Leserunden » AW: LR "Der Sturm der Normannen" Teil 1 S. 7-85 (Seite 2)

 
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strandflohAW: LR "Der Sturm der Normannen" Teil 1 S. 7-8510.01.2017, 19:05 Uhr
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Das mit den orks finde ich interessant, beim lesen hatte ich auch direkt an herr der ringe gedacht, war aber so gefesselt, dass ich mich nicht über den begriff gewundert habe. werde auf jeden fall mich mal ausführlicher mit den nordischen mythologien beschäftigen.

Un libro cerrado es un amigo que espera!

wampyAW: LR "Der Sturm der Normannen" Teil 1 S. 7-8511.01.2017, 17:11 Uhr
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Es ist wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Es fängt wieder ganz ruhig an. Die Normannen belagern eine Festung und suchen nach dem Schlüssel. Ein direkter Angriff bietet keine Chance, also muss es mit List und Tücke oder über einen verdeckten Schwachpunkt gehen. Und erneut ist es Loki, die einen Weg in die Festung findet. Ein Abwasserkanal, vermutlich ein Teil eines römischen Bauwerkes. Und erneut gelingt ein Husarenstück. Wie durch ein Wunder bleiben die Normannen von größeren Verlusten verschont, nur der arme Bauer hat kein Glück (und ein paar Einheimische).
Das Plündern soll unterbleiben, man mag mit den Städtern in Frieden leben. Aber die Bauern haben nicht dieses Glück. Sie zählen nicht so wirklich, weil sie sich außerhalb der Mauern auch nicht verteidigen können. Das schmerzt mich als Bauernsohn schon, aber so war es halt.
Gilbert wird immer mehr zum Grübler. Seine Gedanken haben schon moderne Züge. Auch wie er über andere Religionen reflektiert ist schon außergewöhnlich. Aber trotz allem Grübelns agiert er wie ein Krieger, zwar ein nachdenklicher, aber immer noch als Krieger.
Als er heim zu Frau und Sohn kommt ist die Wiedersehensfreude groß. Gerlaine hat ja lange keine Nachricht mehr erhalten und ein Krieger lebt halt gefährlich. Natürlich möchte Gerlaine, dass es Gilbert ruhiger angehen läßt und der Kampf möge ohne ihn stattfinden. Aber ich kann mir Gilbert noch nicht als Hausmann vorstellen. Und so viele Jobs für altgediente Kämpen werden die Normannen auch nicht gehabt haben. Außerdem ist Gilbert ja noch im besten Kriegeralter und wer würde von den Ereignissen berichten, wenn nicht er?
Bei den Hautevilles bahnt sich Bruderzwist an. Wenn eine Sippe zu erfolgreich ist, mangelt es häufig an den zur Verfügung stehenden Chefpositionen. Und natürlich werden die kleinsten Brüder immer bevorzugt. Das kann ich als ältester von drei Brüdern aus eigener Erfahrung berichten. Da muss Roger jetzt durch.
Die Sache mit den Orks hatte ich schon mal bei den Filmen und die Herren der Ringe gegoogelt und gesehen, dass es keine Erfindung des Autors Tolkien war.
Nun bin ich aber gespannt, wie es weitergeht und werde nachher im Hotel noch ein bisschen lesen.

Wampy liebt Schach, Krimis und American Football (aber nur anschauen!)

tassieteufelAW: LR "Der Sturm der Normannen" Teil 1 S. 7-8511.01.2017, 18:56 Uhr
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Dass Gerlaine sich sorgt ist nur natürlich! Das ist wohl so ein Männer- Frauen- Ding, das eigentlich bis heute gleich ist.
Die Frau möchte Sicherheit und nat. auch den geliebten Mann nicht verlieren, der Mann ist zwischen Familie und Abenteuerlust hin und her gerissen und damals gab es ja auch nicht so viel Berufsauswahl. Bauer oder Krieger. Zumal man ja auch bedenken muß, dass es damals sicher schwer schwer für eine Frau mit Kindern war über die Runden zu kommen, wenn plötzlich der Ernährer tot war. Das hat bestimmt einige Familien völlig runiniert.
Ich frage mich eh, wie die Frauen zurecht gekommen sind, wenn der Mann manchmal Monate oder gar Jahrelang weg war und kein Nachschub an Geld gekommen ist.

Nur wenig geschieht zur rechten Zeit, vieles geschieht gar nicht! Ein gewissenhafter Historiker korrigiert diese Mängel! (Herodot)

Jana68AW: LR "Der Sturm der Normannen" Teil 1 S. 7-8511.01.2017, 20:49 Uhr
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Ja, die Frage habe ich mir schon oft gestellt. Wie sind die Frauen bloß über solch ewig langen Zeiträume, in denen ihre Männer unterwegs waren, zurecht gekommen und wer hat sie und die Familie beschützt und unterstützt?

Jana68----------Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste. (Heinrich Heine)

UlfSchieweAW: LR "Der Sturm der Normannen" Teil 1 S. 7-8512.01.2017, 10:27 Uhr
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Wie sind die Frauen über die Runden gekommen ... gute Frage.

Ich denke mal, das hing vom Besitzstand und Größe der Familie ab. Bei armen Bauernfamilien war es natürlich schwer, wenn der Mann im Krieg war oder gar sein Leben verlor. Wenn da keine Söhne, Brüder oder andere Verwandte waren, die die Lücke füllen konnten, dann ging es Frau und Kindern schlecht. Das war schon ein Problem im alten Rom. Die römische Armee war ursprünglich eine Bürgerarmee, die sich zumeist aus Bauernsöhnen rekrutierte, die sich viele Jahre verpflichten mussten. Das Ergebnis war, dass immer mehr Familien, denen die Männer fehlten, verarmten und ihr Land verloren, das dann von den Reichen billig aufgekauft wurde. So entstanden riesige Latifundien, die dann von Sklaven bewirtschaftet wurden. Die Armen zogen in die Stadt und mussten dort durch öffentliche Kornverteilung ernährt werden.

Im Mittelalter war man etwas umsichtiger. Bauern wurden zwar zum Krieg eingezogen, aber immer nur für Wochen, damit die Landwirtschaft, von der alle lebten, nicht zu sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde. Professionelle Krieger, wie unser Gilbert und seine Kameraden, bezogen Sold von ihrem Herrn. Ich nehme an, wenn sie Familie hatten, ging der auch an die Frau. Herrscher wie Robert Guiscard waren traditionell großzügig mit ihren Kriegern, schon aus Eigennutz, sonst hätten sie sich einen anderen Herrn gesucht. Ein mittelalterlicher Lord wurde auch an seiner Großzügigkeit gemessen.

Schaffte ein solcher Krieger es, sich Besitz anzueignen - so ist ja später die Ritterkaste entstanden - dann hatte seine Familie Einkünfte aus dem Besitz. Und in Abwesenheit des Mannes, verwaltete die Frau solche Besitzungen. Sie war also fest mit eingebunden.

Der Bastard von Tolosa (2009)Die Comtessa (2011)Die Hure Babylon (2012)Das Schwert des Normannen (2013)Die Rache des Normannen (2014)www.ulfschiewe.de

UlfSchieweAW: LR "Der Sturm der Normannen" Teil 1 S. 7-8512.01.2017, 10:28 Uhr
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Wie sind die Frauen über die Runden gekommen ... gute Frage.

Ich denke mal, das hing vom Besitzstand und Größe der Familie ab. Bei armen Bauernfamilien war es natürlich schwer, wenn der Mann im Krieg war oder gar sein Leben verlor. Wenn da keine Söhne, Brüder oder andere Verwandte waren, die die Lücke füllen konnten, dann ging es Frau und Kindern schlecht. Das war schon ein Problem im alten Rom. Die römische Armee war ursprünglich eine Bürgerarmee, die sich zumeist aus Bauernsöhnen rekrutierte, die sich viele Jahre verpflichten mussten. Das Ergebnis war, dass immer mehr Familien, denen die Männer fehlten, verarmten und ihr Land verloren, das dann von den Reichen billig aufgekauft wurde. So entstanden riesige Latifundien, die dann von Sklaven bewirtschaftet wurden. Die Armen zogen in die Stadt und mussten dort durch öffentliche Kornverteilung ernährt werden.

Im Mittelalter war man etwas umsichtiger. Bauern wurden zwar zum Krieg eingezogen, aber immer nur für Wochen, damit die Landwirtschaft, von der alle lebten, nicht zu sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde. Professionelle Krieger, wie unser Gilbert und seine Kameraden, bezogen Sold von ihrem Herrn. Ich nehme an, wenn sie Familie hatten, ging der auch an die Frau. Herrscher wie Robert Guiscard waren traditionell großzügig mit ihren Kriegern, schon aus Eigennutz, sonst hätten sie sich einen anderen Herrn gesucht. Ein mittelalterlicher Lord wurde auch an seiner Großzügigkeit gemessen.

Schaffte ein solcher Krieger es, sich Besitz anzueignen - so ist ja später die Ritterkaste entstanden - dann hatte seine Familie Einkünfte aus dem Besitz. Und in Abwesenheit des Mannes, verwaltete die Frau solche Besitzungen. Sie war also fest mit eingebunden.

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