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tassieteufelTeil 1 LR Herrscher d.Nordens-Die letzte Schlacht112.02.2018, 10:56 Uhr
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Hier kommt nun der 1. Leseabschnitt zum 3. und letzten Teil der Herrscher des Nordens Saga bis Kapitel "Nacht über Midgard" eBook Seite 72

Nur wenig geschieht zur rechten Zeit, vieles geschieht gar nicht! Ein gewissenhafter Historiker korrigiert diese Mängel! (Herodot)

Jana68AW: Teil 1 LR Herrscher d.Nordens-Die letzte Schlacht116.02.2018, 21:43 Uhr
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Nahtlos ist mir der Einstieg in den 3. Band gelungen. Die Geschichte ist noch so präsent, als hätte ich nur eine kurze Pause eingelegt. Zudem liegt zwischen dem Ende von Band 2 und dem Beginn von Band 3 kein Zeitabstand.
Wir sind also noch immer in Konstantinopel und die Stadtbewohner proben zurecht den Aufstand. Die Kaiserin Zoë ist in Gewahrsam und der Basileus hat sich im Palast verschanzt.

Die Bewohner der Stadt machen aus Ihrem Protest beinah ein Volksfest. Ich hatte zunächst das Gefühl, auf einem typischen Marktplatz zu stehen, mitten in bunten Treiben. Die einfallenden Seekrieger setzen dem ein jähes Ende. Der friedliche Protest endet in einem Massaker - die Szenerie kam mir leider nur zu bekannt vor.
Ulf, Du hast es auch in dieser Szene wieder geschafft, mit einfacher Beschreibung ein klares Bild der Gewalt zu vermitteln ohne zu übertreiben. Harald berichtet sachlich, aber man hört trotzdem seine ungläubige Überraschung und sogar etwas Traurigkeit heraus.

Harald hat mal wieder den richtigen Riecher, die Person in der Sänfte, ist tatsächlich Zoë. Die Seekrieger haben sie aus der Verbannung geholt, sie soll als Mittel zum Zweck dem Kaiser von Nutzen sein.

Das Kernteam um Harald entwickelt also einen wagemutigen Plan, wie sie zusammen mit den Rädelsführern hoffentlich erfolgreich gegen den diktatorischen Kaiser vorgehen können.
Diesmal läßt sich Harald wirklich viel Zeit, ehe er mit seinen Leuten spricht. Ich glaube ja fast, dass er sich selbst erst noch überzeugen musste, dass es eine Chance gibt. Schließlich wird seine gesamte Mannschaft zum Eidbrecher. Sie alle setzen ihr Leben aufs Spiel, wenn sie Harald folgen.
Theoretisch hätte Harald einfach den Befehl geben können, er ist schließlich der Anführer. Aber er bezieht sie in die Entscheidung ein und gibt ihnen damit das Gefühl, selbst über ihr Schicksal zu bestimmen. Harald hat wirklich Talent, er weiß genau wie er es anstellen muss, dass seine Leute loyal ihm gegenüber stehen.
Die Opferung des Ochsen für Odin fand ich ja zunächst irgendwie fehl am Platz, zum ersten Mal hatte ich das Gefühl. Aber das Ritual schweißt sie zusammen und lässt sie alle noch mehr zu einer verschworenen Gemeinschaft werden - also doch alles richtig gemacht.

Sehr gefallen hat mir der Marsch durch die Zisterne, so kurz vor dem Kampf, bei dem sich das Schicksal Konstantinopels und des Reiches Byzanz entscheiden kann, nehmen sich die Junges auch noch Zeit, das Bauwerk zu bewundern - zusammengestückelt aus Einzelteilen aus dem ganzen Reich, sogar die Medusa ist dabei und jagt der Truppe einen ordentlichen Schrecken ein.
Die Beklemmung die entstehen, wenn man sich in dunkler Tiefe und im Entenmarsch durch unbekanntes „Gelände“ kämpft und dabei im Hinterkopf hat, dass hier normalerweise Wasser steht und in der Gegend häufiger die Erde bebt, kommen gut rüber, ich konnte das Gefühl gut nachempfinden.


Jana68----------Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste. (Heinrich Heine)

Jana68AW: Teil 1 LR Herrscher d.Nordens-Die letzte Schlacht117.02.2018, 00:18 Uhr
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Ich war ja mit Haralds Entscheidung nicht einverstanden, habe sie auch nicht nachvollziehen können. Es beschäftigt mich jetzt wieder.

„Es hat mich gelehrt, dass man solchen Kerlen keinen freien Raum geben darf…
Dieser Mann bestiehlt ein ganzes Reich, er unterdrückt ein ganzes Volk. Er ist ein Tyrann, eine Bestie übelster Sorte. Er knebelt, beraubt und tötet alle, die sich ihm widersetzen.“

Das sind Thorkels Worte und man darf wohl davon ausgehen, dass Harald den gleichen Standpunkt vertritt. Das ist der eigentliche Grund, warum Harald so und nicht anders entschieden hat. Es geht nicht nur um blinde Rache.
Zu dem bis hierher entstandenen Bild der Person Harald passt dies in der Tat.
Diese Einstellung ist grundsätzlich positiv, es geht gegen Willkür, Tyrannei und Unterdrückung. Nur frage ich mich die ganze Zeit, ob das tatsächlich der Grund für Harald’s Entscheidung war, sich einzumischen, den Aufständischen beizustehen und sie anzuführen.
War es so, Ulf? Gibt es in den Quellen überhaupt mehr darüber oder findet sich dort nur die Tatsache, dass Harald diesen Kampf geführt hat?

Jana68----------Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste. (Heinrich Heine)

UlfSchieweAW: Teil 1 LR Herrscher d.Nordens-Die letzte Schlacht117.02.2018, 10:22 Uhr
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Diese Einstellung ist grundsätzlich positiv, es geht gegen Willkür, Tyrannei und Unterdrückung. Nur frage ich mich die ganze Zeit, ob das tatsächlich der Grund für Harald’s Entscheidung war, sich einzumischen, den Aufständischen beizustehen und sie anzuführen.
War es so, Ulf? Gibt es in den Quellen überhaupt mehr darüber oder findet sich dort nur die Tatsache, dass Harald diesen Kampf geführt hat?


Das wissen wir nicht. Wir wissen nur, dass er es getan hat. Das ist fast immer so, wenn man Historisches recherchiert, zumindest aus dieser Zeit. Es gibt ja keine Tagebücher, ein Harald hat keinen Kommentar in der FAZ geschrieben, es sind keine Reden überliefert. Wir wissen nur, WAS passiert ist, und die Motivation dahinter können wir nur erahnen. Das ist eben auch die Aufgabe des Autors.

Aber ich denke schon, dass so ein Despot wie dieser Kalfaterer für Nordmänner ein Greuel gewesen sein muss. Die sahen sich als freie Männer, die hatten in ihren Things eine Art Volksabstimmung, die gingen auch mit ihren Anführern nicht zimperlich um, wenn diese zu weit gingen. Olaf selbst hat das zu spüren bekommen. Eben deshalb hatten norwegische Könige lange Zeit große Mühe, das Land zu einigen. Hinzu kommt, dass Harald Beziehungen zu den kaiserlichen Schwestern hatte. Es bleibt doch nicht aus, dass Söldner wie diese Waräger nach so vielen Jahren Bindungen mit den Einheimischen eingehen und dass sie Sympathie für die Sache des Volkes entwickeln. So stelle ich es mir jedenfalls vor.

Der Bastard von Tolosa (2009)Die Comtessa (2011)Die Hure Babylon (2012)Das Schwert des Normannen (2013)Die Rache des Normannen (2014)www.ulfschiewe.de

UlfSchieweAW: Teil 1 LR Herrscher d.Nordens-Die letzte Schlacht117.02.2018, 10:35 Uhr
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Die Bewohner der Stadt machen aus Ihrem Protest beinah ein Volksfest. Ich hatte zunächst das Gefühl, auf einem typischen Marktplatz zu stehen, mitten in bunten Treiben. Die einfallenden Seekrieger setzen dem ein jähes Ende. Der friedliche Protest endet in einem Massaker - die Szenerie kam mir leider nur zu bekannt vor.
Ulf, Du hast es auch in dieser Szene wieder geschafft, mit einfacher Beschreibung ein klares Bild der Gewalt zu vermitteln ohne zu übertreiben. Harald berichtet sachlich, aber man hört trotzdem seine ungläubige Überraschung und sogar etwas Traurigkeit heraus.


Auch hier sind die überlieferten Fakten recht dünn. Aber dieser Basileus war verhasst. Nach nur vier Monaten ist es zu diesem Volksaufstand gekommen. Er wurde ja nicht von Generälen oder dem Hochadel abgesetzt, sondern das ganze Volk hat sich spontan erhoben. Der muss es also wirklich schlimm getrieben haben, dass er alle Schichten der Gesellschaft gegen sich aufgebracht hat. Es hat Tote gegeben. Manche Quellen sprechen von 3000 Toten. Ich denke, das ist wahrscheinlich übertrieben. Bei mir sind es einige Hundert. Es ist auch überliefert, dass der Oheim mit einer Truppe per Schiff angekommen ist und sich eine blutige Schneise durch die Aufständischen zum Palast erkämpft hat. Dort haben sie sich dann verschanzt.

Aus diesen Fakten muss ich das Ganze dann im Roman verarbeiten. Ich habe mir vorgestellt, was passiert in so einem Volksaufstand. Ich habe mich da von den Ereignissen auf dem Tahrir-Platz in Kairo inspirieren lassen, wo Menschen sich auf diesem Platz sammeln, dort ihre Zelte aufschlagen, nicht mehr weggehen, diskutieren, Slogans rufen, gleichzeitig ihr Hammelfleisch grillen, tanzen, etc. Sogar bei uns hat es ähnliche Protestszenen gegeben, wo öffentliche Plätze besetzt wurden, die "occupy" Bewegung. Damals, in so eine Riesenstadt wie Konstantinopel wird es ähnlich gewesen sein.

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Jana68AW: Teil 1 LR Herrscher d.Nordens-Die letzte Schlacht117.02.2018, 15:30 Uhr
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„Ich habe mich da von den Ereignissen auf dem Tahrir-Platz in Kairo inspirieren lassen, wo Menschen sich auf diesem Platz sammeln, dort ihre Zelte aufschlagen, nicht mehr weggehen, diskutieren, Slogans rufen, gleichzeitig ihr Hammelfleisch grillen, tanzen, etc.“

...Ja, der sogenannte arabische Frühling kam mir auch in den Sinn.


Zu dem anderen Punkt nochmal: Ich stelle es mir durchaus schwierig vor, die Geschichten zwischen den bekannten Fakten so zu gestalten, dass von der Hauptperson am Ende ein stimmiges Bild entsteht.
Ich bin sehr gespannt, wie sich diese Beweggründe am Ende in das Gesamtbild von Harald einfügen. Ich stimme natürlich zu, so ein Despot ist ein Greul für jeden vernünftigen Menschen.

Jetzt werden wir erst mal sehen, wie die Jungs nun Konstantinopel überstehen und wie sich die Dinge in der Heimat entwickeln werden.

Jana68----------Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste. (Heinrich Heine)

OrangeAW: Teil 1 LR Herrscher d.Nordens-Die letzte Schlacht118.02.2018, 15:00 Uhr
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Mit etwas Verspätung hab ich nun auch gestartet und wie Jana ist mir der nahtlose Einstieg sehr leicht gefallen, weil es ja gleich weitergeht und weil die Vorgeschichte noch sehr präsent ist.

Mir haben die Überlegungen der Männer sehr gut gefallen. Sollen sie für die Kaiserin und die einfachen Leute ihren Kopf hinhalten oder lieber nichts unternehmen. Immerhin sind sie nur Söldner, doch wie es Ulf beschrieben hat, sie haben nach der langen Zeit in Konstaninopel eben auch Kontakte mit den Einwohnern. Besonders Thorkel hat mir bei den Gespräch sehr gut gefallen. Es zeigt wieder, warum er so wichtig an Haralds Seite ist.

Auch ich habe bei den Beschreibungen auf den Platz kurz an Kairo und den arabischen Frühling gedacht. Es war ja quasi eine Volksfeststimmung bis die Seekrieger aufgetaucht sind und für Angst und Schrecken gesorgt haben. Das hätte auch ganz anders ausgehen können. Aber die Auwirkungen haben es auch so in sich. Ich denke hier besonders an das kleine Mädchen, was seine Mutter verloren hat. Das ist dann schon ein sehr persönlichen Schicksal, was einen berührt und ich denke, Ulf hat den Gemetzel damit ein Gesicht gegeben, als nur zu schreiben, dass es auch Tote und Verwundete gab.

Als Harald mit den Anführern der Aufständigen spricht, erahnt man, dass es gerade die einfachen Leute sind, die Grund zur Meuterei und zum Aufstand gegen diesen Kalaphates haben.

Und auch Alexios hat einen sehr persönlichen Grund, sich den Aufständigen anzuschließen und den "Geheimgang" in den Palast zu verraten.

Ich finde es auch eine sehr clevere Idee von Harald, die Männer selbst abstimmen zu lassen, ob sie sich ihn anschließen. So kann er sicher sein, dass auch alle mitziehen.

Super beschrieben fand ich auch den Weg und den Gang der Männer durch die Zisterne in das Pumpenhaus. Ich konnte mir das richtig bildlich vorstellen. Aber für mich wäre das definitiv nix gewesen. Im dunklen unter der Erde durch schmale Röhren zu krappeln, nee, nicht mein Fall.

Und spannend geht es zum nächsten Teil *zwinkert*

Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero, röm. Philosoph)Mir fehlt nur eins - genug Zeit um mich um beides ausreichend zu kümmern.

tassieteufelAW: Teil 1 LR Herrscher d.Nordens-Die letzte Schlacht118.02.2018, 16:41 Uhr
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Auch mir viel der Einstieg in den 3. Band leicht, da die Ereignisse ja nahtlos weiter geführt werden.
Haralds Schachzug, seine Männer selbst entscheiden zu lassen, hätte auch durchaus nach hinten losgehen können, aber seine Männer kennen ihn ja als umsichtigen Anführer, der sie bisher stets gut geführt hat. Dazu trägt sicher auch bei, dass er selbst immer an erster Front dabei ist.

Der Volksfestähnliche Charakter, den der Aufstand am Anfang hat, hat bei mir einen etwas zwiespältigen Eindruck hinterlassen, es zeigt zwar, wie verhaßt der Basileus nach nur so kurzer Regentschaft ist, aber ich hatte auch das Gefühl, dass die Menschen gar nicht wissen, worauf sie sich da einlassen und das zeigt sich ja dann auch an dem recht kurzen Scharmützel mit den Seekriegern, die einfachen Leute haben weder die Waffen, noch die Kampferfahrung erprobter Krieger und so geht das Ganze recht schnell und sehr blutig aus.
Ohne Haralds Eingreifen wäre der Aufstand sicher niedergeschlagen worden.

Zu Haralds Motivation, einen Despoten abzusetzen, kommen sicher auch noch ein paar persönliche Gründe, zum einen ist da seine Affäre mit der Kaiserin, auch wenn das schon länger beendet ist, so hat er ihr gegenüber eindeutig positive Gefühle und vielleicht fühlt er sich auch ein wenig verantwortlich für sie? Und dann ist da ja auch noch die Sache mit seiner eigenen Einkerkerung, ich könnte mir vorstellen, dass das sicher nicht nur, aber auch mit zu Haralds Entscheidung beigetragen hat.

Wunderschön und bildhaft wieder die Beschreibungen von dem Tumult in Konstantinopel, man hat wirklich das Gefühl dabei zu sein, ebenso wie bei dem Marsch durch die Katakomben. Wenn man sich die großen Kerle da in den engen Rohren vorstellt, bekommt man schon beim Lesen Beklemmungen!
Nun bin ich ganz gespannt, ob der Plan aufgeht und Haralds Gruppe das Palasttor von innen öffnen kann.

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wampyAW: Teil 1 LR Herrscher d.Nordens-Die letzte Schlacht118.02.2018, 22:20 Uhr
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Auch ich bin gut in die Geschichte rein gekommen. Ich denke, dass die Parteinahme in einem Aufstand eine sehr schwierige Entscheidung für Harald und seine Krieger ist. Das dürfte das Ende ihres Söldnerdaseins bedeuten. Söldner werden angeworben um Interessen gewaltsam durchzusetzen. Dies erfolgt unabhängig von einer moralischen Bewertung, denn jede Gewaltanwendung beinhaltet moralische Bedenken. Aber Harald macht es geschickt und vergleicht die Despoten mit gewählten Wikingerführern. Natürlich hinkt der Vergleich, aber er überzeugt seine Leute. Ich denke, dass bei Harald persönliche Motive eine wesentliche Rolle spielen. Seine Kerkerhaft und die Auspeitschung bringen das Fass zum Überlaufen. Auch Sigurd spielt dabei bestimmt eine Rolle. Aber die endgültige Entscheidung trifft Harald erst, als er einen Weg in die Festung kennt. Auch das zeichnet einen Führer aus.
Amüsant fand ich den Exkurs über die Wasserversorgung und die unglaubliche Bauleistung, die dafür erbracht wurde.
Und wenn es um Krieg geht, dann müssen die nordischen Götter milde gestimmt werden.

Wampy liebt Schach, Krimis und American Football (aber nur anschauen!)

UlfSchieweAW: Teil 1 LR Herrscher d.Nordens-Die letzte Schlacht119.02.2018, 09:09 Uhr
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Zu dem anderen Punkt nochmal: Ich stelle es mir durchaus schwierig vor, die Geschichten zwischen den bekannten Fakten so zu gestalten, dass von der Hauptperson am Ende ein stimmiges Bild entsteht.
Ich bin sehr gespannt, wie sich diese Beweggründe am Ende in das Gesamtbild von Harald einfügen.


Das Gesamtbild. Ja, das wäre am Ende interessant zu erfahren, wie ihr das seht. Es ist wirklich nicht ganz so einfach, auf der einen Seite eine charakterliches Konsistenz durchzuhalten, und andererseits auch die Entwicklung und die Veränderungen zu zeigen, die durch Erfahrungen zwangsläufig in einem Leben entstehen.

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