Leserunden » Teil 5 der LR Herrscher des Nordens-Thors Hammer"

 
tassieteufelTeil 5 der LR Herrscher des Nordens-Thors Hammer"08.11.2017, 15:33 Uhr
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Teil 5 unserer Leserunde bis einschließlich Kapitel "Die Pelzräuber" bis Ebook Seite 283

Nur wenig geschieht zur rechten Zeit, vieles geschieht gar nicht! Ein gewissenhafter Historiker korrigiert diese Mängel! (Herodot)

OrangeAW: Teil 5 der LR Herrscher des Nordens-Thors Hammer"16.11.2017, 15:33 Uhr
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Ich hoffe, ich bin nicht zu schnell, aber die Geschichte lässt mich einfach nicht los.

Harald und seine Freunde machen sich im Winter auf nach Sithun. Ich finde, die Reise ist sehr gut beschrieben. Die kalten Nächte, die ganze Anstrengung aber auch die Angst vor den Wölfen. Ich frage mich aber, warum die Wölfe die Menschen begleitet haben? War es nur Hunger? Da gibt's doch im Wald leichtere Beute.
Die Männer kommen jedoch heil an und werden von Astrid und ihren Bruder herzlich empfangen. Bei Astrid zeigt sich, dass sie Olaf wirklich geliebt hat und sich von ihn hat entführen lassen um ihn zu bekommen, obwohl ihr Vater gegen ihn war. Und auch die Affäre und den kleinen Magnus lässt sie keineswegs so kalt, wie es Asta gegenüber behauptet hat.
Aila wartet als "Überraschung" auf Harald, aber ihre Schwester ist tot. Sie hat bestimmt schlimmes durchgemacht und will nicht drüber reden. Ich bin mal gespannt, ob sie sich Harald doch noch anvertraut und wir die Geschichte erfahren werden.
Harald jedenfalls schenkt ihr die Freiheit. Die Szene mit den freikaufen fand ich sehr interessant. Das hab ich so noch nie gehört. Aila kann mit ihrer neuen Rolle zunächst nichts anfangen und bleibt bei Harald. Und er lässt sie soweit in Ruhe, auch wenn ihn das schwer fällt. Zum Schluss zahlt sich diese Haltung ja noch aus *zwinkert*
Und Harald begegnet einen anderen alten Bekannten. Auch Sigurd Grünauge ist am Hof und verspricht Ärger.
Und der lässt nicht lange auf sich warten. Sigurd bestiehlt die Anwohner, verbreitet Angst und Schrecken unter der Bevölkerung. Harald lässt ihn in einen Hinterhalt laufen und siegt, auch wenn Sigurd und Rorik entkommen. Im Gegensatz zu Harald glaube ich aber nicht daran, dass sie im Wald umkommen werden. Harald kommt so jedenfalls zu einen zweiten Schiff und neuer Männer. Sehr gerecht gibt er die erbeuteten Pelze an die Bevölkerung zurück. Dafür hat er absolut Respekt verdient. Überhaupt entwickelt sich Harald enorm weiter. Er erkennt, dass er sich manchmal sehr von älteren und erfahrenen Kämpfern beeinflussen lässt und nimmt sich vor, das zu ändern und seine eigene Meinung zu sagen.

Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero, röm. Philosoph)Mir fehlt nur eins - genug Zeit um mich um beides ausreichend zu kümmern.

UlfSchieweAW: Teil 5 der LR Herrscher des Nordens-Thors Hammer"16.11.2017, 15:45 Uhr
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Ich sehe, du stürmst wirklich voran. Aber für mich ist das natürlich ein gutes Zeichen, wenn dich die Geschichte nicht mehr loslässt. *grinst*

Der Bastard von Tolosa (2009)Die Comtessa (2011)Die Hure Babylon (2012)Das Schwert des Normannen (2013)Die Rache des Normannen (2014)www.ulfschiewe.de

tassieteufelAW: Teil 5 der LR Herrscher des Nordens-Thors Hammer"18.11.2017, 14:38 Uhr
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Ich fand die Reise durch die verschneiten Wälder sehr atmosphärisch beschrieben, ich wäre vermutlich schon in der ersten Nacht erfroren, das hört sich schon verdammt kalt an!
Die Wölfe halten die 3 Männer wohl für leichte Beute, sonst wären sie ihnen wohl nicht so lange gefolgt, doch dann merken sie, dass sie doch sehr wehrhaft sind.
In Sidhun werden die 3 freundlich aufgenommen, vor allem Astrid freut sich über Haralds Kommen und auch ihre Bruder begegnet Harald freundlich. Das Aila überlebt hat, war eine große Überraschung und Freude für Harald, auch wenn im Impi tot ist. Was Aila durchgemacht hat, war furchtbar und sie möchte nicht darüber reden, aber ich bin auch gespannt, ob sie sich Harald anvertraut.
Harald schenkt Aila die Freiheit, ich fand es hier interessant, das sich Sklaven freikaufen konnten. Aber hatten den Sklaven überhaupt eine Möglichkeit Geld zu verdienen? Harald schenkt Aila ja das Silber, aber ohne Möglichkeit etwas zu verdienen wäre es ja sonst gar nicht möglich, dass sich Skalven selbst frei kaufen könnten.
Aila kann zunächst nichts mit ihrer Freiheit anfangen. Ich stelle mir das auch schwierig vor, wenn man fast sein ganzes Leben lang Sklave war und immer machen mußte was andere wollen oder befehlen, dann ist es sicher nicht einfach, plötzlich über sich selbst zu bestimmen.
Aila bleibt also zunächst bei Harald, geht aber zu ihm auf Distanz, das hatte er so sicher auch nicht erwartet.

Das Auftauchen von Sigurd und Rorik führt zu ersten Spannungen und dass beide als Söldner für Eilif arbeiten, macht Harald skeptisch, später finden er und seine Männer dann heraus, dass Sigurd und Rorik die einheimische Bevölkerung ausrauben und terrorisieren. Durch Aila gelingt es Harald aber das Vertrauen der Tschuden zu gewinnen.
Harald heckt einen Plan aus, um Sigurd das Handwerk zu legen, hier zeigt sich schon dass Harald trotz seiner Jugend strategisches Geschick hat und seine Männer gut führen kann.
Leider entkommen Sigurd und Rorik, aber mir geht es wie Orange, ich glaube nicht, dass sie von den Tschuden getötet werden, solche Fieslinge haben die Angewohnheit, immer wieder aufzutauchen.
Wie Orange schon schrieb, entwickelt sich Harald schnell weiter, auch wenn er sich die Meinung seiner Männer anhört, so beschließt er doch, sein eigenes Ding durchzuziehn und mehr auf sein eigenes Gefühl zu hören.

Nun bin ich gespannt wie es weiter geht, wir befinden uns ja nun im Endspurt auf den 1. TEil.

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Jana68AW: Teil 5 der LR Herrscher des Nordens-Thors Hammer"18.11.2017, 18:31 Uhr
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Die Wanderung durch die menschenleeren Winterwälder ist wieder genauso atmosphärisch erzählt, wie zuvor die Bärenjagd oder Haralds und Thorkels erster Ausflug.
Ein wenig hat es mich erstaunt, dass die Wölfe solange mit ihrem Angriff gewartet haben und dann beinah unverrichteter Dinge wieder abgezogen sind.
Sie waren ja in Summe eindeutig in der Überzahl und vermutlich ausgehungert.
Wie weit in etwa ist denn die Strecke, die die Jungs von Trœndelag nach Sithun zurückgelegt haben?

Haralds Entwicklung beeindruckt mich. Er ist nicht einfach nur ein Krieger, er achtet das Leben, er zollt anderen Respekt, beginnt sogar, seine eigenen ersten Impulse, die meist von Wut getrieben sind, zu überwinden und entsprechend überlegt an neue Aufgaben heranzugehen.
Mehr noch: Harald „erbt“ sozusagen Aila von Olaf. Er besitzt sie und könnte sich ihrer bedienen, ob sie will oder nicht. Damit würde er sich aber nur Befriedigung vorgaukeln. Er will mehr, denn er liebt sie. Indem Harald Aila die Freiheit schenkt und sie respektiert, verleiht er ihr Würde. Daran ändert sich auch nichts, als sich seine Hoffnungen, Aila würde für ihn ebenfalls etwas empfinden, zunächst nicht erfüllen. Er steht zu seinem Wort.
Auch seine Männer hat er im Griff. Einfach nur Gleiches mit Gleichem zu vergelten und sich dadurch selbst zu bereichern, ist nicht das, was Harald will.
Damit würde er sich von Typen wie Sigurd Erlingsson nicht unterscheiden.
Er hatte ja schon früher begriffen, dass ein Herrscher auch die Herzen seiner Untertanen erobern muss. Auch wenn er sich jetzt im fremden Land befindet, so setzt er das dennoch um, versucht es zumindest. Er ist sich nicht selbst der Nächste, behandelt Gefangene und unbewaffnete Feinde fair, sorgt ein wenig für Gerechtigkeit.
Nicht jedem seiner Mitstreiter gefällt das, hoffen wir, dass sie loyal bleiben. Schließlich entgeht ihnen nicht nur die eine oder andere Vergeltung, sondern Beute, die sie beanspruchen könnten und auch sie führen ein Leben voller Entbehrungen. Wir wissen ja, wie schnell sich damals die Fahne nach dem Wind drehte.
Und dennoch, mit seinem Verhalten und seinem wachsenden Selbstvertrauen ohne Selbstüberschätzung spielt Harald bereits in einer anderen Liga, er hat tatsächlich das Zeug zu einer starken und respektierten Führungsperson, was wohl auch seiner engsten Vertrauten spüren und womöglich seinen Feinden ebenfalls nicht verborgen bleibt. Sigurd Erlingsson und Rorik werden ihn keinesfalls unterschätzen.

Jana68----------Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste. (Heinrich Heine)

UlfSchieweAW: Teil 5 der LR Herrscher des Nordens-Thors Hammer"19.11.2017, 07:24 Uhr
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ich fand es hier interessant, das sich Sklaven freikaufen konnten. Aber hatten den Sklaven überhaupt eine Möglichkeit Geld zu verdienen? Harald schenkt Aila ja das Silber, aber ohne Möglichkeit etwas zu verdienen wäre es ja sonst gar nicht möglich, dass sich Skalven selbst frei kaufen könnten.


Die hier beschriebene Zeremonie und auch die Menge an Silber, die dem Herrn des Sklaven zu zahlen war, das entstammt genau meiner Recherche. Langgediente, treue Sklaven wurden oft freigelassen. Wie auch im alten Rom. In Rom wurde aus dem Herrn ein Patron, der oft sogar in ein Geschäftsunternehmen des Freigelassenen investierte, ihn gegen äußere Gefahren oder Konkurrenten schützte. Das wird in Skandinavien vielleicht ähnlich gewesen sein. Da ließ sich der Freigelassene vielleicht als Handwerker nieder, oder man gab ihm ein Stück Land.

Und als Sklave Geldverdienen war sicher möglich. Ich weiß, dass es Rom durchaus normal war. Reiche Familien hatten zum Beispiel einen gebildeten griechischen Sklaven als Lehrer für ihre Kinder. Der konnte auch fremde Kinder unterrichten und sich etwas verdienen. Wie das in Skandinavien war, weiß ich nicht. Wir stellen uns das Sklavendasein immer unter dem Aspekt totaler Ausbeute vor, wie schwarze Arbeiter auf einer Plantage. Aber Haussklaven in Norwegen oder Schweden hatten sicher auch Freiheiten und vielleicht Gelegenheit, etwas zu verdienen und beiseite zu legen, auch wenn es nur gelegentliche Geschenke ihres Herrn waren.

Ähnlich bei Leibeigenen. Die meisten waren vielleicht geknechtete Bauern. Es gab aber, zum Beispiel in Südfrankreich, Leibeigene, die waren reicher als ihre Herren. Sie waren dem Herrn persönlich ihr Leben lang verpflichtet, aber das hinderte sie nicht, Geschäfte zu machen, Land zu erwerben.

Es ist wie immer nicht alles schwarz oder weiß. *grinst*

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wampyAW: Teil 5 der LR Herrscher des Nordens-Thors Hammer"19.11.2017, 09:32 Uhr
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Es ist interessant der Entwicklung Haralds zu folgen. Er zeigt Führungsqualitäten und eine relativ moderne Sicht auf das Verhältnis zu seinen Mitmenschen. Auch im privaten Bereich schenkt er Aila die Freiheit, unterstützt sie aber weiterhin. Nach einigen Zwischenspielen bleibt Aila bei Harald, auch wenn es mal anders aussieht. Ailas Fazit, dass die Welt ihres Volkes nicht mehr ihre Welt ist, hat mich schon überrascht. Aber so ist es auch heute oft. In den Erinnerungen wird die Vergangenheit oft rosig verklärt.
Dann werden seine beiden Erzfeinde auch noch als Kriminelle enttarnt, können aber entkommen. Rorik scheint in den Erinnerungen Haralds eine sehr bedeutsame Rolle zu spielen. Mal sehen, ob da noch was kommt. Manchmal ist mir Harald schon zu sehr Gutmensch, ber es sind ja auch seine Erinnerungen.
Bei der Beziehung Astrid zu Magnus hege ich auch Zweifel, ob es Magnus dort gutgehen könnte. Astrid hat doch sehr unter Olafs Weibergeschichten gelitten und sie hat eine eigene Tochter. Harald denkt wohl ähnlich und ich bin gespannt, wie es weiter geht.

Wampy liebt Schach, Krimis und American Football (aber nur anschauen!)

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