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tassieteufelLR "Der Sturm der Normannen" Teil 2 S. 86 - 16405.01.2017, 16:13 Uhr
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Und hier die Einteilung für die eBook Leser, Teil 2 beinhaltet die Kapitel:
Die Fürstin Gaitelgrimma
Die Normannenhasse
Streit unter Brüdern

Nur wenig geschieht zur rechten Zeit, vieles geschieht gar nicht! Ein gewissenhafter Historiker korrigiert diese Mängel! (Herodot)

OrangeAW: LR "Der Sturm der Normannen" Teil 2 S. 86 - 16411.01.2017, 13:24 Uhr
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Also ich habe ja fest mit einer Eskalation des Streites zwischen Robert und Roger gerechnet. Aber jetzt dieser offene Schlagabtausch mit Onfroi? Da war ich doch schon sehr überrascht. Auch wenn ich davon ausgehe, dass hier zwei Streitpunkte zusammentreffen, die eigentlich nix miteinander zu tun haben. Das Gaitelgrimma eine Schwäche für Robert hat, wussten wir ja schon, aber ich bin mir nicht mal sicher, ob sie das hier nicht diesmal gezielt eingesetzt hat. Und nachdem sich Robert in der Salerno-Frage gegen seiner Bruder gestellt hat, ist diesen endgültig der Kragen geplatzt. Ich bin mal gespannt, wie sich das entwickelt.
Gerlaine zumindest hatte jedenfalls mal wieder recht - Melfi ist eine Schlangengruppe. Da werden Bündnisse nur zum eigenen Vorteil geschmiedet, jeder missgönnt jeden nur das kleinste Stückchen Land. Und nun gibt es auch noch einen neuen Papst.

Aber trotz der angespannten Stimmung haben unsere Normannen auch noch ihren Spass. Thore komplett enthaart (wenn die damals schon gewusst hätten, was es heute für Schönheitsideale gibt *zwinkert* ) und mit "Rattenpisse" eingerieben. Einfach herrlich.

Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero, röm. Philosoph)Mir fehlt nur eins - genug Zeit um mich um beides ausreichend zu kümmern.

tassieteufelAW: LR "Der Sturm der Normannen" Teil 2 S. 86 - 16411.01.2017, 19:14 Uhr
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Mich hat auch gewundert, dass Gaitelgrimma ihre Zuneigung so offen zeigt und es war ja auch offensichtlich, dass Onfroi eifersüchtig ist, obwohl sich ja Robert alle Mühe gibt, der Dame aus dem Weg zu gehen.

Über den enthaarten und nach Rattenpisse riechenden Thore hab ich auch herzhaft gelacht! Aber der Denkzettel tut ihm mal gut, vielleicht ist es ihm ja eine Lehre, aber ich befürchte, beim nächsten hübschen Roch ist das alles wieder vergessen *grinst breit*

Bei diesem Pierron hab ich ein ungutes Gefühl, irgendwas brütet der doch aus???? Schon als sein Sohn Gilbert so offen zum Kampf heraus fordert, da hatte ich das Gefühl, da steckt noch mehr dahinter.

Bei der Versammlung tritt zutage, wie groß der Riss ist, der zwischen den Baronen eigentlich ist. Das Lager von Pierron scheint sich ja permanent übervorteilt zu fühlen. Dass auch Robert gegen den Salerno Feldzug ist hat mich im ersten Moment gewundert, aber hier tritt doch wieder zutage, wie weitsichtig Robert ist, er sieht die Gesamtlage, mit dem neuen Papst und was der ihnen für Schwierigkeiten machen kann. ICh denke er ist hier der cleverste der Brüder. Das Onfroi aus allen Wolken fällt ist nur zu verständlich, alle andern hat es ja auch gewundert. Dann wirft Onfroi seinem Bruder vor, mit seiner Frau gemeinsame Sache zu machen und ihn zu betrügen, das überrascht alle und die Situation zwischen den Brüdern eskaliert.
Das Onfroi Robert in den Kerker werfen läßt hat mich nicht wirklich überrascht, denn er hat ja vor allen (und gerade auch vor dem Pierron-Lager) sein Gesicht verloren, Robert wollte ihn töten und das kann er nicht hinnehmen.

Nun bin ich ganz gespannt, wie es weiter geht, wie sich für Robert und auch für seine Männer die Lage entwickelt.

Nur wenig geschieht zur rechten Zeit, vieles geschieht gar nicht! Ein gewissenhafter Historiker korrigiert diese Mängel! (Herodot)

Jana68AW: LR "Der Sturm der Normannen" Teil 2 S. 86 - 16411.01.2017, 20:42 Uhr
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Unserer Normannen-Truppe bleibt nach der Rückkehr aus Cosenza kaum Zeit zum Erholen, da ruft Onfroi Robert nach Melfi. Beim Abschied von Gilbert hat Gerlaine wieder böse Vorahnungen, die ich auch eher ihrer Menschenkenntnis und Weitsicht zuschreibe, ähnlich wie Thore. Für Gilbert sind es Visionen. Sie spricht von Bruderkämpfen. Im Grunde hat es die ja andauernd gegeben, nicht nur bei den Normannen, oft dann, wenn es die politische Lage gerade erlaubte und der Zusammenhalt der Familien untereinander nicht unbedingt erforderlich war. Gilbert kennt die Normannen-Brüder am besten und weiß genau, wieviel Zündstoff es gibt, dadurch bekommt Gerlaines Vision eine andere Dimension.
Nicht weniger überrascht Gerlaine damit, dass sie sich dem Christentum zuwenden will. Es klingt so als hätte sie sich ganz rational dafür entschieden, weil es so manches in ihrer neuen Heimat erleichtern mag. Man könnte es ihre Art von Anpassung nennen. Ganz unrecht hat sie damit vielleicht nicht.

In Melfi angekommen trifft Robert nach langer Zeit seine Schwägerin Gaitelgrima wieder, die ihn sofort wieder umgarnt. Noch hält Robert sie auf Distanz, aber hier gibt es schon wieder neuen Zündstoff, dafür würde ja schon das Gerücht reichen. Und prompt registriert Onfroi, wie sein Angetraute Robert anschaut.
Roberts begründet sein Nein zum Überfall auf Salerno sehr sachlich und rational. Offensichtlich denkt er an die Konsequenzen, die das für die Normannen haben könnte, denn der neue Papst ist erklärter Normannenfeind. Für Onfroi ist Roberts Nein in der Abstimmung genau der Funke, den es gebraucht hat. Mit dem, was er Robert alles an den Kopf wirft, reizt Onfroi ihn in seiner Wut aufs Äußerste, sodass dieser die Beherrschung verliert. Hätte niemand eingegriffen, wäre Onfroi wohl jetzt tot. Stattdessen wird Robert eingekerkert. Na prima, und jetzt?
In Onfrois Wutrede wird auch deutlich, dass zwischen ihm und Gaitelgrima so gar nichts zu stimmen scheint. Wie er über seine Frau vor den versammelten Männern redet, ist nicht nur herabwürdigend. Da steckt auch eine Menge Eifersucht drin, vielleicht auch darauf, dass er Gaitelgrima nicht im Griff hat und sie ihn womöglich nicht akzeptiert. Dadurch gerät sein Selbstwertgefühl ins Wanken und das widerspiegelt sich auch in seinem Auftreten hier, denn es bedeutet eine Niedetlage für Onfroi.

Ah ja, Thore haben die Filzläuse heimgesucht - geschieht diesem Schürznjäger nur recht. Die Behandlung klingt goldrichtig und ist doch hoch amüsant.

Jana68----------Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste. (Heinrich Heine)

strandflohAW: LR "Der Sturm der Normannen" Teil 2 S. 86 - 16412.01.2017, 13:13 Uhr
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Da hat Gerlaine mit ihren Vorahnungen ja vollkommen recht gehabt, Melfi ist eine rechte Schlangengrube. Was wohl dahinter steckt, dass Pietro Gilbert umbringen wollte. Herzhaft gelacht habe ich über den geschorenen Thore, ist er doch ein ganz schöner Schwerenöter. Als Robert sich bei der Versammlung gegen Onfroi ausspricht platzt diesem der Kragen und er wird sehr beleidigend. Er reizt seinen Bruder bis aufs Blut mit dem 'Ergebnis, dass dieser nun im Kerker sitzt. Das Verhalten von Gaitelgrima lässt vermuten, dass sie etwas plant, ich weiss noch nicht so richtig, was ich von ihr halten soll.

Un libro cerrado es un amigo que espera!

tassieteufelAW: LR "Der Sturm der Normannen" Teil 2 S. 86 - 16412.01.2017, 19:09 Uhr
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@floh,

am Anfang der Reihe war mir Gaitelgrimma auch nicht sehr sympathisch und ich fand sie schwer einzuschätzen. Du kennst ja die anderen Bücher noch nicht, wenn Du sie lesen solltest, bekommst Du auch einen besseren Einblick in die Figuren.
Grad im 2. Band wird Gaitergrimma viel menschlicher, auch wen sie eine intrigante Person bleibt! Sie tat mir auch ein wenig leid, von Ihrem Bruder von einem Ehemann an den andern verschachert ohne irgend ein Mitspracherecht und grad bei ihrer ersten Ehe mit Drogo galten die Normannen ja noch als absolute Barbaren. Nun will ihr Ehemann Salerno zerschlagen, das ist ihre Heimat und sie ist dort aufgewachsen, ich kann verstehen, dass sie das so nicht hin nehmen will, auch wenn ich befürchte, dass es für einige wesentlich sympathischere Charaktere wohl recht schlimme Auswirkungen haben wird......

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strandflohAW: LR "Der Sturm der Normannen" Teil 2 S. 86 - 16412.01.2017, 22:35 Uhr
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@tassie
das gailelgrima verschachert worden ist wurde ja gut erklärt - irgendwie ist es nachvollziehbar, nun wenn ihre heimat in gefahr ist, dass sie versucht ränke zu schmieden und wenn es dann noch mit dem mann ist den sie begehrt um so besser *grinst*

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wampyAW: LR "Der Sturm der Normannen" Teil 2 S. 86 - 16414.01.2017, 16:12 Uhr
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Auf nach Melfi zu einer Versammlung der Führungsspitze der Normannen. Aber bis es los geht, gibt es erstmal für Gilbert eine aufregenden Zweikampf auf Leben und Tod. Nach dem Sandwurf des Gegners kann ich mir vorstellen, warum Gilbert seinem Schüler noch ein paar schmutzige Tricks lehren muss, damit er im Feld bestehen kann. Edel und gerecht war wohl erst später.
Thore hat auch seine Probleme und wird seiner Haartracht ledig. Vielleicht ergeht es ihm aber besser als Samson, den ja die Stärke abhanden kam. Aber er sollte sich schon mal eine Erklärung für seine Frau ausdenken.
Zum Bruderzwist fällt mir ein, dass ich von Robert erwarten muss, dass er nicht gegen Onfroi stimmt. Er gehört zu dessen Clan und Onfroi ist der Chef. Wenn er nicht zustimmen will, muss er einen Weg finden. die Entscheidung zu vertagen. Dabei spielt es aus meiner Sicht keine Rolle, ob Robert oder Onfroi in der Sache richtig liegt. Dazu kommt, dass Onfroi wohl gesundheitlich angeschlagen ist und so eh sofort eine Verschwörung wittert. Kritisieren kann man höchstens, dass es keine Vorbesprechung unter denen von Hauteville gegeben hat.
Die Eskalation zwischen Onfroi und Robert geht dann auch voll zu Lasten Roberts. Das sich ein als so gescheit gesehener Krieger so provozieren läßt, ist ein grober Fehler (beim Sport erlebt man selten, dass "Trashtalk" so "erfolgreich" ist, mir fällt da nur Zidane in einem WM-Halbfinale ein.) und auf dem Schlachtfeld ist so ein Aussetzer wohl oft tödlich gewesen. Nach der Schwertattacke Roberts hätte Onfroi wohl das Recht, Robert töten zu lassen - egal ob Bruder oder Halbbruder oder ein völlig Fremder.
Aus Onfrois Worten über Gaitelgrima lese ich weniger Eifersucht als die Furcht, dass Robert nach seinem Besitz greift.
Zu Roberts Glück kühlt sich die Stimmung ein wenig ab und Gaitelgrima nutzt die Gelegenheit, sich einzumischen. Robert hat keine Wahl und muss ihrer Forderung nachgeben. Gaitelgrima stammt ja aus Salerno und ist damit sowohl in der Sache als auch, was Zuneigung betrifft, näher bei Robert.
In der Sache Salerno hat Robert sicherlich die Vernunft auf seiner Seite, aber es muss innerhalb der Hautevilles auch schon einen Riss gegeben haben. Gerlaine hat das sicherlich schon vor der Abreise gespürt und deshalb ihre Warnung vor der Schlangengrube.

Wampy liebt Schach, Krimis und American Football (aber nur anschauen!)

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