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UlfSchieweAW: Teil 4 der LR "Herrscher des Nordens-Thors Hammer"17.11.2017, 11:54 Uhr
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Weiß man eigentlich, wie intensiv die Verfolgung geflüchteter Gegner betrieben wurde und wie mit ihnen verfahren wurde.


Nein, in diesem Fall weiß ich das leider nicht. Aber im Allgemeinen hat man ja in solchen Fällen auchoft die Söhne getötet aus Furcht vor deren Rache, sobald sie erwachsen geworden sind.

Der Bastard von Tolosa (2009)Die Comtessa (2011)Die Hure Babylon (2012)Das Schwert des Normannen (2013)Die Rache des Normannen (2014)www.ulfschiewe.de

Jana68AW: Teil 4 der LR "Herrscher des Nordens-Thors Hammer"17.11.2017, 22:09 Uhr
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Während Haralds Bericht von der eigentlichen Schlacht habe ich die beschriebenen Momente wie eine Bilderfolge vor mir gesehen - Haralds Wahrnehmung erscheint wie eine Aneinanderreihung von Bilder, als würde er sich selbst und seinen Kameraden dabei von oben zuschauen. Zeit für Emotionen hat er nicht, er kann nur feststellen, dass er zum ersten Mal im Leben einen Menschen getötet hat. Erst der Moment, als Olaf stirbt und es ausgerechnet Kalfr ist, der ihm den Todesstoß versetzt, lähmt ihn - jetzt laufen die Bilder in Zeitlupe, als hätte das ganze etwas Unwirkliches - ein Alptraum.

Die Schlacht is verloren, Haralds Brüder sind tot, er selbst schwer verletzt. Sein langsames Aufwachen in der Hütte bei Sigrids Familie, was er dabei denkt und fühlt, erzählt er absolut nachvollziehbar. Zunächst weiß er nicht Wo er ist und was passiert ist, fühlt nur Schmerz und wartet auf seine Mutter - die war ja sonst auch immer zur Stelle in solchen Momenten und wenn sie da ist wird alles gut. Kein Wunder, er ist ja auch gerade erst der Kinderstube entwachsen. Ganz allmählich beginnt Harald das Erlebte zu verarbeiten, begleitet vom Schmerz der eigenen Verletzungen. Er sieht sich als Versager. Wären seine Freunde Ragnwald, Ragnar und Thorkel nicht bei ihm, hätten sie alle auch in der Schlacht ihr Leben verloren, wer weiß ob Harald wieder so schnell zu neuem Mut gefunden hätte.
Vor allem Ragnar macht ihm klar, welche Rolle er jetzt spielt „...Solange Du lebst, Harald, haben wir nicht verloren.“ Was für eine gewaltige Aufgabe, was für eine riesige Verantwortung für einen so jungen Mann!
Und erst jetzt setzt er sich auch mit dem Moment auseinander, als er zum ersten Mal einen Mann getötet hat. Dieses Bild brennt sich in seinen Kopf ein.

Jetzt macht er sich also auf den Weg zu Magnus, denn der ist genauso eine Gefahr für den Feind wie Harald selbst.

Jana68----------Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste. (Heinrich Heine)

UlfSchieweAW: Teil 4 der LR "Herrscher des Nordens-Thors Hammer"18.11.2017, 10:11 Uhr
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Liebe Jana, wunderbar, wie du das zusammenfasst und beschreibst, die Eindrücke der Schlacht, das Aufwachen und Verarbeiten. Klar, er ist ein junger Kerl, ein Teenager für uns heute. Früher wurden Jungs und Mädchen früher gefordert als heute. Trotzdem. Er hat für den Kampf trainiert, aber nun ist er zum ersten Mal in einer wirklichen Schlacht. Dank seiner Stellung wird von ihm Führungsqualität gefordert. Dem versucht er zu entsprechen. Fast zu viel für einen Jungen wie ihn. Dann das Chaos der Schlacht, der Tod seiner Brüder, die Verwundung, die wirren Empfindungen, die durch seinen Kopf gehen, das Bedürfnis nach seiner Mutter, die alles wieder richten wird ...

In diesem Teil des Buchs laufen viele Dinge zusammen, ein noch zu junger Harald in einer Schlacht, Mut und Angst, Stärke und Schwäche, Der eine Bruder, der sich aus Angst betrinkt, der andere, der aus Selbstüberschätzung katastrophale Fehler begeht, Schock über das Gemetzel, Entsetzen im Angesicht des Todes, fast stirbt Harald selbst, wird zum Kind, das sich zur Mama flüchten möchte, dann tiefe Depression und langsame physische wie emotionale Genesung. Und die Lehren, die er aus dem Erlebten zu ziehen versucht.

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