Leserunden » Leserunde "Die Madonna von Murano" - Teil 6
| Larna | Leserunde "Die Madonna von Murano" - Teil 6 | 04.05.2009, 00:09 Uhr |
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Hier kommt der sechste Thread zu unserer Leserunde "Die Madonna von Murano" von Charlotte Thomas Der sechste Teil bezieht sich auf die Seiten 599-710. Bitte keine Details aus den weiteren Abschnitten verraten, sonst nehmt ihr den anderen die Spannung. Nun noch die obligatorische SPOILERWARNUNG: In dieser Leserunde wird über Details diskutiert und es werden Einzelheiten verraten, wer das Buch also noch unvoreingenommen genießen will, sollte besser nicht weiterlesen! Lieben Gruß Larna "Lieber Orangenhaut als gar kein Profil" (Ina Müller) |
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| Cilie | AW: Leserunde "Die Madonna von Murano" - Teil 6 | 10.05.2009, 11:21 Uhr |
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Sanchia und Eleonora sind wieder in Venedig und haben ein eigenes Haus bezogen. Es ist für mich der erste Teil, in dem die Handlung nicht ganz schlüssig ist. Lorenzo gehörte einer der reichsten Familien an und da halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass es Sanchia nicht zu Ohren kommt, dass Lorenzo noch lebt. Gerade weil sie durch ihre Tätigkeit als Hebamme viele Menschen trifft. Und warum sollten alte Bekannte (Simon, Annunziata usw.) diesbezüglich schweigen? Viele Grüße |
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| Julchen2 | AW: Leserunde "Die Madonna von Murano" - Teil 6 | 10.05.2009, 15:47 Uhr |
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Hi, also das war für mich auch eine Sache, die ich beim Lesen des Buches nicht verstanden habe. Warum hat es so verdammt lange gedauert, bis Sanchia davon Kenntnis erlangt hat, daß Lorenzo noch lebt. Da habe ich beim Lesen echt gedacht, wielange soll das denn noch dauern, bis sie mal dahinterkommt? Fand ich sehr merkwürdig. | |
| Rosina | AW: Leserunde "Die Madonna von Murano" - Teil 6 | 10.05.2009, 21:15 Uhr |
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Sanchia und Eleonora sind ja jetzt zurück in Venedig. Ich frage mich nur, warum hat sie nicht erfahren, dass Lorenzo noch lebt? Das erscheint mir ein wenig unlogisch. "Lesen gefährdet die Dummheit!" |
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| Keera | AW: Leserunde "Die Madonna von Murano" - Teil 6 | 11.05.2009, 20:10 Uhr |
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Ich finde das auch sehr unwahrscheinlich. Allerdings versuchen ja wohl einige Leute, wie z.B. Sagredo und Enrico Grimani , Sanchia davon abzuhalten, zu erfahren, dass Lorenzo lebt. Trotzdem ist es m.E. nicht sehr wahrscheinlich, dass das auch dann noch funktioniert, als Sanchia wieder in Venedig ist. Was mir gefällt ist, dass die Charaktere jetzt mehr Facetten bekommen. Dass Sanchia sich Enricos Tod wünscht und bei der Beichte den Priester, (oder Gott?) austrickst, gefällt mir gut. Auch, dass sie Komprisse eingeht, um leben zu können, ist lebensnahe. Dass die schon von Anfang an nicht nur strahlend gute und reine Eleonora weiterhin gut für sich selber sorgt, finde ich für Pasquale zwar herzzerreißend schade, ist aber für sie selbst sicherlich der richtige Weg. Diese Frau steht wirklich mit beiden Beinen im Leben und sorgt gut für sich und für ihr Kind. Lorenzo bleibt weiterhin etwas "dünn". Sein Charakter will sich nicht so recht mit Leben füllen. Ob das jetzt wohl kommt, wo er wieder da ist? Ich bin gespannt drauf. Immerhin, das Lesen macht mir wieder Spaß, werde heute Abend zu Teil 7 übergehen. keera |
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| -Christine- | AW: Leserunde "Die Madonna von Murano" - Teil 6 | 11.05.2009, 21:36 Uhr |
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Mir geht es genauso ... Sanchia erfährt nicht, daß Lorenzo noch am Leben ist und das erscheint mir auch sehr zweifelhaft. Zumal sie ja ein Mal fast bei dem Zirkus aufeinandertreffen. Außerdem ist Eleonora doch mit Lorenzo verwandt, da hätte doch sicher ihre Familie mal erwähnt, wenn er tatsächlich gestorben wäre. Und was ist mit Annunziata ? Ich hatte das Gefühl, sie weiß etwas, will es Sanchia aber nicht sagen. Naja und über Jacopos Rolle in dem ganzen Buch wundere ich mich schon von Anfang an. Andriana, die Kinderhure, wird schwer verletzt bei Sanchia im Hospital eingeliefert. Täter scheint Alsonso Corner, ein Freund von Enrico Grimani, zu sein. Obwohl Simon und Sanchia diesen wegen Sodomie anzeigen, wird dieser Vorfall kein einziges Mal mehr in diesem Abschnitt erwähnt. So weit ich das verstanden hatte, wurde Sodomie auch bei dem Adel schwer unter Strafe gestellt. Aber hier scheint es keinerlei Auswirkungen gehabt zu haben. Das hat mich etwas enttäuscht. Einem Haus eine Bibliothek hinzuzufügen heißt, dem Haus eine Seele zu geben - Cicero |
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| Larna | AW: Leserunde "Die Madonna von Murano" - Teil 6 | 16.05.2009, 18:05 Uhr |
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Nach ihrer Rückkehr nach Venedig schlagen sich die beiden Frauen durch bzw. durch Sanchias Erbe geht es ja einigermaßen. Fausto Sarpis Auftauchen fand ich interessant, vor allem, dass beide Frauen sich für ihn interessieren. Das ist für mich sehr glaubwürdig, denn die Zeit halt alle Wunden und irgendwann erwacht einfach das Interesse am anderen Geschlecht. Für Eleonora ist es natürlich wichtiger, einen Ehemann zu finden, denn als ledige Mutter hat sie es sicher nicht leicht. Doch ich glaube schon, dass sie Fausto auch wirklich interessant fühlt und sich wirklich in ihn verliebt. Feige ist natürlich ihr Verhalten, als sie erfährt, dass Pasquale zurück gekehrt ist und sie lieber ihre Hochzeit forciert und nach Rom flieht, als ihm gegenüber zu treten. Pasquale tut mir leid, es ist sicher schwer für ihn gewesen, zu sehen, dass die Frau, die er über alles liebt und für die er für seine Rückkehr gekämpft hat, sich einem anderen zugewandt hat. Trotzdem bewundernswert, dass er so tapfer ist und sie ziehen lässt. Vielleicht trägt dazu auch bei, dass Sarpi ihm so geholfen hat. Was ich mich gefragt habe: Wen hat er bedroht, damit er zurück kommt. Er mus ja bei den Caloprinis gewesen sein, immerhin ist Ruffio ja aufgetaucht, nur wem hat er das Messer an die Kehle gehalten? Am wahrscheinlichsten erscheint mir Giovanni. Ich denke, der Vorfall mit der Kinderhure und Alfonso diente nur dazu, dass man erklären kann, wie Enrico Grimani plötzlich von ihrer Rückkehr wusste. In der Menge erkannt haben konnte er sie nicht, denn wenn schon Lorenzo ihre Gestalt nicht erkennt, wie hätte es dann Enrico gekonnt? Also musste es ihm jemand erzählt haben, in diesem Fall Alfonso. Dass Sanchia solange nichts davon gehört hat, dass Lorenzo noch lebt, ist mir beim Lesen gar nicht aufgefallen. Die Tat dürfte schon so lange her sein, dass kaum einer mehr darüber sprechen dürfte und vermutlich ist Lorenzo in der Stadt auch nicht so bekannt, da er ja viel unterwegs ist. Lieben Gruß Larna "Lieber Orangenhaut als gar kein Profil" (Ina Müller) |
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| MyLady | AW: Leserunde "Die Madonna von Murano" - Teil 6 | 17.05.2009, 10:33 Uhr |
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Am herzzerreißensten fand ich die Stelle als Sanchia zu Pasquale auf die Insel gefahren ist und ihm, an Stelle ihrer feigen Freundin, die Zukunft selbiger zu beichten. Sicher war es für Eleonora schwierig, sie verliebt sich neu in einen interessanten Mann und plötzlich kommt ihre große Liebe, die in Verbannung gewähnt ist, wieder und wirbt um sie. Das dann aber alles Knall auf Fall gehen mußte fand ich etwas schade. Es wäre ihre Pflicht gewesen persönlich mit Pasquale zu reden. Das dieser bei dem Gespräch mit Sanchia so gefasst blieb zeugt von einem starken und symphtischen Charakter. Ich bin gespannt ob er noch einmal auftreten muß um das Versprechen Sanchias Vater gegenüber zu erfüllen und ihr Leben zu schützen. Schade ist das Eleonoras Heirat ihre Abreise usw nur mit wenigen Worten beschrieben ist. Andererseits denke ich mir würden ansonsten die gut 1000 Seiten bei weiten nicht ausreichen wenn alles genau erzählt würde. Das Sanchia nicht erfahren hat das Lorenzo noch lebt fand ich auch etwas seltsam allerdings führe ich es darauf zurück das sie ja im Glauben lebte er sei tot und in dieser Hinsicht wahrscheinlich auch die Augen nicht mehr offen hilt. Das dann genau die Tauben, die nun schon die ganze Liebesgeschichte begleiten, ausschlaggebend für die neuerliche Erkenntnis waren fand ich sehr gut inszeniert. Da stellte sich mir gleich die Frage welche Lebenserwartung hat eigentlich so eine Taube? Kann es tatsächlich sein das es immer noch die gleichen Tauben waren wie diese die die ersten nichtssagenden Briefe zu Eleonora ins Kloster brachten? Mir fiel auch auf das der Vorfall mit der Kinderhure nach dem Gespräch zwischen Sanchia und Simon mit keinem Wort mehr erwähnt wurde, ausser bei der Beichte. Und am Schluß des Kapitels entlich mal eine glaubwürdige, sie symphatischer erscheinen lassende Gefühlsregung, Sanchia kann wieder weinen und sie ist endlich in der Gewissheiit das Lorenzo noch lebt. *freu* |
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