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MelanieMetzenthinAW: Teil 5 der LR "Im Lautlosen"30.07.2017, 19:23 Uhr
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Krüger ist natürlich Teil des kommenden Buches - Richards alter Intimfeind wird ihm noch viel Ärger in der Nachkriegszeit machen ...
Da geht es dann nicht nur darum, wie die Helden sich ihr Leben wieder aufbauen, sondern auch darum, wie versucht wurde, die Täter im Ärztekittel zur Rechenschaft zu ziehen. Krügers historisches Vorbild ist zwar 1947 gestorben, aber Krüger bekommt ein anderes Schicksal ...
Es ist sehr frustran, wie diese Ärzteprozesse ausgegangen sind. Es wurde kein einziger Hamburger Arzt für die Euthanasie verurteilt oder belangt ...
Aber ich verspreche, dass man als Leser mit dem Ausgang des neuen Buches dennoch zufrieden sein wird.

Die Sündenheilerin, Juli 2011 (Piper) ***Schicksalsstürme, August 2012 (Piper) ***Die Reise der Sündenheilerin, August 2013 (Piper) ***Die Tochter der Sündenheilerin, März 2014 (Piper) ***Das Zeichen der Isis, September 2014 (Fahrenheit Books)

Jana68AW: Teil 5 der LR "Im Lautlosen"30.07.2017, 23:31 Uhr
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Ziemlich erschlagen aber zufrieden bin ich mit dem Ausgang des Romans.
Zunächst war ich froh, dass ich um Richards Leben nicht lange bangen musste. Das war eine Erleichterung, die aber nicht lange anhielt, weil der gute Fritz verschollen ist. Ich hatte tatsächlich Angst, dass er am Ende doch gefallen sein könnte.

Die Stimmung und die Probleme der ersten Monate nach Kriegsende ist hervorragend und sehr bildhaft dargestellt. Sehr glaubhaft ist auch die Szene, in der Richard und Schwester Elfriede die Akten beschaffen, die Krüger als Mörder entlarven werden. Elfriede hat ein gutes Herz, sie hat mich schon beeindruckt, als sie Georg während der Untersuchung durch Krüger hilft.
Als Richard sich dann aufmacht, um Krüger anzuzeigen, dachte ich, das würde vielleicht zu früh sein. Die Ablehnung durch McNeil muss sich furchtbar für Richard angefühlt haben. Als er dessen Büro enttäuscht und wütend verlässt und mit einem Briten zusammenstößt, war klar dass es Arthur war. Jetzt erschließt sich mir natürlich, warum Fritz und Richard ausgerechnet auf Arthur und Maxwell in dem Grab treffen mussten. Mir scheint Arthur ist regelrecht froh darum, dass er den lebenden und engagierten Beweis dafür gefunden hat, dass es auch unter den Deutschen gute Menschen gibt. Er erweist sich als Freund und Helfer, obwohl sich zuvor nur einmal kurz begegnet sind. Arthur war wohl schon in dem Grab sehr von Richard beeindruckt. Das Wiedersehen und seine Hilfe erweist sich als wahrer Glücksfall für unsere Familie. Schon allein die englischen Zigaretten, die er ihnen unter dem Vorwand, sich das Rauchen abgewöhnen zu wollen, überläßt, bedeuten für alle ein bisschen weniger Hunger.
Die für mich absolut schönste Szene war, dass Harri noch am Leben ist und Richard ihn tatsächlich findet. Harri's Geschichte ist mir sehr unter die Haut gegangen und ich bin froh darum, dass er nun bei Paula und Richard in guten Händen ist. Richard hat damals bei Karl die richtigen Worte gefunden und er wird sie jetzt auch für Harri finden. Es wird lange dauern, bis der Junge versteht, dass ihn absolut keine Schuld trifft. Aber ich bin sicher, dass er es verarbeiten wird.
Und dann kommt dieser Glückstag, an dem ein guter Fang gelungen ist und alle satt werden. Dieser Tag findet seine Krönung darin, das Fritz plötzlich wieder vor der Tür steht. Er ist nicht tot, und dank der Hilfe von Arthur ist er endlich heimgekehrt. Allem Anschein nach findet er auch recht schnell zurück ins Leben, denn schon nach 2 Wochen arbeitet er wieder voll. Ich bin sicher, dazu trägt auch bei, dass er nicht allein ist, wie er eigentlich gedacht hatte, sondern seinen Sohn noch hat und sowohl mit als auch für ihn nun in die Zukunft blicken kann.
Schlussendlich hat es mich versöhnt, dass Krüger's Machenschaften aufgedeckt werden und er zur Verantwortung gezogen wird. Ich gehe zumindest davon aus, obwohl wir davon hier ja nichts mehr lesen.
Es ist einfach wunderbar, wie das Ende der Geschichte Paula und Richard an den Ort führt, an dem alles begonnen hat und an dem beide die Kraft finden, ihre Zukunft zu erträumen. So schön, so friedlich!

Jana68----------Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste. (Heinrich Heine)

LarnaAW: Teil 5 der LR "Im Lautlosen"31.07.2017, 00:02 Uhr
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Hach, ich finde das Buch ganz wundervoll und finde es so schön, dass es nach den ganzen Absagen, doch veröffentlicht wurde!

Ich muss gestehen, dass ich nicht wirklich daran geglaubt habe, dass Richard stirbt. 100% sicher war ich nicht, aber zu 80-90%. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass du ihn sterben lässt. Nicht so kurz nach dem Tod von Doro und den Kindern. *zwinkert*

Richard lebt also und es gibt ein rührendes Wiedersehen mit seiner Ehefrau und den Kindern. Er erfährt aber auch, wie es ist, wenn man daheim um geliebte Menschen bangen muss, da er keine Nachricht von Fritz erhält.
Die Szene mit dem Güterwaggon fand ich auch sehr beklemmend. Ich habe mich gefragt, wie es sein kann, dass er davon nichts wusste, aber deine Erklärung leuchtet mir ein. Auch, dass zwar viele von Deportationen wussten, aber nicht von den Vergasungen in den Konzentrationslagern. Es war und ist ja auch einfach unvorstellbar.
Die Tatsache, dass aus den Duschen Gas statt Wasser kam, wird ja auch in Schindlers Liste verwendet und es treibt mir jedes Mal wieder die Tränen in die Augen, wenn ich die Angst in den Augen der Menschen dort sehe.

Die Familie kehrt nach Hamburg zurück und ist endlich wieder vereint, als auch Karl zurück kehrt. Ich hätte auch nichts anderes erwartet, als dass sie auch Julie und das gemeinsame Kind mit offenen Armen aufnehmen.

Berührend fand ich die unmittelbare Zeit nach Kriegsende. Ich kann nachvollziehen, dass sich Deutschland besetzt gefühlt hat, was es ja auch war. Wer nicht unmittelbar Opfer des Nazionalsozialismus war, für den war das Leben nun noch härter, wie man Richards Familie sieht: Die Lebensmittelrationen waren so knapp bemessen, dass ein Verhungern unausweichlich erschien, von den Besatzern wurden sie nur mit Verachtung behandelt, wie Richard am eigenen Leib erfährt. Und er kann sich wirklich nicht verteidigen.

Ich kann beide Seiten gut verstehen. Die Wut Richards und vieler Deutscher, die es als feige empfanden, dass nachts gezielt Wohngebiete bombardiert wurden (auch wenn die Deutschland in Großbritannien sicherlich genauso gehandelt haben) und die jetzt unter den Repressalien zu leiden haben, obwohl sie diesen Krieg nie gewollt hatten.
Aber ebenso kann ich den Hass der Besatzer verstehen, die zuvor die Konzentrationslager befreit haben und dem unvorstellbaren Grauen gegenüber standen. Der Wunsch, ein ganzes Volk zu bestrafen, das so etwas durchgeführt und zugelassen hat, das es nicht verhindert hat. Das die Wahrheit nicht immer ganz so einfach ist, braucht Zeit, durchzusickern und schließlich ändert sich ja vieles zum Guten.

Dass Arthur wieder auftaucht, habe ich mir gedacht und es sind sehr schöne Szenen. In diesem Fall sind die Rollen vertauscht: Richard begegnet ihm zunächst mit Misstrauen und Reserviertheit, doch Arthur nimmt ihm den Wind aus den Segeln, genauso, wie es Richard im Grab getan hat: In dem er ihm zeigt, dass es nicht DIE Briten gibt, sondern dass es einfach Menschen sind, mit all ihren Fehlern und Schwächen. Und seine Freundschaft ist natürlich eine unschätzbare Hilfe - und seien es nur die Zigaretten. *zwinkert*

Dass Harri überlebt hat, habe ich tatsächlich nicht erwartet, mich aber sehr darüber gefreut. So hat Fritz wenigstens wieder einen handfesten Grund, weiter zu machen und auch auf sich zu achten. Direkter Selbstmord mag für ihn aufgrund Doros Überzeugungen ausscheiden, aber indirekter Suizid durch leichtsinniges oder draufgerängerisches Verhalten wäre durchaus möglich gewesen. Jetzt nicht mehr!

Das Ende finde ich besonders schön, weil Richard Pläne macht. Er hat seine Familie und seinen besten Freund um sich, er hat etwas, für das es sich zu Leben und zu Träumen lohnt. Das gibt ihm die Kraft, weiterzumachen und sich Ziele zu setzen, die es zu erreichen gilt. Mir tun all diejenigen leid, die das nicht hatten.

Ach ja, die Konfrontation mit Krüger war ebenfalls gelungen, aber der Mann hat Rückgrat und ist von seinem Tun definitiv überzeugt, was es, wie Arthur ja Richard gegenüber bemerkt, schwer machen wird, in wirklich für seine Taten zur Rechenschaft zu ziehen.

Das Buch war wirklich ein Erlebnis! Dieses Begleiten der Protagonisten, dieses wirkliche Miterleben, der schleichende Beginn des Grauens und diese vollkommen nachvollziehbaren Reaktionen darauf. Von Menschen, die ja im Gegensatz zu uns, nicht wissen konnten, was die Nazis tatsächlich alles für unvorstellbares Grauen verbreiteten. Der Wechsel von den traurigen und furchtbaren Szenen hin zu den witzigen, fröhlichen und hoffnungsvollen Szenen machen das Buch erträglich und lesbar, auch wenn es immer eine emotionale Achterbahnfahrt war. Und vor allem habe ich den Humor genossen, der immer durch scheint, ganz egal, was gerade passiert.

Das Buch wird sicherlich eines meiner Lesehighlights diesen Jahres sein!

"Die Geschichte ist der beste Lehrer mit den unaufmerksamsten Schülern" (Indira Ghandi)

CharlieLyneAW: Teil 5 der LR "Im Lautlosen"31.07.2017, 15:54 Uhr
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Ihr Lieben, ich möcht' mich auch noch ganz ganz schnell und ganz ganz herzlich bedanken, dass ich in diese außergewöhnliche Leserunde noch schnell einspringen durfte. Wir fliegen ja nun nach Jordanien, weshalb wir schrecklich aufgeregt sind und ich hier noch in aller Eile Berge von Arbeit wegschaffen will, um so wenig wie möglich mitzuschleppen - und dann eben noch das ganze Brimborium, wenn man seinen Haushalt samt kranker Verwandter, Viehzeugs und Garten für vier Wochen anderen Händen übergibt. Deshalb MUSS ich mich jetzt hier rauszerren, obwohl ich gern bis zum Schluss mitgelabert haette. Das Buch war toll, und die Diskussion darüber auch. Vielen Dank fuer die vielen, vielen persönlichen Hintergrundinformationen, besonders zur Entstehung des Romans und der Verwertung von privatem Material (da ich gerade meine Oma "am Wickel" habe, habe ich nebenbei auch viel gelernt.)
Was mir an "Im Lautlosen" so besonders gefallen hat, war das völlige Fehlen jeder Effekthascherei (na ja. Ausser in der ägyptischen Höhle. Das hatte schon etwas Märchenhaftes. Aber erstens darf man einmal und zweitens fand ich das Surreale, fast Wunschtraumartige daran, das sich ganz deutlich aus der ansonsten realistischen Schilderung von Orten und Ereignissen abhob, auch wieder faszinierend.). Es wird eine Geschichte von Menschen erzählt, die unsere eigenen Verwandten hätten sein können (weshalb wir uns wohl auch so sehr an Verwandte und ihre Geschichten erinnert gefühlt haben) - ruhig, voller liebevoller Details, einfühlsam und sorgsam - und dabei zugleich von Anfang an fesselnd. Die Figuren - auch viele Nebendarsteller z.B. Richards Vater und natürlich der patente kleine Horst - kommen dem Leser nahe, man bangt um sie und wünscht ihnen alles Gute. Ein Buch, dem ich noch viele, viele Leser wünsche - damit wir niemals vergessen. Euch allen einen wundervollen August - see you in September!

"Der soll was anderes kaufen. Kann der nicht Paris kaufen? Ach nein, in Paris regnet's ja jetzt auch."Ararat - "Und sie werden nicht vergessen sein" - Knaur, 1. März 2016www.charlotte-lyne.com

tomaAW: Teil 5 der LR "Im Lautlosen"31.07.2017, 15:58 Uhr
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Liebe Charlie
Ich fand die Leserunde sehr befriedigend und Deine Mitwirkung hat sehr sehr viel dazu beigetragen
Ich wünsche Euch einen schönen Urlaub und viele tolle neue Eindrücke.
Bis bald *grinst*

MelanieMetzenthinAW: Teil 5 der LR "Im Lautlosen"31.07.2017, 17:51 Uhr
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Vielen Dank für eure Feedbacks. Ich freue mich natürlich sehr, dass euch das Buch so gefallen hat und dass du, Charlie, auch noch in die Leserunde eingesprungen bist - ich habe sehr von deinen Anmerkungen profitiert und mich wahnsinnig gefreut, dass dir das Buch gefallen hat, vor allem, weil du ja selbst so viel in dieser Zeit unterwegs bist und dich bestens mit den Hintergrundinfos auskennst.
Viel Spaß in Jordanien!

@Jana
Du fasst das wunderschön zusammen.
Fritz ging übrigens nicht erst nach zwei Wochen wieder seiner Arbeit nach - das hat er gleich am übernächsten Tag getan, nachdem er direkt am Tag seiner Rückkehr erst mal alle Formalitäten mit Papieren und Lebensmittelkarten geregelt hat, denn nur wer Arbeit nachweisen konnte, bekam entsprechende Lebensmittelkarten in einer halbwegs akzeptablen Kategorie. Aber über das Leben in der Nachkriegszeit und wie es dann langsam aufwärts ging, und ob und wie Krüger seine gerechte Strafe findet, erzählt dann das nächste Buch.
Ich freue mich auch, dass dir die Szene mit Harri gefallen hat, die war mir auch ganz wichtig, und der gute Arthur, der ständig behauptet, er wolle sich das Rauchen abgewöhnen, weil er Richard auf Augenhöhe begegnen will, wenn er ihm hilft. Und ja - die Szene im Grab hat Arthur nachhaltig beeindruckt, weil sie sein ganzes Weltbild, hinter dem er sich versteckte, nachhaltig revolutionierte. Wie ich schon an anderer Stelle schrieb - er bewundert Richard für seinen Mut und will ihm das auch zeigen. Aber eben auf eine Weise, in der sie sich ebenbürtig sind - genauso wie Richard ihm damals im Grab gegenüber getreten ist, als er die Waffe senkte und erfolgreich versuchte, Arthurs Verbitterung zu durchbrechen.
Und natürlich musste ich Fritz und Richard am Ende noch mal zusammen ein Bier trinken lassen - das hat sich ja auch durch alle Zeiten gezogen - selbst wenn das Bier nicht mehr so frisch war, dass sie Arthur davon überzeugen konnten, mitzutrinken.

@Larna
Deine Anmerkungen fand ich besonders spannend, weil du ja auch Ärztin bist und unsere fiktiven Kollegen dich überzeugen konnten und es sogar eines deiner Lesehighlights des Jahres ist. Das freut mich sehr!
Tja, Richard überlebt dank Fritz' Chirugenkunst und einen Vorteil muss Fritz ja davon haben, dass er der Liebling der Autorin ist - so behält er wenigstens seinen Sohn, wenn er sonst schon so viel verloren hat. Das ist sozusagen seine Belohnung, weil er trotz allem immer durchgehalten hat und für andere da war, anstatt sich selbst zu bemitleiden. Ich bin am Überlegen, ob er irgendwann im Folgeband mal einen Spruch loslässt, von wegen, eine echte Männerfreundschaft zeigt sich darin, dass man sich gegenseitig Evipan spritzt, wenn es sein muss - mal sehen, ob das irgendwo passt - im Folgeband hat Fritz einige solche Sprüche auf Lager. Er geht mit all seinen Schicksalsschlägen mit einem gewissen Humor um, der manchmal etwas schwarz gefärbt ist, aber seine Umgebung immer wieder zum Lachen bringt.
Was du über Arthur schreibst, finde ich auch schön - erst war er derjenige, dessen Reserviertheit Richard durchbrach, jetzt ist es genau umgekehrt. Arthur ist auch eine von den Figuren, die ich sehr gerne mag und der spielt im zweiten Teil natürlich auch eine wichtige Rolle. Arthur hat nämlich auch eine ganz interessante Biografie ... Ein paar Geheimnisse tragen unsere Protagonisten noch mit sich herum, auch über Fritz gibt es noch einiges zu erfahren.

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich freue, dass ausgerechnet dieses Buch, das für mich auch ein sehr persönliches Buch ist, obwohl die Helden alle fiktiv sind, so gut gefällt.






Die Sündenheilerin, Juli 2011 (Piper) ***Schicksalsstürme, August 2012 (Piper) ***Die Reise der Sündenheilerin, August 2013 (Piper) ***Die Tochter der Sündenheilerin, März 2014 (Piper) ***Das Zeichen der Isis, September 2014 (Fahrenheit Books)

OrangeAW: Teil 5 der LR "Im Lautlosen"01.08.2017, 10:25 Uhr
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Ich möchte mich an dieser Stelle auch nochmal bei allen für diese wirklich tolle Leserunde bedanken!

@Charlie, schönen Urlaub!

Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero, röm. Philosoph)Mir fehlt nur eins - genug Zeit um mich um beides ausreichend zu kümmern.

MargittaAW: Teil 5 der LR "Im Lautlosen"05.08.2017, 16:00 Uhr
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Ja , was schreibe ich jetzt ?!
Anfangs wollte ich das Buch nicht lesen . Denn diese furchtbare Zeit habe ich weitgehend aus meinem Leben ausgegrenzt. Natürlich habe ich Sachbücher über den 2. Weltkrieg gelesen , aber da konnte ich eine gewisse Distanz herstellen.
Nun hat mich das Buch schon von den ersten Zeilen an in Beschlag genommen. Ich wußte ,ich mußte wissen wie es dem Ehepaar Paula und Richard mit Ihren Familien und Freunden ergehen würde . Tief in mir habe ich gehofft , daß die Autorin niemanden sterben lassen würde. Was natürlich für ein Buch aus dem 2. Weltkrieg schwierig ist. In einer ruhigen Sprache erzählte Melanie die Geschichte. Sehr kompetent wurde die Einstellung der Menschen kurz nach dem 1. Weltkrieg erzählt . Als alles schwieriger wurde , Menschen verhungerten , keine Arbeit zu finden war und es auf den Strassen sehr gefährlich wurde. So kann man verstehen , wie es A.H. gelang viele Menschen auf seine Seite zu ziehen . Es gab wieder Arbeit , Verbrechen wurden schnell geahndet usw. Sehr langsam schlich sich das Verwerfliche ein und zwar so , dass es fast unbemerkt vonstatten ging.
Leider habe ich ( Geboren 1955 ) die Panzer noch erlebt , die auf unseren Strassen unterwegs waren .In meiner Familie ist auch ein Cousin bei einer OP gestorben . Er war Mongoloide . Er wurde nie erwähnt und es wurde nicht's bekannt.Nur zufällig habe ich von ihm erfahren. Durch dieses Buch kann ich mir schon vorstellen was passiert ist.
Froh bin ich darüber , daß Fritz wieder zu seinen Freunden finden durfte und sein Söhnchen seinen Vater. Auch über die vielen glücklichen Momente in diesem Buch. Das es viele Deutsche gab die hingesehen haben und nicht weg geschaut haben.

Danke für dieses wunderbare Buch , daß ich bestimmt noch einmal lesen werde.
Vielleicht wage ich mich auch an Charlie's Buch heran.

MelanieMetzenthinAW: Teil 5 der LR "Im Lautlosen"05.08.2017, 18:21 Uhr
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Vielen Dank, Margitta. Das ist ein großartiges Lob über das ich mich sehr freue - gerade, weil es dich auch persönlich berührt und du es trotzdem ertragen konntest.
Das ist mir eben auch wichtig - trotz der Dunkelheit muss es immer Hoffnung geben - und das wollte ich neben all dem Schrecken auch darstellen.

Die Sündenheilerin, Juli 2011 (Piper) ***Schicksalsstürme, August 2012 (Piper) ***Die Reise der Sündenheilerin, August 2013 (Piper) ***Die Tochter der Sündenheilerin, März 2014 (Piper) ***Das Zeichen der Isis, September 2014 (Fahrenheit Books)

MelodyAW: Teil 5 der LR "Im Lautlosen"24.08.2017, 18:04 Uhr
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Leider nun schon zu Ende. Das hatte es aber in sich.

Nicht nur die Schussverletzung von Richard wo ich schon laut aufschreien wollte " nein bitte nicht sterben", sondern auch dass Richard mithilfe des Engländers Arthur den er ja aus der Grabshöhle kennt Dr. Krüger zur Strecke bringen konnte. Dass er durch Zufall Harri fand ist auch ein kleines Wunder. Damit hätte ich nicht gerechnet und dass Arthur auch noch Fritz zurückbringt, obwohl der ja erst gar nicht wollte, ist ein absolut gelungenes Ende. Sicher wäre es schöner gewesen wenn auch der rest von Fritz seiner Familie überlebt hätte, allerdings wäre das vlt. auch unglaubwürdig rübergekommen. Harri hat ja auch nur wegen Rudi überlebt. Wobei mir einfällt wo ist Rudi eigentlich geblieben? Hat der auch irgendwie überlebt und ist jetzt erstmal ein Streuner?

Was mir auch sehr gefallen hat war der umfunktionierte Schrank zum Bett in der Wohnung von Paulas Vater. Sowas hätte ich auch gern^^^.

Alles in allem Melanie wieder ein sehr gelungenes Buch und ich bedanke mich ganz herzlich fürs mitlesen

Nein ich bin nicht die Signatur. Ich sortiere hier nur den Buchstabensalat, den mein Besitzer hier eben fabriziert hat!

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