Leserunden » AW: Leserunde "Die Madonna von Murano" - Teil 9 (Seite 2)

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PATTI AW: Leserunde "Die Madonna von Murano" - Teil 9 22.05.2009, 18:27 Uhr
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*ist sehr überrascht*

Die Frauen machen sich nur DESHALB so HÜBSCH, weil das AUGE des Mannes BESSER entwickelt ist als sein VERSTAND.

Larna AW: Leserunde "Die Madonna von Murano" - Teil 9 22.05.2009, 20:49 Uhr
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@Christine

Oh, stimmt, hatte ich ganz verdrängt. *schauder*

Lieben Gruß
Larna

"Lieber Orangenhaut als gar kein Profil" (Ina Müller)

MyLady AW: Leserunde "Die Madonna von Murano" - Teil 9 23.05.2009, 13:47 Uhr
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Hab das Leserundenbuch heute auch beendet und ich muss sagen ich war "BAFF"!
Giovanni als Täter der es jahrelang auf Sanchias Umgebung abgesehen hat und der am Schluß noch unzählige Menschen tötet und töten will um eine unerwiederte Liebe zu rächen! Das wäre die letzte Möglichekeit gewesen die mir eingefallen wäre.
Auch ich fand es etwas schade das Sanchias Vater "nur" ein missmutiger Kerl ohne große Identität war. So viele Dinge hätten mich noch interessiert! *schaut traurig*

Das Giovanni sich immer wieder im Roman zeigt als Person die sich in ein Seidenkleid hüllt, sich schminkt und die blonde Perücke aufsetzt hätte ich nie gedacht. Hierbei hab ich 1000%ig auf Catharina getippt, was ja auch das naheliegendste war!
Was ich nun nicht verstehe ist warum (jetzt hätte ich fast "Sie" geschrieben *lacht laut*) er seinen Vater mit diesem Abbild von Sanchias Mutter quält?! Wäre Francesco an der stelle des alten Caloprini hätte ich es verstanden, den dieser liebte Sanchias Mutter und Giovanni liebte Francesco. Und ich hätte auch verstanden wenn er sich dem alten Mann als Giovanni gezeigt hätte, allein um zu demonstrieren das er ihm jetzt nichts mehr anhaben kann. Das bleibt für mich ein Rätsel!

Ich finde es schön das Sanchia und Francesco noch zu einer normalen Beziehung finden. Ich verstand auch ihre Wut auf ihn nicht so ganz schließlich wurde Sanchias Mutter ja in seiner Abwesenheit getötet und er konnte nicht einschreiten.
Was auch noch ein Rätsel für mich war ist, warum sagt Francesco in dem Gespräch als er ihr die vergifteten Speisen brachte nicht die ganze Wahrheit wie am Schluß! Warum sagt er ihr nicht das ihre Mutter bereits ein Kind hatte und eines unterwegs war bevor sie sich lieben lernten? Das hätte zumindest das Problem mit dem Inzest gelöst und Lorenzo hätte nicht flüchten müssen.

Die Frauen in diesem Roman sind wirklich die am besten gelungensten Personen. Egal ob Sanchia, Eleonora oder Giulia.
Die Männer fand ich aber auch nicht so schlecht dargestellt. Hätte man den ganzen Roman
über schon gewusst das Giovanni derjenige mit der blonden Perücke und dem Seidenkleid ist würde man im nachhinein nicht sagen das seine Persönlichkeit blass geblieben ist!

Am meisten aber drängt mich die Frage: Was wurde aus Giulia?????

Mir gefällt das Buch sehr gut, und ich gebe meinen Vorrednern recht in der Aussage es war nicht überragend aber auch nicht schlecht! Auch ich werde demnächst ein weiteres Buch von Charlotte Thomas zur Hand nehmen!
muprl AW: Leserunde "Die Madonna von Murano" - Teil 9 25.06.2009, 22:08 Uhr
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Das ist jetzt zwar ein ganz später Leserundennachtrag, aber ich bin leider jetzt erst mit dem Buch fertig geworden. Am Anfang habe ich ja immer nur ein bisschen hinterhergehinkt, und habe zu den ersten Abschnitten immer noch was geschrieben, aber dann musste ich die Lektüre leider unterbrechen, weil ich einfach keine Zeit für Privatlektüre hatte. Also an dieser Stelle erst mal ein dickes SORRY, dass ich mich einfach so aus der Leserunde verzogen habe!

Nun zum Buch:
Ich bin sehr froh, als ich hier die abschließenden Beiträge gelesen habe, und merkte, dass ihr auch nicht in die allgemeine unkritische Lobhudelei miteingestimmt habt, wie ich sie schon vielfach gehört habe. Dem meisten, was hier bereits genannt wurde, muss ich recht geben.
Mir ging es leider auch so, dass ich mich doch lange Strecken des Buches gelangweilt habe. Und das TROTZ der sehr actionreichen Handlung, die ja eigentlich kaum Zeit lässt, mal durchzuatmen. Die Handlung schaukelt immer zwischen ganz schrecklichen Begebenheiten und sehr süßlichen Familien-/Liebesszenen hin und her, war mir dabei aber zu zielllos. Ein bisschen Rom, ein bisschen, Florenz, ein bisschen Arsenal, ein bisschen Spiegel machen, ein bisschen Architektur, ein bisschen Arsenal, ein bisschen Medizin.... die Reihe lässt sich endlos fortführen und nur zu vieles davon wird einfach nur gestreift und hat eigentlich fast gar keine Aufgabe in der Struktur der Handlung. Man verfolgt zwar Sanchias Leben (und weil man gerne auch noch Leonardo da Vinci erwähnen möchte, auch ein bisschen von Lorenzos Leben), und das ist auch ganz schön, denn sie hat ein sehr turbulentes Leben und ist ja eine sympathische Figur, aber das ist mir alles ein bisschen zu beliebig. Die Handlung fasert enfach überall aus.
Leider gab es auch nicht allzuviel zum Nachdenken, denn böse und gut waren allzu deutlich getrennt (Ambrosio kann man ja schon fast mit dem Teufel gleichsetzen), dadurch entstehen zwar schreckliche Schicksale, aber keine inneren Konflikte. Im Grunde hatte ich irgendwann das Gefühl, ich könnte auch einfach meinen Kopf ausschalten, beim Lesen, denn gedanklich passiert da einfach nicht viel. *schaut traurig*
Was dann übrig bleibt ist bloße Unterhaltung. Glücklicherweise scheint mir das ganze gut recherchiert zu sein und atmosphärisch funktioniert der Roman auch.

Den großen Showdown am Ende fand ich ganz gut. Auch hatte gar nicht mit Giovanni als "Perrückenfrau" gerechnet. Die Enthüllungen waren dann aber genauso schnell vorbei, wie sie angefangen haben und übrig blieb mal wieder ein trauriger Fall von Kindesmissbrauch und dessen psychische Spätfolgen. (Freunde von Psychothrillern kennen dieses Schema zur Genüge.)

Am Ende löste sich dann alles in Wohlgefallen auf - und natürlich sind Sanchia und Lorenzo keine Geschwister... Na ja. Ich glaube, wir brauchen nicht besorgt zu sein umd Eleonoras Kind, da wird ganz sicher alles glatt gegangen sein. Und im nächsten Band taucht Giula wieder wohlbehalten auf und Pasquale wächst ein neues Bein. Dann heiratet er Giulia und deren Sohn heiratet dann die Tochter von Lorenzo und Sanchia. (Aber natürlich erst nach 1000 Seiten!) *ist störrisch*

Mmh...ich glaube ich war ein bisschen zu gemein. Das hat das Buch auch nicht verdient. Es ist schon ganz in Ordnung und streckenweise wirklich SEHR unterhaltsam. Den Auftakt, also den ersten Teil, fand ich auch wirklich gut gelangen. Aber noch mal 1000 Seiten mit Sanchia? Nein danke.
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