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tassieteufelTeil 3 der LR "Herrscher d.Nordens-Odins Blutraben29.12.2017, 17:04 Uhr
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Hier der 3. Abschnitt unserer Leserunde bis einschließlich Kapitel "Das Scglangenbollwerk" eBook Seite 149

Buchseite 213

Nur wenig geschieht zur rechten Zeit, vieles geschieht gar nicht! Ein gewissenhafter Historiker korrigiert diese Mängel! (Herodot)

OrangeAW: Teil 3 der LR "Herrscher d.Nordens-Odins Blutraben06.01.2018, 15:16 Uhr
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Oh man, ist das grad spannend und deshalb schreibe ich hier auch nur ganz kurz, damit ich schnellstmöglich weiterlesen kann.

Harald findet in Kiew so einige Baustellen vor. Die Wehranlagen sind in keinen guten Zustand, die verbliebenen Männer wurden um einen Teil ihres Solds betrogen, noch dazu von ihren Vorgesetzten den einigen daraufhin erschlagen haben. Viele Männer haben sich anderweitig anwerben lassen und nur ein kleiner Trupp ist geblieben. Dazu ist der Handel zurückgegangen und Flüchtlinge haben sich in die Stadt gerettet und berichten nun furchtbares. Und Ilya, der der neue Herr in Kiew werden soll, scheint mir absolut unfähig. Er lässt sich von den Mächtigen in Kiew beeinflussen und tritt Harald förmlich in den A... Ich bin mal gespannt, ob sich das noch rächen wird.

Als Harald sich vor Ort ein Bild vom "Schlangenbollwerk" machen will, kommt es zum schlimmsten. Die Petschenegen greifen hinterrücks an und Aila ist mittendrin. Bei der Überschrift für das nächste Kapitel fürchte ich schreckliches.

Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero, röm. Philosoph)Mir fehlt nur eins - genug Zeit um mich um beides ausreichend zu kümmern.

Jana68AW: Teil 3 der LR "Herrscher d.Nordens-Odins Blutraben07.01.2018, 17:39 Uhr
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Interessante Informationen über Großfürst Wladimir und seine naive Leichtfertigkeit. Fehlende Nachfolgeregelungen und die Vernachlässigung der Pflichten sorgen dafür, dass dieses Riesenreich des Rus schwach wird - wie geschaffen für Plünderer und Eroberer. Ilya will das offensichtlich auch nicht erkennen. Immerhin ist er hin und wider verunsichert, aber wie so oft ist auch ihm es wichtiger, dass er es sich nicht mit den Geistlichen und den reichen Bojaren verdirbt.
Die Darstellung Kiews als Treffpunkt verschiedener Welten und als strategischer Handelsplatz kommt gut rüber. Auch die Beschreibung der endlos weiten Steppen beeindruckt. Ich habe beides recht bildhaft vor Augen.

Bei diesen griechischen Werbern, die Söldner in den Dienst des Kaisers von Grikaland holen, habe ich mich gefragt, wofür genau Grikaland steht. Ist das mit Griechenland gleichzusetzen? Ich kann dazu nicht wirklich was im I-net finden, zumindest nicht auf Deutsch oder Englisch. Deshalb die Frage: Was genau muss man sich unter Grikaland vorstellen?
Das Englaland eine alte Bezeichnung für England ist, wusste ich. Grikaland habe ich noch nie gehört.

Harald ahnt, auf was er sich hier eingelassen hat. Ich finde seinen Ansatz, sich ein vollumfängliches und realistisches Bild von der Lage zu verschaffen, goldrichtig. Seine Devise bleibt: Unterschätze niemals Deinen Gegner.
Bei den Bojaren und dem Patriarchen hatte ich den Eindruck, die glauben, wenn sie die Augen zu machen, haben sie kein Problem. Aber wieso fürchten sie nicht um ihre Sicherheit und um ihren Besitz? Es gab doch schon Aufstände und Überfälle in und um Kiew und sie sind mit einem blauen Auge davon gekommen. Wieso glauben die bloß, dass sich die Petschenegen damit zufrieden geben und kein Interesse an der Besetzung der Stadt haben? Gottvertrauen ist ja gut und schön, aber nichts tun ist nicht gottgefällig. So naiv kann man doch gar nicht sein!
Haralds Strategie ist völlig richtig, aber ihm fehlt die Zeit. Er riskiert es sogar, sich Ilya zum Feind zu machen.
Aila ist wieder schwanger. „Ich bin mit Kind“ habe ich noch nie jemanden sagen hören. Aber der Ausspruch passt gut in die Zeit, besser als „Alles wird gut“ 😉
Ich verstehe aber nicht, wieso Aila Harald nicht heiraten will. Man könnte vielleicht sagen, es spräche für sie, denn sie schätzt die Lage und ihre Stellung richtig ein und hat kein Interesse daran, dass Harald vielleicht in Schwierigkeiten gerät. Nun ich sehe das anders. Beide sind sich doch ihrer Liebe zueinander gewiss und er bietet ihr in gewissem Sinne Sicherheit und Zukunft. Glaubt sie nicht daran?
Und dann will sie unbedingt mit auf die Besichtigungstour. Das hat bestimmt mit Kaukos Traum zu tun. Was genau er eigentlich im Trance gesehen hat würde ja nicht interpretiert.

Die Besichtigung des Schlangenbollwerks (das ich mir noch immer nicht so genau vorstellen kann) ist noch ernüchternder als erwartet. Am Ende erscheint mir die Lage ziemlich aussichtslos. Harald sieht das auch so, was sich gut in seinem Gefühl, dass nicht nur seine Götter zunehmend an Einfluss verlieren, widerspiegelt. Nun hoffe ich, dass Aila und Kauko nichts passiert ist. Aber ich ahne nichts gutes.

Jana68----------Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste. (Heinrich Heine)

tassieteufelAW: Teil 3 der LR "Herrscher d.Nordens-Odins Blutraben08.01.2018, 13:17 Uhr
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Ich fand den 3. Abschnitt auch unheimlich spannend!
Zwischen Harald und Ilya kommt es nun doch zu Konflikten, anstatt auf Harald zu hören, will Ilya seinen eigenen Kopf durchsetzen und sich lieber bei den Bojaren und dem Patriarchen lieb Kind machen.
Ich fand auch, dass es sehr leichtsinnig ist, die Sicherheit von Kiew in die Hand Gottes zu legen und darauf zu vertrauen dass eben einfach nichts passiert, weil das eben bisher immer so war. Eine sehr kurzsichtige Denkweise.
Harald spricht bei Ilya die Veruntreuung der Söldnergelder an und macht sich damit wohl Ilya nun wirklich zum Feind, ich bin gespannt, wie das zwischen den Beiden ausgeht.

Mir gehts wie Jana, mit Grikaland kann ich nicht so wirklich was anfangen, die Vermutung liegt nahe, dass es um Griechenland geht, aber was hat es mit Midgard auf sich? Das ist für mich eindeutig ein Begriff aus den nordischen Sagen und ich hätte nicht vermutet, dass damit ein Ort in Griechenland gemeint sein könnte. Vielleicht kann Ulf hier Aufklärung schaffen, danke schon mal!
Harald beweist wieder einmal seine Umsicht, in dem er alle Befestigungsanlagen inspiziert und mit den wichtigsten Reparaturen beginnt, auch wenn er sich damit wenig Freunde macht.

@Jana,

aus unserer Sicht ist es sicher schwer zu verstehen, dass Aila Harald nicht heiraten will, undenkbar für uns das man den Heiratsantrag des Mannes ablehnt, den man liebt! Ich denke aber fast, sie macht ihm hier einen ganz großen Liebesbeweis, indem sie ihm quasi die Stelle der Ehefrau freihält. Sicher würde es ihr überhaupt nicht leicht fallen, ihn mit einer anderen zu teilen, aber sie sieht eben auch seine Stellung. Er ist von königlicher Abstammung und Onkel eines zukünftigen Königs, damit ist er eine sehr gute Partie und damals wurden Ehen eben auch vor allem wegen politischen Bündnissen und anderen Vorteilen geschlossen. Haralds Mutter hätte sicher eine Ehe mit Aila nicht gut geheissen und Aila ist eben "nur" eine freigelassene Sklavin. Harald kann es ja auch (noch) nicht verstehen, da Aila für ihn die Einzige ist.
Nach dem Ende des. 3. Leseabschnitts befürchte ich leider auch das Schlimmste für Aila und Kauko, eigentlich bleiben ja nur 2 Möglichkeiten........

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UlfSchieweAW: Teil 3 der LR "Herrscher d.Nordens-Odins Blutraben08.01.2018, 13:57 Uhr
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@tassie

was Grikaland und Midgard betrifft ... du hast vielleicht nicht gemerkt, es gibt am Ende ein Glossar. Midgard ist der nordische Name für Konstantinopel.

Und was Aila betrifft, hast du vollkommen recht. Sie weiß, ein Mann wie Harald sollte keine freigelassene Sklavin heiraten. Sie ist klug genug zu verzichten und vor allem großmütig.

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tassieteufelAW: Teil 3 der LR "Herrscher d.Nordens-Odins Blutraben08.01.2018, 14:08 Uhr
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@Ulf,

Ja, das Glossar! hab nat. bei der Einteilung gesehen dass es wieder eins gibt. Danke trotzdem für die Info zu Konstantinopel.
Ich lese das eBook, da ist das Hin und her geblätter nicht ganz so fix gemacht wie beim Buch und ich hatte einfach keine Lust, mit dem Lesen aufzuhören um ans Ende zu hüpfen..... *grinst breit* werde das aber heute Abend nachholen und im Glossar nachlesen.

Täusche ich mich oder ist ansonsten Midgard in der nordischen Mythologie die Bezeichnung für die Welt an sich?

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UlfSchieweAW: Teil 3 der LR "Herrscher d.Nordens-Odins Blutraben08.01.2018, 14:22 Uhr
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Du hast recht, Midgard ist die Welt de Menschen in der nordischen Mythologie. Interessant, dass sie Konstantinopel den gleichen Namen verpasst haben. :)

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Marthe13AW: Teil 3 der LR "Herrscher d.Nordens-Odins Blutraben14.01.2018, 18:42 Uhr
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So nun die Leserunde 3 und 4 fertig.
Jetzt muss ich überlegen, was zur 3 gehört und was zur 4. :)

Ich fand die Reise nach Kiew echt spannend und wie Harald seinen Kopf durchsetzt, eigentlich alles auf eine Karte setzt um die Schiffe mitzunehmen, obwohl es sehr eng werden könnte.
Was ja auch im wahrsten Sinne auch geschah.
Tja, einfach an den richtigen Gott glauben und schon regnet es und die Schiffe waren frei bzw. ließen sich sehr gut an dieser einen Stelle weitertransportieren. Ich finde nach wie vor gut, das Harald an seine Götter glaubt und sich nicht bekehren lässt. Das macht ihn mir schon deswegen sympatisch.

Über Aila habe ich so einiges gelernt. Erst dachte ich, kaum ist sie keine Sklavin mehr, mümpft sie auf, aber nein, ihre Zunge war schon immer so. Sie vertraute Harald und deswegen wagte sie ihre Gedanken, ihre Bedenken zum Kämpfen zu äußern. Sie entwickelte sich zu einer starken Frau.

In Kiew selbst, wo Harald den Zustand der Palisaden und den ganzen Wehranlagen begutachtete, habe ich mir schon gedacht, das sie schlecht sind. Der Großfürst erahnte es sicher, deswegen schickte er Harald hin und seinen Sohn Ilja nur als "sein schlechtes Gewissen".
Ilja, ist der unerfahrenste, arroganteste Sohn eines Großfürsten, den es wohl je gegeben hat. Er ist toal unfähig überhaupt etwas auf die Reihe zu bekommen. Im Saufen war er sehr gut und im Herumlabern mit den Bojaren. Wobei es mich an Parallen in der heutigen Zeit erinnert. Es gibt Kollegen, die keine Ahnung haben von dem was sie tun, aber sie stellen sich mit dem Chef gut und genießen seine "Obhut" und werden dafür gut bezahlt, auch wenn sie vom Tuten und Blasen keine Ahnung haben. So ist Ilja. Ein totaler unfähiger Mann.

So was geschah noch so im 3. Leseabschnitt...
Ich fand wieder sehr gut beschrieben, wie die Reise von Holmgard bis Kiew beschrieben wurde. Man konnte sich alles wieder sehr gut vorstellen. Manchmal habe ich das Gefühl ich bin mittendrin.
((Bloß nicht, denn in dieser Zeit möchte ich nie gelebt haben))

Ein Leben ohne Bücher, einfach unvorstellbar.

UlfSchieweAW: Teil 3 der LR "Herrscher d.Nordens-Odins Blutraben15.01.2018, 11:46 Uhr
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Möchtest du nicht in dieser Zeit leben? So eine kleine Zeitreise wäre aber doch sicher interessant. :)

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Marthe13AW: Teil 3 der LR "Herrscher d.Nordens-Odins Blutraben15.01.2018, 19:36 Uhr
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Es ist verlockend, aber dort wird mir zu schnell getötet. Kaum bewegt man sich, wird man mit dem Pfeil oder mit dem Schwert erschlagen. In der heutigen Zeit lebe ich da schon sicherer. Ich hoffe du verstehst, wie ich es meine. Also ich kann früh auf Arbeit fahren oder am Nachmittag einkaufen gehen, ohne das Ritter kommen mich ausrauben und niedermätzeln.
Es gibt da auch einen filmm (wo mir der titel gerade nicht einfällt) aber da reisen auch heutige Leute in das Mittelalter und merken ganz schnell, das da nichts mit verhandeln ist, da regiert das Schwert.....

Ein Leben ohne Bücher, einfach unvorstellbar.

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