Leserunden » AW: Leserunde "Die Madonna von Murano" - Teil 3 (Seite 2)
| Larna | AW: Leserunde "Die Madonna von Murano" - Teil 3 | 08.05.2009, 22:37 Uhr |
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Ich habe das auch so verstanden, dass Lorenzos Familie (oder vor allem seine Mutter?) interveniert hat, weil Sanchia sich eingemischt hat. Daher sollte Ruffio sowohl Sanchia als Eleonora in Lorenzos Namen klar machen, dass Lorenzon nichts mit ihnen zu tun haben will. Eleonora trifft es vermutlich deshabl, weil sie mit Sanchia befreundet ist. Dass die zwei Freundinnen werden hat sich ja schon im zweiten Abschnitt zum Schluss angedeutet, als Sanchia sich in ein bischen geöffnet hat und sich dann um Eleonora während der Pest gekümmert hat. Lorenzos Aktion, das Kind zu retten, war ja eigentlich ziemlich dämlich, denn er hätte leicht ebenfalls sterben können. Verwundert hat mich auch, dass er sein Leben so bereitwillig auf's Spiel gesetzt hat, obwohl es "nur" ein Hafenkind war. Immerhin war recht realsistisch geschildert, wie ihm die Kälte zu schaffen macht und wie er fast ertrunken wäre. Ruffios Anrede an Sanchia, als er sie überreden will, Lorenzo zu helfen, war für mich schon hart an der Grenze zum Kitsch. "Madonna" und vor allem die Anspielung auf die Ähnlichkeit zur Gottesmutter...da habe ich schon das Gesicht ein wenig verzogen. Lorenzos Betrachtung Sanchias mit den kleinen "Schönheitsfehlern" war da schon wesentlich netter zu lesen. Dass Lorenzos Großvater erschrocken ist, kann ich gut verstehen. Immerhin hat er ja wohl Sanchias Mutter gekannt und war irgendwie in die Sache damals verwickelt. Kein Wunder, dass er geglaubt hat, eine Tote steht vor ihm, da Sanchia ihrer Mutter ja wohl offenbar sehr gleicht. Pasquales Reaktion auf Sanchias Erscheinen kann ich ebenfalls nachvollziehen. Denn wenn ich es richtig verstanden habe, hat er ja alle Welt im Glauben gelassen, dass Sanchia vermutlich ertrunken ist in jener Nacht. Er wollte sie wohl damit schützen. Jetzt hat er natürlich ein Problem, wenn sie plötzlich putzmunter vor ihm steht und auch noch verlauten lässt, dass sie ihn ein paar Mal in den letzten Jahren getroffen hat. Dass Sanchia Eleonora ihren Kontakt mit Lorenzo verschweigt, hat mir gut gefallen, dass lässt sie menschlicher erscheinen. Was mich gewundert hat, ist, dass sie sofort abgehauen ist, als sie Lorenzo mit der anderen gesehen hat. Der Auftritt in der Kirche hätte sie doch zumindest stutzig machen müssen und sie hätte wenigstens seine Reaktion abwarten können. Eleonora scheint etwas für Pasquale zu empfinden. Damit hätte ich jetzt auch nicht gerechnet, denn der Standesunterschied ist ja doch schon deutlich und eine Schönheit ist er auch nicht. Irgenwie hätte ich gedacht, dass Eleonora mehr auf solche Sachen Wert legt. Lieben Gruß Larna "Lieber Orangenhaut als gar kein Profil" (Ina Müller) |
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| muprl | AW: Leserunde "Die Madonna von Murano" - Teil 3 | 11.05.2009, 14:01 Uhr |
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Es wird dem Leser, wie einige ja bereits hier erwähnt haben, nicht mitgeteilt, was Pasquale Sanchia und Eleonora in dem Gespräch auf dem Boot erzählt. er enthüllt Dinge aus der Vergangenheit, das ist ja klar, aber er hält anscheinend auch noch einen Teil seines Wissens zurück. Da frage ich mich mal wieder: Warum eigentlich? Es gibt doch jetzt keinen grund mehr, ihr die Geheimnisse ihrer Herkunft zu verheimlichen. Die Eltern sind tot, sie lebt im Kloster, ihr ist von ihren ursprünglichen Lebensumständen nichts mehr geblieben. Und doch ist die Gefahr, die vom Hause Caloprini ausgeht, ja nicht gebannt. Pasquale weiß das, und der müsste Sanchia darüber in Kenntnis setzen, damit sie weiß, vor wem sie sich hüten muss. Das tut er anscheinend nicht und so landet sie prompt an Lorenzos Krankenbett in eben diesem Hause und stöbert dort auch noch unbefugterweise herum. Sanchia und Eleonora gewinnen in diesem Abschnitt beide deutlich an Sympathie (für mich zumindest). |
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| muprl | AW: Leserunde "Die Madonna von Murano" - Teil 3 | 11.05.2009, 14:12 Uhr |
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Hier noch der Link zu dem auf Seite 304 von Lorenzos Vater erwähntem Madonnen-Triptychon von "Meister Bellini". Wenn ich das richtige Bild gefunden habe, wurde es von einer wichtigen venezianischen Familie in Auftrag gegeben, den Pesaros, die u.a. auch ein Mitglied im Rat der Zehn hatten u.s.w. Fertiggestellt wurde es 1488. |
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| Larna | AW: Leserunde "Die Madonna von Murano" - Teil 3 | 11.05.2009, 18:56 Uhr |
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@murpl Ich glaube, dass Sanchia immer noch nicht weiß, dass sie nicht die leibliche Tochter von Piero und Bianca ist. Vermutlich hat Pasquale ihr das weiterhin verschwiegen um ihr nicht weh zu tun und um sie vor unbedachten Nachforschungen abzuhalten. Lieben Gruß Larna "Lieber Orangenhaut als gar kein Profil" (Ina Müller) |
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| -Christine- | AW: Leserunde "Die Madonna von Murano" - Teil 3 | 11.05.2009, 21:14 Uhr |
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Murpl - Vielen Dank für die tollen Bilder ( auch aus dem 1. Teil ) !!! Einem Haus eine Bibliothek hinzuzufügen heißt, dem Haus eine Seele zu geben - Cicero |
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