Die Histo-Couch » AW: Nanu, da stimmt was nicht... (Seite 3)

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Larna AW: Nanu, da stimmt was nicht... 27.02.2008, 09:27 Uhr
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Ich hab bei Nicolas Remin "Schnee in Venedig" gelesen, dass die Unform der Schiffsgesellschaft am Anfang dunkelgrün ist, gegen Ende ist sie plötzlich dunkelblau. Hm, seltsam. *zwinkert*
Ist zwar jetzt kein riesiger historischer Patzer, aber doch merkwürdig.

Lieben Gruß
Larna

"Lieber Orangenhaut als gar kein Profil" (Ina Müller)

arno AW: Nanu, da stimmt was nicht... 12.03.2008, 12:07 Uhr
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Ich lese gerade mein Wichtelbuch
Das Hexenamulett, da ist mir im
Prolog aufgefallen, das es um 1633
noch Koggen gegeben hat, ist das
möglich?
Ich glaube nicht.
arno

Gäbe küssen Flecken, wären alle Mädchen Schecken ;-) Freien gehet vor tanzen, sagte die Maid und nahm sich einen lahmen ;-)

anath AW: Nanu, da stimmt was nicht... 12.03.2008, 22:05 Uhr
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Koggen waren bis zum Ende des 14. Jahrhunderts der wichtigste größere Schiffstyp der Hanse. Deren Handelsflotte umfasste zu dieser Zeit insgesamt ca. 100.000 Tonnen Tragfähigkeit. Im ausgehenden 14. Jahrhundert wurden die Koggen mehr und mehr vom ähnlichen Holk, danach vom Kraweel abgelöst. ( Quelle : Wikipedia)

arno, da könntest du fast richtig liegen mit deiner Vermutung !

Vergeben und vergessen ? Ich bin weder Jesus noch habe ich Alzheimer !

arno AW: Nanu, da stimmt was nicht... 12.03.2008, 22:24 Uhr
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Danke Anath für Deine Recherche
arno

Gäbe küssen Flecken, wären alle Mädchen Schecken ;-) Freien gehet vor tanzen, sagte die Maid und nahm sich einen lahmen ;-)

arthez AW: Nanu, da stimmt was nicht... 16.04.2008, 19:43 Uhr
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aus

James McGee - Der Rattenfänger

Nachwort Seite 378 - betitelt mit "Geschichtlicher Hintergrund":

"Nach Bonapartes Staatsstreich im November 1789 unterbreitete......"




"Warum ich Welt und Menschheit nicht verfluche? Weil ich den Menschen spüre, den ich suche." – Erich Mühsam

Geli AW: Nanu, da stimmt was nicht... 16.04.2008, 20:29 Uhr
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Habe heute in einem Buch gelesen :" Das Gesicht des Sekrtärs war wie in Beton gegossen." Das Buch spielt im alten Rom ("Ovids Schatten" von David Wishart). Eigentlich war ich mir sicher, daß die guten Römer zwar den Zement und den Mörtel erfunden haben aber Beton noch nicht kannten.


Das macht Wishart leider öfters. Im Original steht tatsächlich "concrete"! Die Römer haben zwar tatsächlich Gussstein und eine Art Beton (opus concretum) für die Fundamente von Bauten erfunden, aber das war ein ziemlich grobes Zeug aus festen Klumpen. Häuser hochziehen wie mit heutigem Beton konnte man damit nicht.

Schriftsteller verzeihen ihren Kollegen alles, nur nicht den Erfolg. (Marcel Reich Ranicki)

Geli AW: Nanu, da stimmt was nicht... 16.04.2008, 20:54 Uhr
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Vor ein paar Tagen erst mitgekriegt:

Ildefonso Falcones schreibt im Nachwort zu "Die Kathedrale des Meeres" (spielt ab ca. 1320):
"Das Ius primae noctis, das Recht der ersten Nacht, war tatsächlich Bestandteil der Rechte, welche die Usatges, das katalanische Rechtsbuch, den Grundherrn über ihre Leibeigenen zuerkannten. Diese Herrenrechte aus dem alten Katalonien führten zu ständigen Konflikten zwischen den Bauern und ihren Herren, bis sie schliesslich 1486 im Urteil von Guadalupe endgültig abgeschafft wurden (...)"

Die Usatges von Barcelona kann man im Internet in englischer Übersetzung nachlesen (libro.uca.edu/ usatges/ usatges.htm), und da drin steht *nirgendwo* etwas über ein "ius primae noctis", auch nicht in anderen Worten!

Die Auseinandersetzungen zwischen Leibeigenen und Landherren, von denen die Rede ist (Guerra dels remences), begannen 1462, also fast 150 Jahre später, weil der Adel die Bauern durch hohe Abgaben von der zunehmenden Landflucht abhalten wollte und es in diesem Zusammenhang zu Übergriffen kam! Überlegt einfach mal, was alles seit 1860 passiert ist! Oder zwischen 75 vChr und 75 nChr. Ist es wirklich logisch, dass 1320 die gleichen Zustände herrschten wie 1462? *zwinkert*

Wenn ein Autor schlicht und einfach die Unwahrheit behauptet und das auch noch leicht nachprüfbar ist, dann ärgert mich das sehr!!! *schaut traurig*

Schriftsteller verzeihen ihren Kollegen alles, nur nicht den Erfolg. (Marcel Reich Ranicki)

Slafhuot AW: Nanu, da stimmt was nicht... 16.04.2008, 20:56 Uhr
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Hallo,

bin hier heute zufällig vorbeigekommen und möcht nun auch gerne meinen Senf abgeben... ein sehr spaßiger Fehler in dem Film 'Troja' (Brad Pitt usw.), der niemandem, mit dem ich bisher drüber gesprochen hab, aufgefallen ist (ich bin ja so stolz auf mich, normalerweise merke ich nie Fehler in Filmen, die müssen schon ungemein patschert sein, dass sie mir auffallen... *grinst breit*)

Also soweit ich weiß ist es an dem Punkt als die Griechen gerade vor Troja anrücken und es das erste Mal so richtig gefährlich wird für die Bevölkerung. Großer allgemeiner Schock. Man flieht in die Stadt, bringt sich und seine Habe in Sicherheit, alles rennt in der Stadt kreuz und quer herum, schreiend und lärmend. Und mitten in dem Tumult rennt - ungefähr eine Sekunde lang oder so - ein LAMA durchs Bild. Ja, richtig gelesen, ein Lama. Ich hab mich nicht verschaut, es war keine Ziege, eindeutig war es an Halslänge, Kopf und Ohren zu erkennen. Jetzt wohnen doch Lamas in Südamerika, in den Anden und sonstwo auf dem Kontinent möglicherweise auch noch. Troja liegt in Kleinasien, wahrscheinlich auf dem Gebiet der heutigen Türkei. Wie zum Henker soll in der Antike ein Lama von Südamerika nach Kleinasien gekommen sein? Und v.a.: wie komme ich als Regisseur auf die Idee so ein Viech in den Troja-Film einzubauen??? (Ansonsten scheint der Film ja recht gut recherchiert zu sein). Sind ihm die Ziegen ausgegangen?
Mir ist da jedenfalls im Kino mal ganz schön die Kinnlade runtergeklappt.
Liebe Grüße,
Gabriele
Slafhuot AW: Nanu, da stimmt was nicht... 17.04.2008, 13:56 Uhr
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Nachtrag zu Troja:
muss mich korrigieren, es sind ZWEI Lamas, und sie erscheinen auf der DVD in Minute 34.
Grüße,
Gabriele
felischmid AW: Nanu, da stimmt was nicht... 17.04.2008, 20:44 Uhr
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86

klingt ähnlich wie die armbanduhr in Ben Hur...
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