Leserunden » AW: 3.Teil "Die Königin der weißen Rose " (Seite 2)
| toma | AW: 3.Teil "Die Königin der weißen Rose " | 22.01.2011, 18:12 Uhr |
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@Buchliese DAS Buch habe ich nicht gelesen ... werde ich auch nicht ... aber ich kenne mindestens 4 andere Bücher über Katharina von A. darunter eine ganz "seriöse" Biografie und nirgends ist von diesen 6 Wochen die Rede. |
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| Buchliese | AW: 3.Teil "Die Königin der weißen Rose " | 22.01.2011, 19:35 Uhr |
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Wow was für ein Ende des dritten Leseteils. Der geliebte Bruder Anthony und Sohn Richard Grey tot, das Schicksal von Sohn Edward ungewiss, Tochter Elizabeth uneins mit den ehrgeizigen Plänen der Mutter, Einzig Sohn Richard ist in Sicherheit. Berührt hat mich die wahrhaft edelmütige Haltung von Elizabeth gegenüber Elizabeth Shore im gemeinsamen Moment der Trauer und das gegenseitige Erkennen der Wertchätzung Elizabeth-Edward und Shore-Edward . Für alle Geschichtskenner noch etwas zum Grinsen: Eben ist mir aufgegangen welchen "Beruf" später Tochter Elizabeth ergreifen muss. Mein Geschichtslehrer würde sich totlachen.
Lesen... das geht 1 bis 2 Jahre gut, aber dann ist man süchtig danach. |
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| grossebine | AW: 3.Teil "Die Königin der weißen Rose " | 22.01.2011, 21:27 Uhr |
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Wie konnte Edward nur???? Sein Bruder als Vormund für den Prinzen. Unglaublich Damit war das ganze Elend doch vorprammiert. Die Entführung des Prinzen und die erneute Flucht ins Kirchenasyl, ein Unglück jagt das Nächste und ich habe Mitleid mit Elizabeth. Sie versucht verzweifelt wieder die Oberhand zu gewinnen, aber ihre Gegner sind ihr immer einen Schritt voraus. Schnell weiß sie nicht mehr wer Freund oder Feind ist und als Frau muß sie sich immer auf andere verlassen, die ihr Heer führen, ihre Schlachten für sie kämpfen oder ihre Söhne befreien. Bis Neuigkeiten sie erreichen, kennen diese meist schon das halbe Land. Allerdings hängt sie auch zu sehr an der Krone, sie will einfach nicht loslassen. Die älteste Tochter kommt mir in dieser Situation oft vernünftiger vor als die Mutter Mama. @buchliese von dieser sechswöchigen Schwangerschafts- Quarantäne bei Hofe habe ich auch vorher nie gelesen. und wenn man bedenkt, daß viele der Damen jedes Jahr schwanger waren..... |
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| aida | AW: 3.Teil "Die Königin der weißen Rose " | 23.01.2011, 16:23 Uhr |
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Wow – rasantes Tempo, alles so spannend für mich, die keine Kenntnisse von der damaligen Zeit hat. Spannend und bewegend und absolut packend. Ich habe mit Elizabeth gelitten, als ihr Sohn so kränklich war und starb. Ich fühlte mich mit ihr durch Edwards Affären gekränkt und ich habe mich mit ihr gefreut über die Liebesbekundung ihres Gatten, die der kirchlichen Meinung über den Sinn des Geschlechtsverkehr so widerspricht. Als Edward krank wird leide ich mit. Ich versteh Elizabeths Gefühle gegenüber Hastings und den anderen. Und ich lächle, wenn Edward ihre Lügen selbst am Sterbebett durchschaut. Ich bin traurig über Edwards Tod und voller Sorge um die Zukunft. Deshalb versteh ich ihren Schritt wieder ins Asyl zu gehen. Ich bewundere ihren Kampfgeist, versteh ihre Zweifel. Besonders berührten mich die Szenen mit Edwards Hure. Hier sieht Elizabeth trotz aller Kränkung doch den Menschen, der ihr helfen will. Als Elizabeths Sohn in ein Versteck gebracht wird, verreißt es auch mein Herz. Einerseits soll der Junge in Sicherheit sein, andererseits möchte ich mich nicht von ihm trennen. Ob das wohl so war ? Mir kommt da die Geschichte von Anastasia, der letzten Zarentochter in den Sinn, keiner wird wohl je die Wahrheit darüber erfahren... Die junge Elizabeth, die ihre ganzes Leben im „Schatten“ der Krone verbracht hat, überrascht mich durch ihre Ansichten. Ich denke, das wird eine starke Frau wie ihre Großmutter. Ich ahne es wird nicht gut enden, ich möchte nur schnell weiterlesen. Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste. Heinrich Heine |
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| anath | AW: 3.Teil "Die Königin der weißen Rose " | 23.01.2011, 16:45 Uhr |
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Blut ist eben dicker als Wasser ! Ich denke, im Edward hat lange genug Zeit gehabt, darüber zu grübeln. Daß er sich dann gegen Anthony entschieden hat ist wohl ein Zeichen dafür, daß er Richard als einem York mehr vertraut als den angeheirateten Rivers. Und egal, was Richard tut : die Macht bleibt bei den Yorks und geht nicht auf die Rivers-Familie über. Wäre Anthony Vormund des Jungen und Regent, dann wäre die Rivers-Familie am Zug. Ich weiß nicht, ob Edward klar war, daß er damit seinen Sohn zum Tode verurteilt. Ich bin mir auch nicht sicher, ob Elizabeth mit ihrem Verhalten nicht dazu beigetragen hat, Richard die Macht in die Hände zu spielen. Sie versteckt sich im Asyl. Ich weiß nicht, ob alles das möglich gewesen wäre, wenn sie offen im Palast gelebt hätte und mit ihren Kindern ausgeharrt hätte. Ich habe einfach das Gefühl, daß sie selbst damit praktisch "ausgeknockt" war. Sie war ja handlungsunfähig, darauf angewiesen, daß andere etwas für sie tun, das andere sie mit Nachrichten versorgen. Was das königliche Wochenbett angeht, so habe ich mich immer gefragt, woher die wußten, daß es noch sechs Wochen bis zur Geburt sind. Selbst heutzutage liegen Ärzte oft genug mit ihren Geburtsterminen daneben. Ich habe davon auch schon gelesen, ich glaube jedoch, daß es in "Die Schwester der Königin" war, also auch ein Buch von Philippa Gregory. Über die Geschichte mit der "reine blanche" in Frankreich schreibt z.B. Judith Merkle Riley in "Die Suche nach dem Regenbogen".. Aber was wundert euch daran ? Die spanische Königin durfte ihre Gemächer praktisch gar nicht verlassen ( steht im spanischen Hofprotokoll). Was sind da schonsechs Wochen ohne frische Luft ? Ich könnte mir vorstellen, daß es was mit dem Glauben an den bösen Blick zu tun hat, mit der Angst vor Schadenzauber und vielleicht auch mit der Überwachung, daß ein Kind nicht ausgetauscht werden sollte. Vergeben und vergessen ? Ich bin weder Jesus noch habe ich Alzheimer ! |
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| grossebine | AW: 3.Teil "Die Königin der weißen Rose " | 23.01.2011, 18:25 Uhr |
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Edward hätte seine Söhne sicher nie absichtlich in Gefahr gebracht. Richard war sein Bruder und ihm gegenüber immer loyal aber er wußte auch daß Richard die Königin und deren Familie nicht ausstehen konnte und den Rivers ihren großen Einfluß am Hof mißgönnte. Anthony als Vormund wäre alle mal besser gewesen. Weder Volk noch Adel hätten den Rivers erlaubt sich selbt auf den Thron zu setzen. Man hätte ihn bis zur Volljährigkeit geduldet mehr nicht. | |
| aida | AW: 3.Teil "Die Königin der weißen Rose " | 24.01.2011, 17:44 Uhr |
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Ich als Einzelkind hab die Beschreibung des Zusammenhalts der Familie Rivers genossen. Habe das selbst (aus Mangel an Onkel, Tanten ect.) nie kennengelernt. Aber ich denke, Elizabeth hat da auch übertrieben, ich erinnere an die Hochzeit ihres Bruders John mit der so viel älteren Frau. Die Geschichte der Melusine fand ich wieder sehr schön. Zitat: "Manchmal mag ein Mann eine Frau, aber er hofft trotzdem, er könnte sie ändern". Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste. Heinrich Heine |
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| Buchliese | AW: 3.Teil "Die Königin der weißen Rose " | 24.01.2011, 17:57 Uhr |
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Zitat: "Manchmal mag ein Mann eine Frau, aber er hofft trotzdem, er könnte sie ändern". Jawollja da konnte ich auch nur einen bezeichnenden Blick auf mein Altargeschenk werfen als ich es las. Lesen... das geht 1 bis 2 Jahre gut, aber dann ist man süchtig danach. |
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| anath | AW: 3.Teil "Die Königin der weißen Rose " | 22.02.2011, 11:16 Uhr |
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Da ich gerade die Nutznießerin von tomas Wanderbuch "Die sechs Frauen Heinrichs VIII." bin, hier noch mal eine kurze Anmerkung zum Thema Wochenbett im abgeschlossenen Raum. In diesem Buch wird auch darüber berichtet, allerdings begab sich z.B. Anne Boleyn erst zwei,drei Wochen vor der Geburt in Klausur. Ich glaub, wenn ich die Betroffene gewesen wäre, dann hätte ich geschummelt, oder es zumindest versucht, und den Entbindungstermin möglichst weit nach hinten geschoben um dieser Abschottung zu entgehen. Möglicherweise hat Anne Boleyn ja genau das getan und war deshalb nur drei Wochen weggesperrt ? Wenn ich mir überlege, daß meine eigenen Kinder alle mit fast drei Wochen Verspätung nach dem errechneten Geburtstermin kamen, dann bin ich froh, daß ich nicht Königin von England war ! Vergeben und vergessen ? Ich bin weder Jesus noch habe ich Alzheimer ! |
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