert wurde. Heute sind es 600 l-Fässer. Amontillado wird und wurde aber immer in Fässern produziert, gelagert und gehandelt. Also kann auch eine korrekte Übersetzung über "das Fass Amontillado" und das Butt und auch der Begriff "Cask" nur von Fässern handeln, selbst wenn es sich um nicht genau festgelegt große Fässer handelte. Der Begriff "Gebinde" wäre mir einfach viel zu unspezifisch, zudem scheint mir zu dem altfranzösisch, italienischen und altenglischen Begriff "Butt" so ein neudeutsches Wort "Gebinde" nicht so recht zu passen... Liebe Grüße Volker |
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| ChristianA | AW: Nanu, da stimmt was nicht... | 02.04.2010, 12:13 Uhr |
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Ich kenne ein paar Bücher von Felix Dahn, und finde sie zum Teil recht unterhaltsam, und auch gut geschrieben. F. Dahn gilt, um es vorneweg zu stellen, als großer Kenner der Geschichte, und was die Beschreibung römischen Lebens an sich anbelangt, so kann man dies auch ohne weiteres unterschreiben. Aber dennoch schleichen sich bei ihm nicht nur einige wenige Fehler ein, was die historischen Abläufe anbelangt, - und die sich zum Teil auch recht stöhrend auswirken. Trotzdem liebe ich zum Beispiel sein Buch "Clodwig" oder auch "Ein Kampf um Rom". Mal ehrlich - welches Buch weist nicht zumindest einen historischen Fehler auf? Und wenn man ein kleines Detail einfach übersieht - wer ist schon unfehlbar? |
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| Cysiay | AW: Nanu, da stimmt was nicht... | 19.05.2010, 16:29 Uhr |
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nun musste ich grade schmunzeln.. ich wohn ja in Rüdesheim also mitten im Rheingau (nähe von Mainz Wiesbaden) .. nun hör ich grade das Erlkönig-Manöver von Robert Löhr. Und dort sehen die Figuren aus Gonsenheim in der Ferne Bingen Das ist leider überhaupt sowas von nicht möglich. hihi |
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| toma | AW: Nanu, da stimmt was nicht... | 19.05.2010, 16:45 Uhr |
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@Cysiay Du wohnst in Rüdesheim ? Da war ich schon sehr oft, allein 3x um Neujahr herum, denn wir haben in den letzten Jahren nach Weihnachten immer eine Woche am Rhein, oberhalb von St.Goar verbracht und die Schifffahrt nach Rüdesheim gehört zum Programm. Im Sommer waren wir aber auch schon öfter da Übrigens: ICH habe in dem Zusammenhang auch eine ähnliche Entdeckung gemacht, wie Du jetzt: In seinem Buch "Loreley" (spielt im frühen Mittelalter) lässt der Autor Kai Meyer seine Akteurin nicht nur von der Burg RHEINFELS aus den Gipfel des Felsens SEHEN... (was gar nicht geht, weil der Rhein hier eine Kurve macht).. sondern sie schafft es auch in EINER Stunde von der Burg per Kahn über den Fluss und zu Fuss AUF den Berg zu kommen |
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| Cysiay | AW: Nanu, da stimmt was nicht... | 19.05.2010, 18:44 Uhr |
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@Toma Hihi das von Rheinfels die Loreley sehen ist ja auch nett xD Die muss aber nen Knick in der Optik haben *lach* Hab grad mal nachgeschaut Gonsenheim liegt ca. 22 km von Bingen entfernt, ganz davon abgesehen das es hier ja hügelig wie Sau ist |
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| Larna | AW: Nanu, da stimmt was nicht... | 06.09.2011, 14:14 Uhr |
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*vorsichtig den Staub vom Thread pusten* Der letzte Eintrag ist ja schon etwas her, aber ich lese gerade "Der Tod des Jucundus" von Franziska Franke und bin auf den ersten Seiten über ein paar Details gestoßen, die mich irritiert haben: Da kramt der Protagonist seinen Schlüsselbund hervor um sein Kontor aufzusperren. Das Schlüssel-Schloß-Prinzip gibt es ja nun schon sehr lange, doch gab es damals tastsächlich schon einen Schlüsselbund? Ich weiß ja nicht, wieviele Schlüssel damals jeder so mit sich rumtrug, aber reichte es wirklich für einen Schlüsselbund? Seit wann wird Teer verwendet? Dort wird beschrieben, dass die Luft am Hafen nach Teer roch? Ich konnte leider bisher keine Angaben finden, seitwann man Teer verwendet. Gab es damals schon Schornsteine? Es wird ein Haus mit Schornstein erwähnt, ich bin mir aber nicht sicher, ob es die damals schon gab. Oder wurden sie damals anders bezeichnet oder sahen Schornsteien damals anders aus? Wäre nett, wenn mir jemand die Fragen beantworten könnte bzw. einen Link hätte, in dem ich darüber nachlesen könnte. Lieben Gruß Larna "Lieber Orangenhaut als gar kein Profil" (Ina Müller) |
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| maimonides | AW: Nanu, da stimmt was nicht... | 06.09.2011, 14:25 Uhr |
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Hallo Larna, soweit mir bekannt ist, wird heutzutage für Pech auch der Ausdruck Teer verwendet und Pech gab es schon vor Christus. Das Schlüsselbund wird es wohl auch schon lange geben, denn Universalschlüssel wie heute gab's ja nicht und so kommen für Truhen usw. schon eine Menge an Schlüsseln zusammen denke ich. |
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| olympia | AW: Nanu, da stimmt was nicht... | 06.09.2011, 14:39 Uhr |
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Hallo Larna, also ich sehe dies eigentlich so wie Maimonides. Schau mal: de.wikipedia.org/ wiki/ Pech_ %28Stoff%29 Und außerdem kommt die Bezeichnung "Teer" aus dem Germanischen, siehe hier: de.wikipedia.org/ wiki/ Teer Mit den Schlüssel wäre die Erklärung von Maimonides für mich auch sehr schlüssig und ich habe in genau dieselbe Richtung gedacht, als ich deinen Beitrag las. Ein Schlüsselbund ergibt sich doch gleich, wenn man einen Schlüssel für die Haustüre und einen für die Geldtruhe hat. Und zur Bezeichnung "Schornstein" habe ich Folgendes gefunden: de.answers.yahoo.com/ question/ index?qid= 20070913043726AAnf5Gn LG Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Jeder meint, dass er genug davon hat. R. Descartes |
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| maimonides | AW: Nanu, da stimmt was nicht... | 06.09.2011, 14:48 Uhr |
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Bei Schornstein hat die Autorin wohl eher einen gebräuchlichen Namen von heute nehmen wollen. Soweit ich in Erinnerung habe, hatten die alten Römer schon etwas in der Richtung. Das wurde aber sicher anders genannt. Ich meine auch mich erinnern zu können, daß die Ägypter - zumindestens die 19. Dynastie -irgendwas in Richtung Kamin hatte. Wahrscheinlich aber auch schon eher .... soviel habe ich da noch nicht von gelesen. |
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| KlausP | AW: Nanu, da stimmt was nicht... | 06.09.2011, 17:39 Uhr |
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Ich glaube auch dass die Autorin den Begriff verwendet hat um einen gebräuchlichen Namen zu verwenden. Andere Bezeichungen für Schornstein sind Esse, Rauchfang oder Schlot. Und bei Schlot denke ich z.B. direkt an so einen Fabrikschlot. Schlüsselbund und Teer siehe oben |
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