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tassieteufelTeil 1 der LR "Herrscher des Nordens-Thors Hammer"08.11.2017, 15:42 Uhr
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Hier der erste Abschnitt für unsere LR bis einschließlich Kapitel " Sigurds Fluch" bis eBook Seite 70

Ich hoffe mir ist kein Fehler unterlaufen, da ich nur das eBook habe und die Einteilung so etwas schwierig war und hoffe die Printleser kommen damit klar! Nun wünsche ich uns allen viel Spaß mit Ulfs neuem Buch, auch wenn wir nur zu viert sind, wird es sicher wieder spannend mit Euch Eindrücke auszutauschen!
Danke schon mal an Ulf für das Begleiten der Runde und seine sicher wie immer interessanten Hintergrundinfos!

Viel Spaß! *grinst breit*

Nur wenig geschieht zur rechten Zeit, vieles geschieht gar nicht! Ein gewissenhafter Historiker korrigiert diese Mängel! (Herodot)

UlfSchieweAW: Teil 1 der LR "Herrscher des Nordens-Thors Hammer"09.11.2017, 09:47 Uhr
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Herzlich willkommen auch von mir.

Der Bastard von Tolosa (2009)Die Comtessa (2011)Die Hure Babylon (2012)Das Schwert des Normannen (2013)Die Rache des Normannen (2014)www.ulfschiewe.de

Jana68AW: Teil 1 der LR "Herrscher des Nordens-Thors Hammer"11.11.2017, 20:41 Uhr
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Ein gut gelungener Einstieg in eine neue und sehr interessante Saga!
Sowohl der Erzählstil als auch der Stoff haben es mir leicht gemacht, in die Geschichte hineinzukommen. Das Buch lässt sich unglaublich flüssig lesen, die nordischen Begriffe, die ich allesamt im Glossar nachgeschlagen habe, finde ich nicht hinderlich.
Insbesondere Harald, der im Moment ja noch ein junger Bursche mit viel Mut und voller Tatendrang ist, und seinen Freund Thorkel lernt mal schnell gut kennen und mögen. Dazu trägt die Ich-Erzähl-Form durch Harald bei, die ich für gelungen halte, denn es ist die Hauptperson selbst, die uns seine Geschichte erzählt.
Besonders gut hat mir die atmosphärische Beschreibung des kleinen Streifzuges der beiden durch die nordischen Wälder gefallen. Da hatte ich wirklich das Gefühl, an jeder Ecke hockt ein Troll und unseren beiden Helden ging es nicht anders...sowohl die Alte am See als auch der Köhler bekommen hier im einsamen Norden etwas Schaurig-unheimliches und Unheilvolles, eine tolle Verstärkung der Atmosphäre. Doch die beiden bleiben tapfer, jeder spürt die Angst des anderen und sie versuchen, sich gegenseitig abzulenken. So halten bis zum Morgen durch. Wahrscheinlich brechen sie nie wieder so überstürzt, unvorbereitet und planlos auf. Lektion gelernt würde ich vermuten.

Überzeugend fand ich zudem die Predigt von Bischof Grimkell. Ich weiß nicht, wann genau die Christliche Religion im hohen Norden begann, Einzug zu halten. Vermutlich sind wir hier noch am Anfang. Die landschaftlichen Gegebenheiten und die dünne Besiedlung haben da sicher geholfen, dass die alten Götter lange die Oberhand behielten.

Bin gespannt, wie es weiter geht.

Jana68----------Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste. (Heinrich Heine)

UlfSchieweAW: Teil 1 der LR "Herrscher des Nordens-Thors Hammer"11.11.2017, 22:14 Uhr
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Es war mir ein Anliegen, etwas von dem "nordischen Feeling" zu vermitteln. Landschaft, Kultur, Mythologie und Gebräuche. Ich wollte auch nicht das übliche Wikinger-Klischee bedienen von brutalen Kampfmaschinen, sondern möglichst authentische und gut recherchierte historische Figuren präsentieren. Diese Trilogie ist die Lebensgeschichte eines außergewöhnlichen Mannes.

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UlfSchieweAW: Teil 1 der LR "Herrscher des Nordens-Thors Hammer"12.11.2017, 11:11 Uhr
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Was das Christentum betrifft, so war es zur Zeit des ersten Bandes, schon etwas mehr in Dänemark verbreitet, noch sehr wenig in Norwegen, eher noch an den Küsten, und überhaupt nicht in Schweden.

Damals hing die Verbreitung noch sehr vom jeweiligen Herrscher ab. Das Thema wird jedenfalls in der Trilogie eingehend behandelt. Deshalb muss ich hier nicht viel mehr dazu sagen.

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OrangeAW: Teil 1 der LR "Herrscher des Nordens-Thors Hammer"12.11.2017, 13:50 Uhr
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Mir ging es wie Jana. Ich fand den Einstieg in die Geschichte wunderbar einfach. Schon nach wenigen Seiten war ich mittendrin. Da gabs keine Verwirrung, wer mit wem und warum. Und Harald macht es einen auch leicht, ihn zu mögen. Der fast dreizehnjährige *zwinkert*, der eigentlich kein Junge mehr sein will, der mit "du bist zu jung" nichts mehr anfangen kann, der seinen großen Bruder bewundert und ihn helfen will, der aber eben nach einen kalten, feuchten Nacht weit ab von zu Hause und mit seinen Kumpel ganz allein ist, dann eber doch noch Schiss hat und sich reumütigen wieder nach Hause reitet. Die Atmosphäre im Wald und die alte Hexe mit ihren Spruch under der seltsame Köhler haben sich noch einiges dazu beigetragen.
Das er auf den Heimweg den Feinden seines Bruders begegnet, ist dabei das Tüpfelchen auf dem I. Zum Glück geht die Begegnung durch Kalfr noch glimpflich aus.
Was ich auch sehr interessant fand, waren die Einstellungen zum neuen Glauben. Und wenn man es recht betrachtet, hat Bischof Grimkell recht. Die alten Götter stehen für Dunkelheit, Christus für das Licht. Aber klar, einen alten Glauben, den schon die Eltern und Großeltern einen beigebracht haben und was man einfach nicht anders kennt, sowas lässt man nicht einfach hinter sich.
Harald jedenfalls hat sich erstmal in die Arme seiner Mutter gerettet und muss noch ein Weilchen warten.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero, röm. Philosoph)Mir fehlt nur eins - genug Zeit um mich um beides ausreichend zu kümmern.

wampyAW: Teil 1 der LR "Herrscher des Nordens-Thors Hammer"12.11.2017, 16:02 Uhr
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Auch mir ist der Einstieg leicht gefallen. Harald ist ein junger Wildfang von fast dreizehn Jahren, der von einer Zukunft als großer Krieger träumt. Da fiebert man einfach mit. Natürlich halten ihn alle für zu klein, um in den Kampf zu ziehen, aber mit seinem Kumpel macht er sich auf den Weg. Es geht gründlich schief, aber es entsteht auch kein Schaden. Aber das Besondere an Harald ist, dass er sein Verhalten reflektiert und gewillt ist, die Lehren daraus zu ziehen.
Die Geschichte wird in Rückblenden aus der Sicht des "alten" Harald erzählt, der als König herrscht. Da mag so einiges in der Erinnerung geschönt sein. Sehr anschaulich und realistisch wird das Dorf, in dem Harald aufwächst, beschrieben und die Schilderungen des Dorflebens geben mir das Gefühl, vor Ort zu sein.
Schon öfter habe ich gelesen, das bekehrte Menschen immer noch an die alten Götter glauben. Aber wer will es sich schon mit bewährten und gefährlichen Göttern verderben. Erstaunlich ist es, dass Menschen über Jahrhunderte mit ihrem Glauben ohne Probleme zu Recht kommen und dann kommt jemand, um sie zu bekehren. Irgendwie scheint das Nebeneinander verschiedener Glaubensrichtungen nur selten dauerhaft funktioniert zu haben.

Wampy liebt Schach, Krimis und American Football (aber nur anschauen!)

UlfSchieweAW: Teil 1 der LR "Herrscher des Nordens-Thors Hammer"12.11.2017, 17:25 Uhr
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"Irgendwie scheint das Nebeneinander verschiedener Glaubensrichtungen nur selten dauerhaft funktioniert zu haben."

In der Antike hat es wunderbar funktioniert. Der eine opferte Apollon, die andere Isis. Auch die Christen wurden nur verfolgt, weil man sie für Aufrührer hielt. Und selbst das nur einige Male. Woraus die Christen natürlich eine große Märtyrersache machten, weil man damit Anhänger wirbt und die Gemeinschaft stärkt. Die Opferstrategie hat schon immer gewirkt. Nicht nur beim Christentum.

Das Nebeneinander unterschiedlicher Religionen war dann mit dem Monotheismus zu Ende. Der Monotheist glaubt, die alleinige Wahrheit zu vertreten und betrachtet Andersdenkende als zu bekehren oder im schlimmsten Fall zu bekämpfen. Ist ja auch logisch. Wenn man glaubt, es gibt nur einen Gott, dem man sich zu unterwerfen hat, dann kann man es nicht ertragen, wenn andere fröhlich zurecht kommen, ohne sich diesem Gott zu unterwerfen. Zumindest sagt man sich, die werden schon sehen, was sie davon haben, die kommen in die Hölle. Schlimmstenfalls verteufelt man sie als Ungläubige, Ketzer oder Gotteslästerer. Mit den bekannten Folgen. :)

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tassieteufelAW: Teil 1 der LR "Herrscher des Nordens-Thors Hammer"12.11.2017, 19:41 Uhr
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Sorry das ich hinterher hinke, aber der Jetlag haut doch heftiger rein als gedacht *rollt mit den Augen*

Mir ist der Einstieg ins Buch auch leicht gefallen, eigentlich ist die Ich-Form ja eher nicht mein Ding, aber wie schon bei den anderen Büchern bringt das natürlich den Vorteil, dass man der Hauptfigur sehr nahe kommt und Gefühle und Emotionen hautnah miterlebt.
Harald macht es einem leicht, ihn zu mögen! Seine Abenteuerlust ist nachvollziehbar, auch wenn er recht unüberlegt loszieht und dann das Böse Erwachen kommt. Die Jungs fürchten ja mehr das Gespött der anderen als die Strafe.
Die Beschreibung ihres Streifzugs durch die Moore und Wälder hat mir sehr gut gefallen, düster und leicht gruselig..... Ich frage mich, ob die Worte der Hexe noch eine Bedeutung bekommen???

Interessant fand ich auch, dass Frauen hier scheinbar nicht unbedingt den Männern untergeordnet sind, Asta füllt ja recht energisch und scheinbar auch von allen respektiert die Stelle ihres verstorbenen Mannes aus. Die Situation als Harald quasi als Gefangener zurück kommt, hat sie ja souverän gemeistert. Harald hat sich mit Sigurd sicher einen Feind geschaffen, auf den er wohl noch mal treffen wird, da darf man gespannt sein!

Interessant fand ich auch, wie die Glaubensfrage Haralds Familie spaltet, Olaf ist für das Christentum, seine Mutter dagegen und sie gibt dem Christentum ja auch die Schuld für Olafs Verlust seiner Königswürde.

Nun bin ich gespannt wie es weiter geht..... *grinst breit*

Mich würde interessieren, wie viel Fakten und Fiktion bei den realen Figuren dran ist, ich könnte mir vorstellen, das anders als bei den Normannen eine Recherche eher schwierig war, oder gibt es viel verbürgtes Material über Harald und seine Familie?

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UlfSchieweAW: Teil 1 der LR "Herrscher des Nordens-Thors Hammer"12.11.2017, 22:26 Uhr
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Zunächst mal meine Gegenfrage: Warum magst du die Ich-Form tendenziell nicht? Ich schreibe gern in der Ich-Form. Ist bei den Angelsachsen auch recht beliebt. Beispiel Cornwell, aber auch viele andere. Man kommt durch die Ich-Form der Figur einfach sehr nahe, weil man alle Eindrücke und Gedanken in Echtzeit mitbekommt.

Und hier ist das noch durch das Präsens verstärkt. Hat einer mitbekommen, dass alles im Präsens erzählt wird? Das ist schon eher etwas ungewöhnlich. Ich war schon in der Mitte des zweiten Bands, als ich das aus Spaß mal ausprobiert haben. Und das Präsens hat mir so gefallen, dass ich den ganzen ersten und die Hälfte des zweiten Bands entsprechend umgeschrieben habe.

Und nun zu der Recherche. Es gibt aus der Zeit keine Chroniken. Aber die Skandinaven waren große Dichter. Die Skalden waren nicht nur in der Halle der Fürsten, sondern in all ihren Unternehmungen mit dabei, auch in den Schlachten. Ihrer Erlebnisse haben sie als Lieder in Versform verfasst und weitergegeben. Genauso die Sagas. Die Sagas sind keine Märchen oder Legenden sondern im Grunde mündliche Chroniken. Die wurden von Generation zu Generation weitergegeben. Es gibt unter anderem die Olaf-Saga und auch die Harald-Saga. Im 13. Jahrhundert (also 2 Jahrhunderte später) hat ein Isländer sie alle gesammelt, zusammengefasst und aufgeschrieben. Das ist die Heimskringla oder die Sagas der norwegischen Könige. Und diese Sagas sind wirklich sehr detailliert und bilden heute die Basis der norwegischen Geschichtsschreibung. Ich habe sie im Detail gelesen. Und besonders gestützt habe ich mich auf das Werk eines englischen Historikers, der besonders Haralds Leben erforscht hat und aus anderen Quellen noch viele weitere Einzelheiten über sein Leben zusammengetragen hat. Insofern habe ich, was wichtige Ereignisse betrifft, gar nichts erfunden, sondern nur romanmäßig und mit fiktiven Figuren und Elementen angereichert, wie ich das auch in meinen anderen Bücher getan habe.

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