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tassieteufelTeil 2 der LR "Herrscher des Nordens-Thors Hammer"08.11.2017, 15:36 Uhr
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Und hier der 2. Abschnitt unserer Leserunde bis einschließlich Kapitel "Der zornige Engel" bis eBook Seite 134

Nur wenig geschieht zur rechten Zeit, vieles geschieht gar nicht! Ein gewissenhafter Historiker korrigiert diese Mängel! (Herodot)

OrangeAW: Teil 2 der LR "Herrscher des Nordens-Thors Hammer"12.11.2017, 18:32 Uhr
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Im zweiten Abschnitt erlebt Harald eindlich seine heiß herbeigesehnten Abenteuer.
Die Bärenjagd ist wirklich sehr spannend beschrieben. Und ausgerechnet Harald tötet ihn dann letzendlich, auch wenn er dabei mehr von Wut und Rache angetrieben wird. Auf jedenfall zollen ihn die Männer Respekt und sehen ihn nicht mehr als den kleinen Jungen und jüngsten Sohn. Und auch Thorkel kommt mit einigen Verletzungen davon. Ich hatte ganz ehrlich Sorge um ihn. Etwas sonderbar finde ich allerdings das Verhalten seinen Vaters. Erst prügelt er ihn ständig windelweich und nun sitzt er neben ihn und hat Tränen in den Augen. Also hier bin ich echt gespannt. Ich hatte zwischendurch den gleichen Gedanken wie Harald, dass Eirik nicht Thorkels leiblicher Vater ist.
Auch die Schiffahrt entpuppt sich als Abenteuer. Mir es es ungegreiflich, wie in damaliger Zeit die Schiffe überhaupt ihr Ziel gefunden haben, wie der Kurs bestimmt wurde. Aber wenn Sturm war, waren sie ihn doch mehr oder weniger machtlos ausgeliefert und mussten hoffen, nicht unter zu gehen. Aber auch hier haben unsere Männer wieder Glück und sie kommen gesund nach Hause.
Auf der Reise erzählt Hrane Harald die Geschichte seiner Mutter. Ein bisschen kann er sie jetzt verstehen, wenn sie sich ein wenig nach Liebe und Zärtlichkeit sehnt. Aber mit der Einschätzung gegenüber Rorik soll Harald doch recht behalten. Er erwischt ihn und seinen heimlichen Schwarm zusammen in der Vorratskammer. Und in seiner Ungestümtheit rennt er gleich in die Halle und berichtet allen anderen davon. Rorik wird der Anlage verwiesen und die Sklavin ausgepeicht und ebenfalls weggegeben. Vielleicht lernt Harald daraus, dass man abwägen muss, was man wann zu wem sagt oder eben manchmal auch lieber nicht.
Auf jeden Fall endet dieser Teil mit der Nachricht, auf die Harald die ganze Zeit gewartet hat. Sein Bruder Olaf will sich sein Königreich zurückholen. Haralds Zeit scheint also endlich angebrochen.

Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero, röm. Philosoph)Mir fehlt nur eins - genug Zeit um mich um beides ausreichend zu kümmern.

Jana68AW: Teil 2 der LR "Herrscher des Nordens-Thors Hammer"13.11.2017, 20:24 Uhr
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Das Gespräch mit Ragnwald war nicht nur für Harald und Thorkel sehr aufschlussreich. Der Mann wäre bestens geeignet als Berater für Olaf, denn er betrachtet nach meinem Empfinden beide Seiten der Medaille sehr genau.
Die Gewalt, mit der Olaf die Bekehrung zum Christentum erzwingen will, verurteilt er zwar nicht, aber er räumt ein, dass Olaf Fehler gemacht hat. Es wird toll erklärt, welche politischen Vorteile Olaf sich von der Durchsetzung des Christentums erhofft - die Stärkung seiner politischen Macht mit Hilfe eines ihm verpflichteten „Kirchennetzwerkes“, die Einheit des Landes auf Basis eines gemeinsamen Glaubens, ein einheitliches Rechtssystem und das unglaublich große und Fortschrittsorientierte Wissen, dass die Christlichen Mönche sammeln und weitergeben. Zu diesem Zeitpunkt wäre das ganz sicher fortschrittlich.
Harald wird zunehmend klarer, dass sein von ihm bewunderter Bruder „kein Übermensch“ ist. Das bringt ihm Olaf näher und er beginnt zu begreifen, dass seine großen Aufgaben zur Unterstützung seines Bruders noch vor ihm liegen. Dieser Abschnitt hat mir besonders gut gefallen.

Dann kann Harald zum ersten Mal unter Beweis stellen, wie mutig er ist. Die Bärenjagd ist seine Chance und er ergreift sie tatsächlich. Klar hat er dabei auch gehörig Glück, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Ganz im Gegensatz zu Rorik, der dem Bären lieber aus dem Weg springt (was ich übrigens absolut nachvollziehen kann)...damit fährt Harald einen ersten Sieg gegen Rorik ein, den er anscheinend zu sowas wie seinem privaten „Feind“ erklärt hat, Harald traut Rorik schlichtweg nicht.
Gestärkt durch die Erfahrung der Jagd ist Harald nun auch mutig genug und springt seinem Freund Thorkel bei, in dem er dessen Vater ganz klar macht, dass er weitere Prügel und Aggression gegen seine Familie nicht dulden wird. In diesem Moment ist Harald schon auf dem Weg zu einer Respektsperson mit dem Zeug zum Anführer, die sich eben auch durch Mut, Klarheit und den Einsatz für andere beweist.
Den Biss in das Herz des Bären fand ich übrigens furchtbar ekelig...aber so war das nun mal, es gehörte dazu.
Die wunderbare und so bildhalft dargestellte Naturlandschaft in den Wäldern Norwegens während der Bärenjagd steht so vollkommen im Gegensatz zu den Gefahren des Meeres. Beides sind gewissermaßen extreme Erfahrungen, aber eben auch die beste Schule für Harald und Thorik. Sie lernen das Handwerkszeug für Ihre Zukunft.
Eine Lehre wird Harald sicher auch sein, dass er wie eine unreife Petze seiner Mutter sofort und vor allen Versammlten von Roriks Liaison mit Aedelind berichtet. Ja, Harald traut Rorik nicht, aber was ihn hier antreibt ist seine eigene Eifersucht. Und der fällt nun seine Mutter zum Opfer.

Anscheinend gab es damals schon eine Art Mutter- oder Frauentag. Ich dachte immer, dass sei eine neuzeitliche Erfindung der Blumen- und Geschenke-Händler...finde ich aber sehr nett.

Kommt der „Gestaltenwandler“, den Gudrun der Alten am See nachsagt, ursprünglich aus der nordischen Mythologie?

Kann man eigentlich die Skalven dieser Zeit in Norwegen mit Leibeigenen gleichsetzen? Soweit ich mich erinnere, ist der Slave in gewissem Sinne eine „Sache“ ohne jedes Recht, während der Leibeigene immerhin als Mensch mit sehr eingeschränkten Rechten zu sehen ist. Wie war das damals in Norwegen?

Und die erwähnten Skier - waren das schon Skier im Stil, wie wir sie heute kennen? Wann und wo wurden die eigentlich erfunden?

Jana68----------Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste. (Heinrich Heine)

UlfSchieweAW: Teil 2 der LR "Herrscher des Nordens-Thors Hammer"14.11.2017, 09:04 Uhr
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Janas Beitrag enthält einige interessante Fragen. Ich versuche mal zu zitieren:

Anscheinend gab es damals schon eine Art Mutter- oder Frauentag. Ich dachte immer, dass sei eine neuzeitliche Erfindung der Blumen- und Geschenke-Händler...finde ich aber sehr nett.


Muttertag, so wie wir ihn heute kennen ist in der Tat eine amerikanische Erfindung. Gut fürs Geschäft. Wie auch Valentinstag. Aber was ich im Buch beschreibe, hat es im Norden wirklich gegeben. Frauen hatten dort überhaupt mehr Einfluss und Bedeutung als in Südeuropa oder bei uns im ausgehenden Mittelalter. Dass Frauen freier und selbstbestimmter waren, lässt sich aus den Sagas erkennen. Sie spielten oft eine wichtige Rolle. Und im Haus und auf dem Hof hatte sie ohnehin das Sagen. Symbolhaft trug die Frau deshalb auch den Schlüssel zu den Vorräten am Gürtel. Und einmal im Jahr gab es dieses Fest, an dem die Frauen des Hauses geehrt wurden.

Kommt der „Gestaltenwandler“, den Gudrun der Alten am See nachsagt, ursprünglich aus der nordischen Mythologie?


Ja, durchaus. Ich zitiere mal die Wikipedia: "Als Gestaltwandler wurde bereits der germanische Gott Odin bezeichnet, der sich in Tiere wie Vögel oder Schlangen verwandeln konnte, um so ferne Orte aufzusuchen. In den isländischen Sagas tauchten schon früh die „hamingjur“ (Gestaltwandler) auf, diese besitzen die Fähigkeit sich in Tiere zu verwandeln."
Aber gerade auch der Gott Loki ist der klassische Gestaltwandler. Damit narrt er selbst die Götter.

Kann man eigentlich die Skalven dieser Zeit in Norwegen mit Leibeigenen gleichsetzen? Soweit ich mich erinnere, ist der Slave in gewissem Sinne eine „Sache“ ohne jedes Recht, während der Leibeigene immerhin als Mensch mit sehr eingeschränkten Rechten zu sehen ist. Wie war das damals in Norwegen?


Hier muss ich eine kleine Einschränkung machen. Ich habe das Wort Leibeigener ein paarmal verwandt, aber ein Leibeigener ist ja eigentlich etwas anderes als ein Sklave. Leibeigene sind an die Scholle gebundene Bauern, die einem Herrn ein Leben lang verpflichtet sind und ihm auch Frondienste leisten müssen. Diese Form der Unfreiheit hat sich während des Niedergangs des römischen Reichs entwickelt, als Großgrundbesitzer arme Bauern in Abhängigkeit brachten, ein System, das germanische Eroberer übernommen haben und das mit dem Feudalismus institutionalisiert wurde.

Ich denke aber, dass es diese Form der Leibeigenschaft zur Zeit des Romans nicht gab. Sklaven aber schon. Im Krieg wurden Gefangene genommen und zu Sklaven gemacht. Die Jagd auf und der Handel mit Sklaven war praktisch ein Wirtschaftszweig. Ganze Raubzüge wurden organisiert, um Menschen zu entführen. Besonders bei den Balten und Slawen. Das Thema kommt in der Trilogie immer wieder vor. Die Skandinavier behandelten ihre Sklaven meist aber nicht schlecht und es gab auch ein Prozedere zur Freilassung. Wird auch am Ende des ersten Bands beschrieben.

Und die erwähnten Skier - waren das schon Skier im Stil, wie wir sie heute kennen? Wann und wo wurden die eigentlich erfunden?


Ja, Skier sind uralt. Archäologen haben Überreste von Skiern in Norwegen, Schweden und Russland gefunden, die man jeweils auf ein Alter von 3000, 4000 und 8000 Jahren datiert hat. Die waren im Vergleich zum heutigen Sportgerät natürlich recht primitiv und eher Langlauf-Ski, einfache dünne Bretter, vorn nach oben gebogen und mit einem Lederriemen, mit dem sie am Stiefel befestigt waren. Später im Buch habe ich die Herstellung solcher Skier beschrieben, so wie ich mir das vorstelle.

Der Bastard von Tolosa (2009)Die Comtessa (2011)Die Hure Babylon (2012)Das Schwert des Normannen (2013)Die Rache des Normannen (2014)www.ulfschiewe.de

tassieteufelAW: Teil 2 der LR "Herrscher des Nordens-Thors Hammer"14.11.2017, 09:27 Uhr
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Ich habe den zweiten Abschnitt auch beendet, Jana und Orange haben ja eigentlich schon alles sehr schön beschrieben, da brauch ich gar nicht mehr so viel schreiben! Meine Eindrücke sind identisch.

Sehr atmosphärisch war die Bärenjagd, das war ja wirklich ein gefährliches Unterfangen und Harald zeigt hier, was in ihm steckt! Sehr gut gefallen hat mir, wie er sich für Thorkel einsetzt, mir kam schon der gleiche Gedanke wie Orange, dass sein Vater vielleicht nicht sein Erzeuger ist??? Denn den anderen Geschwistern gegenüber verhält er sich ja ganz anders.
Der Biss in das Herz war wirklich gruselig, ich glaube selbst Harald war da nicht so begeistert von, aber als Bärentöter mußte er da durch!

Während Hrane mit Harald auf Schiffahrt geht, erzählt er ihm auch die Geschichte seiner Mutter. Junge, Junge, da schlackert man ja nur so mit den Ohren, zimperlich waren sie ja damals nicht! Da kommt heute keine Seifenoper mit!!! *grinst breit* Harald erkennt hier aber nun, dass seine Mutter eben auch ein Mensch mit Gefühlen und Bedürfnissen ist, auch wenn er Rorik eben nicht mag. Als er diesen später mit Aedelind ertappt, ist er natürlich wütend, aber auch hier lernt er eine Lektion. Sein voreiliges Herausposaunen der Wahrheit führt zwar dazu dass Rorik gehen muß, aber die ganze Sache ist eben auch eine ziemliche Demütigung für Asta. Dass es nun auch ausgerechnet Aedelind sein mußte, für die er selbst lange geschwärmt hat, trägt sicher auch dazu bei, dass er so voreilig handelt.
Ich fand hier ürbigens, dass Aedelind viel härte bestraft wurde als Rorik! Das Auspeitschen war ja furchtbar, aber die eigentliche Strafe kam ja dann erst, als man sie zu diesem gewalttätigen Bauern gab, bei dem sie nun bleiben muß. Rorik hingegen muß nur die Burg verlassen und Harald hat sich mit ihm nun einen weiteren Feind geschaffen, der sicher nochmal auftauchen wird.

Dann endlich kommt Olafs lang ersehne Nachricht, er will sich sein Königreich zurück holen und Haralds Zeit ist gekommen!

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UlfSchieweAW: Teil 2 der LR "Herrscher des Nordens-Thors Hammer"14.11.2017, 10:04 Uhr
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Während Hrane mit Harald auf Schiffahrt geht, erzählt er ihm auch die Geschichte seiner Mutter. Junge, Junge, da schlackert man ja nur so mit den Ohren, zimperlich waren sie ja damals nicht! Da kommt heute keine Seifenoper mit!!!


Ja, diese Sigrid Storada muss ein Teufelsweib gewesen sein. Sie kommt in den Sagas mehrmals vor. Ich habe da nichts erfunden.

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tassieteufelAW: Teil 2 der LR "Herrscher des Nordens-Thors Hammer"14.11.2017, 10:23 Uhr
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Die spannendsten und bizarrsten Geschichten schreibt das Leben halt immer selbst *grinst breit* Vor der Frau muß man ja richtig Angst haben......

Interessant finde ich ja die Stellung der Frauen, ist da irgendwie bekannt, wie sich das durch die Verbreitung des Christentums geändert hat?

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UlfSchieweAW: Teil 2 der LR "Herrscher des Nordens-Thors Hammer"14.11.2017, 10:43 Uhr
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Dazu kann ich leider nichts sagen. Zumindest, was Skandinavien betrifft. Bei uns verschlechterte sich die Stellung der Frau nach dem Hochmittelalter. Damals galt noch fränkisches (also auch germanisches) Recht, das der Frau gewisse Rechte zusprach, wie im Erbrecht zum Beispiel. Außerdem herrschten die Frauen über Land und Burg, als Witwen oder während die Männer im Krieg waren. Zunehmend wurde aber römisches Recht wieder eingeführt und auch Adelige begannen, lieber Söldner für sich kämpfen zu lassen. Man moralisierte mehr, besonders die Kirche. Homosexualität, zuvor zwar geächtet wurde zum todeswürdigen Verbrechen. Und natürlich führte der Protestantismus zu noch strengerer sittlichen Kontrolle, was besonders Frauen weiter einschränkte.

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Jana68AW: Teil 2 der LR "Herrscher des Nordens-Thors Hammer"14.11.2017, 21:10 Uhr
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Vielen Dank, lieber Ulf, für Deine aufschlussreichen Antworten.

Was tassie anspricht - die Stellung der Frau zu dieser Zeit - ist mir auch aufgefallen. Die Wertschätzung zeigt sich ja schon bei besagtem Ehrentag, aber auch später zu Beginn des 3. Teils während des Thing. Im Gegensatz dazu steht die härtere, weil körperliche Bestrafung von Aedelind, obwohl sie ja „nur“ eine Sklavin ist und als solche durch ihren Verrat an ihrer Herrin absolut alles verspielt hat.

Ich habe inzwischen den 3. Abschnitt beendet, war aber heute lange mit dem Auto unterwegs und muss erst mal nen Moment Luft holen.

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wampyAW: Teil 2 der LR "Herrscher des Nordens-Thors Hammer"15.11.2017, 16:34 Uhr
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Harald wächst und gedeiht gar vortrefflich. Erst erlegt er den Bären, dann lernt er die Schifffahrt und dann schafft er sich Rorik vom Hals. Ob er daran dauerhaft Freude haben wird, steht zu bezweifeln. Aber ein Krieger wächst mit der Zahl seiner Feinde.
Zur Rolle der Frau möchte ich anmerken, dass die Frauen vor allem als Vertreter ihrer Männer, die auf Kriegstour waren, gefordert waren. Sie hielten die heimische Wirtschaft in Schwung und sorgten dafür, dass Haus und Hof in gutem Zustand waren. Aber natürlich waren die Männer der Meinung, dass es keine Vertreter braucht, wenn sie zu Hause waren. Heute reden wir oft von Problemen Soldaten wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Das wird früher kaum anders gewesen sein. Allerdings war der Zusammenhalt eines Kriegstrupps wahrscheinlich größer als heute. Wer über Monate gemeinsam auf Feldzug war, der hat extrem starke soziale Bindungen. Ähnlich dürfte es bei den Frauen, die zu Hause geblieben sind, auch sein. Die harte Bestrafung der Sklavin ist logisch, während Rorik wohl durch die Führung der Soldatengruppe geschützt wird. Mir stellt sich die Frage, ob er als einfacher Soldat auch so ungeschoren davon gekommen wäre.

Wampy liebt Schach, Krimis und American Football (aber nur anschauen!)

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