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tassieteufelTeil 5 der LR "Herrscher d.Nordens-Odins Blutraben29.12.2017, 17:01 Uhr
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Teil 5 unserer Leserunde bis einschließlich Kapitel "Der verbotene Hort" bis Ebook Seite 261

Buchseite 368

Nur wenig geschieht zur rechten Zeit, vieles geschieht gar nicht! Ein gewissenhafter Historiker korrigiert diese Mängel! (Herodot)

OrangeAW: Teil 5 der LR "Herrscher d.Nordens-Odins Blutraben07.01.2018, 16:40 Uhr
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Ich orientiere mich mal an der Seitenzahl und höre bei diesen Abschnitt beim Kapitel "Die Grabeskirche in Jerusalem" auf.

Harald und seine Männer sind in Byzanz/ Kostantinopel angekommen. Leider lesen wir nichts über den Verlauf der Reise. Sie müssen sich beim betreten der Stadt aber völlig fremd gefühlt haben. Das ist so eine vollkommenen andere Welt wie daheim oder auch bei den Rus. Ich kann mir das richtig bildlich vorstellen, wie sie staunend durch die Stadt gelaufen sind und die Bauten angesehen haben. Und auch die Gepflogenheiten sind völlig andere. Beamte, Knabenliebe, Eunuchen - davon haben sie noch nichts gehört. Hier musste ich bei den Bemerkungen der Männer schmunzeln. Gestandene Kerle, die Angst um ihre Eier haben.
Auch der Kaiserpalast wird sehr bildhaft beschrieben. Etwas verwundert hat mich die Nachfolgeregelung. Zoe ist ja bereits Ende fünfzig. Auch wenn sie jüngere Männer mag, muss ihr doch klar sein, dass sie für ein Kind zu alt ist.
Mit Photios wird Harald ein Berater zur Seite gestellt. Ich glaube, er ist sehr hilfreich und deshalb will Harald ihn an seiner Seite haben.
Harald und seine Männer sollen gegen Piraten vorzugehen. Sie sind dabei auch sehr erfolgreich, doch als ihn Sigurd (ich hab ja gesagt, wir sehen ihn wieder) in die Quere kommt, hat Harald plötzlich die Nase voll. Und als er dann auch noch die Schwester der Kaiserin auf deren Pilgerreise nach Jerusalem begleiten soll, kann ich mir seine Begeisterung gut vorstellen. Wieder wird er mit einen neuen Land, noch dazu den heiligen Land, konfrontiert.
Harald ist zwar getauft, aber er betet noch zu den alten Göttern. Und jetzt ist er mitten in Jersualem! Er wird mit allen möglichen Glaubensrichtungen konfrontiert und macht sich darüber Gedanken. Juden, Christen, Moslems - alle leben dort scheinbar friedlich mitteinader. Heimlich besucht er selbst die Grabeskirche. Das er dabei Maria überrascht und es zum Kuss kommt, na mal abwarten.

Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero, röm. Philosoph)Mir fehlt nur eins - genug Zeit um mich um beides ausreichend zu kümmern.

tassieteufelAW: Teil 5 der LR "Herrscher d.Nordens-Odins Blutraben11.01.2018, 18:46 Uhr
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Harald und seine Mannen sind also in Konstantinopel angekommen! was für eine grandiose Szenerie die die Nordmänner in Staunen versetzt, ich stelle mir das so vor, als ob man als Landei in eine Großstadt kommt.

Eine völlig andere Lebensweise und Kultur, ein Völkergemisch, das unzählige Sprachen spricht und schon allein die schiere Größe der Stadt versetzt unsere Helden in Sprachlosigkeit. Ulf schildert hier in einem bunten Bilderbogen sehr anschaulich das städtische Treiben. Herrlich wie Harald für sich die Situation in der Stadt reflektiert! *grinst breit*
Interessant fand ich diesen gigantischen Beamtenapparat, da hat sich irgendwie in den letzten 1000 Jahren nicht viel verändert........wenn so ein Beamter erstmal auf seinem Posten hockt ist er nicht mehr wegzubekommen. Eine ganz andere Welt in der sich Harald nun erstmal orientieren muß, aber es gelingt ihm gut, er will ja hier Geld verdienen. Mit Photios hat er ja auch einen ganz guten Berater gefunden, der ihn durch die Fallstricke der Bürokratie laviert.

Sigurd Erlingsson taucht natürlich auch auf, bzw. war schon vor Harald in Konstantinopel, ich bin ja mal gespannt, ob es da noch zur finalen Konfrontation kommt, bisher hat Harald ja in dieser Richtung eher diplomatisch gehandelt.
Noch leben die verschiedenen Glaubensrichtungen ja friedlich miteinander und Harald macht sich hierzu seine Gedanken, speziell über das Christentum, auch wenn er nicht viel damit anfangen kann, so scheint er ja zu glauben, dass es sich doch durchsetzten wird. Dass er damit Recht hat kann er nat. nicht wissen, aber Olaf war hier wohl doch ein Vordenker, auch wenn der das auf zu brachiale Weise durchsetzten wollte.

Die Sache mit Maria hat mich auch erstaunt, schaun wir mal ob sich daraus was entwickelt.....

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Jana68AW: Teil 5 der LR "Herrscher d.Nordens-Odins Blutraben11.01.2018, 21:11 Uhr
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Nach dem spannenden und doch recht heftigen 4. Leseabschnitt war der 5. nun regelrecht „erholsam“ und dennoch sehr lebhaft.
Mit Harald und den Jungs das Konstantinopel des 11. Jahrhunderts zu entdecken, hat mir sehr gefallen. Ich war schon oft in Istanbul und finde die Stadt wunderschön. Besonders der Blick über den Bosporus ist atemberaubend. Die Stadt ist wirklich eine Perle und hat unglaubliches Flair, orientalisch und zugleich kosmopolitisch, traditionell und modern. „Der Anblick raubt einem den Atem“ berichtet Harald. Das geht mir heute noch jedesmal ganz genauso.
Ich fand es köstlich, wie Harald die fremden Gepflogenheiten zur Kenntnis nimmt, die Eunuchen z. B. oder die Speisesofa‘s in der Halle der Neunzehn Accubita.
Dass Polo aus Persien stammt (dort schon um 600 v. Ch. gespielt wurde, wie ich inzwischen herausfand) und offensichtlich sehr populär war, habe ich nicht gewußt. Ich habe das immer für so was von „very Britisch“ gehalten, dabei haben es sich die Engländer nur abgeguckt.
Dafür, dass Harald und seine Mannen aus dem Norden kommen, klagen sie recht wenig über die dauerhafte Hitze des Südens. Da nörgelt unsereins heutzutage deutlich mehr...

Schon mehrfach ist angeklungen, wie Harald Gott und die Welt bis jetzt sieht.
Die Nordmänner in ihrem Glauben beten um Schutz vor Krankheiten oder vor Unwettern. Aber für menschliches Handeln machen sie die Götter nicht verantwortlich, ihr Tun gereicht den Göttern höchstens zur Ehre. Eine Schlacht führt und gewinnt nicht Gott. Gott kann auch nicht für alles verantwortlich sein.
Hier in Konstantinopel fällt ihm die enge Verbindung von Macht und Religion auf, die sich in Mosaiken oder Bilder widerspiegelt.
Und Nordmänner ziehen für Landeroberungen und Besitz in die Schlacht, nicht aber für einen Gott. Auch das Thema Monotheismus im Gegensatz zum Vielgötter-Glauben des Nordens beschäftigt ihn.
Er setzt sich zunehmend mit solchen Themen auseinander und er hat endlich Lesen und Schreiben gelernt.

Die neuerliche Begegnung mit Sigurd fand ich auch erfrischend. Der ist schon ziemlich gewitzt, dieser „Sauhund“. Erst klaut er sich sein Schiff zurück, steht mit Harald beim „Piratenschiff-Fang“ im Wettkampf und nun nimmt er Haralds Truppe die ersehnte Beute weg. Es klingt schon fast nach „fairem“Wettkampf, mal hat der eine und mal der andere die Nase vorn. Wären Harald und Sigurd noch immer Todfeinde, würden sie so wohl nicht miteinander umgehen.

Jana68----------Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste. (Heinrich Heine)

Jana68AW: Teil 5 der LR "Herrscher d.Nordens-Odins Blutraben11.01.2018, 21:19 Uhr
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@tassie
„Interessant fand ich diesen gigantischen Beamtenapparat, da hat sich irgendwie in den letzten 1000 Jahren nicht viel verändert.....“

Nun ich will doch hoffen, dass die Anzahl der Eunuchen unter den Beamten heutzutage gegen Null tendiert 😀

Wenngleich der Fakt an sich aus damaliger Zeit natürlich nicht unbedingt zum Lachen ist. Die wenigsten werden freiwillig zu Eunuchen geworden sein.



@orange
„Leider lesen wir nichts über den Verlauf der Reise“

Stimmt, das habe ich auch ein wrnig vermisst. Dafür hat mich dann Haralds Einzug in Midgard wieder entschädigt.

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Jana68AW: Teil 5 der LR "Herrscher d.Nordens-Odins Blutraben11.01.2018, 21:50 Uhr
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Ach ja, was mir noch aufgefallen ist, von Heimweh nach Norwegen oder dem Harald innewohnenden Wunsch nach dem Thron war in diesem Abschnitt nichts zu lesen, was natürlich nichts heißen muß. Midgard scheint aber doch eine so völlig andere Welt gewesen zu sein, dass er und die Männer völlig abgelenkt sind.
Auch von Gedanken an Aila war nichts zu lesen, stattdessen „knutscht“ Harald nun Naria und das auch noch in der Grabeskirche. „Was fällt Dir ein?“ empört sich Maria. Ja, das frage ich mich auch.

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UlfSchieweAW: Teil 5 der LR "Herrscher d.Nordens-Odins Blutraben12.01.2018, 10:43 Uhr
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Freut mich, dass das so gut rübergekommen ist. Konstantinopel war ja damals wirklich eine beeindruckende Stadt, größer als Rom. Rom war im Mittelalter auf 50.000 Einwohner geschrumpft, auf dem Forum weideten die Kühe. Aber Ostrom ist ja nie untergegangen, und Konstantinopel war ein gewaltiges Machtzentrum und Handelsmetropole. Hier tummelten sich Menschen aus aller Herren Länder. Der Kaiserpalast war riesengroß, eine ganze Anlage mit diversen Einzelpalästen darin, Gärten, Polofeld. Auf jemand aus dem fernen Norden muss die Stadt einen unglaublichen Eindruck gemacht haben.

Der Bastard von Tolosa (2009)Die Comtessa (2011)Die Hure Babylon (2012)Das Schwert des Normannen (2013)Die Rache des Normannen (2014)www.ulfschiewe.de

UlfSchieweAW: Teil 5 der LR "Herrscher d.Nordens-Odins Blutraben12.01.2018, 10:52 Uhr
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Auch von Gedanken an Aila war nichts zu lesen, stattdessen „knutscht“ Harald nun Naria und das auch noch in der Grabeskirche. „Was fällt Dir ein?“ empört sich Maria. Ja, das frage ich mich auch.


Nein, die Erinnerung an Aila verlässt ihn nicht, auch wenn er mit Maria "knutscht". Es sind Jahre vergangen und der Mann ist kein Eunuch. :D

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Jana68AW: Teil 5 der LR "Herrscher d.Nordens-Odins Blutraben12.01.2018, 12:41 Uhr
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Nur gut das Harald sich in Midgard nicht „verbeamten“ lassen hat...*grins*

Nein, mir ist schon klar, dass er auch Bedürfnisse hat. Aber das Geschehen in der Grabeskirche hätte ja auch Folgen für ihn haben können. Inzwischen habe das erste Kapiel des letzten Abschnitts gelesen und registriert, dass Maria offensichtlich weiter von ihm entfernt ist denn je... aber die Kaiserin, eijeijei.

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tassieteufelAW: Teil 5 der LR "Herrscher d.Nordens-Odins Blutraben12.01.2018, 17:27 Uhr
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@Jana,

bei manch sauertöpfischem Beamten von heute könnte man aber glatt glauben, ihm wäre was wesentliches abhanden gekommen *grinst breit*

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