Leserunden » AW: LR Teil 5 "Die Comtessa" (Seite 7)
| UlfSchiewe | AW: LR Teil 5 "Die Comtessa" | 20.04.2011, 18:34 Uhr |
|---|---|---|
|
|
Es geht um die durchschnittliche Lebensdauer oder das durchschnittliche Todesalter, was das Gleiche ist. Ist die Proportion von Menschen mit kurzer Lebendauer größer, sinkt die durchschnittliche Lebensdauer. "Der Bastard von Tolosa", Droemer 2009 "Die Comtessa", Droemer 2011 (April) www.ulfschiewe.de http://ulfschiewe.wordpress.com |
|
| olympia | AW: LR Teil 5 "Die Comtessa" | 21.04.2011, 09:50 Uhr |
|
|
durchschnittliche Lebensdauer oder das durchschnittliche Todesalter, was das Gleiche ist. Exakt so sehe ich das auch! Wenn man aber jetzt nur vom "Durchschnittsalter" spricht, ist ides nicht gleich das Lebensende, oder? Ist aber egal, wie ich schon schrieb, wissen wir mit Sicherheit, dass die Leute einfach nicht so alt wurden wie heute. Es starben ja nicht nur viele Säuglinge, sondern auch sehr viele Frauen bei der Geburt. Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Jeder meint, dass er genug davon hat. R. Descartes |
|
| UlfSchiewe | AW: LR Teil 5 "Die Comtessa" | 21.04.2011, 11:01 Uhr |
|
|
Genau. Die Männer starben im Krieg oder hatten Unfälle und die Frauen starben im Kindbett. Aber selbst wenn die durchschnittliche Lebensdauer weitaus niedriger als heute war, so lebten doch auch nicht wenige ein langes Leben. "Der Bastard von Tolosa", Droemer 2009 "Die Comtessa", Droemer 2011 (April) www.ulfschiewe.de http://ulfschiewe.wordpress.com |
|
| olympia | AW: LR Teil 5 "Die Comtessa" | 21.04.2011, 11:59 Uhr |
|
|
Aber selbst wenn die durchschnittliche Lebensdauer weitaus niedriger als heute war, so lebten doch auch nicht wenige ein langes Leben. Das mit Sicherheit! Es gab und wird immer wieder welche geben, die viel älter als der Durchschnitt werden. Wenn man aber bedenkt, welchen Kleinigkeiten die Mensch früher zum Opfer vielen (Wundbrand, Blinddarmentzündungen, Infektionen..) so darf man gar nicht näher darüber nachdenken, wie schlimm das war und was viele durchmachen mussten. So wie Raimon (das war doch er, oder??) der vom Pfeil getroffen wurde: Er hatte immenses Glück, dies zu überleben, was sicherlich auch vorgekommen ist. Aber solche Wunden führten, wenn sie auch nicht direkt lebensgefährlich waren, oft auf indirektem Weg zum Tode. Und dies nur, weil man weder das Wissen noch die Möglichkeiten richtiger Behandlungen kannte bzw. hatte. Möchte nicht wissen, welch grausames Schicksal so manchen traf... Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Jeder meint, dass er genug davon hat. R. Descartes |
|
| UlfSchiewe | AW: LR Teil 5 "Die Comtessa" | 21.04.2011, 19:38 Uhr |
|
|
Da hast du recht, Olympia. Wir gehen heute bei jedem Wehwehchen zum Arzt, tolle Medikamente, Computerthomographie und was weiß ich alles. Früher konnte jedes Fieber lebensbedrohliche Gründe haben.
"Der Bastard von Tolosa", Droemer 2009 "Die Comtessa", Droemer 2011 (April) www.ulfschiewe.de http://ulfschiewe.wordpress.com |
|
| maimonides | AW: LR Teil 5 "Die Comtessa" | 04.05.2011, 09:03 Uhr |
|
|
Hallo Ulf, so langsam tu ich mich etwas schwer mit dem Buch. Die Einführung einfach klasse, dann kam der Umschwung zum Abenteuer-Buch - das war für mich noch iO.. Das die beiden Verschollenen wieder auftauchen war vorhersehbar, aber brachte eine gekonnte Wende. Aber dieses kindische Gehabe bei dem Treueschwur - tut mir leid, das ist meiner Meinung nach irgendwie nicht gelungen. Ermengarda hat eine ganz andere Erziehung genossen als Mädchen in dem Alter. Sie hat sich hingestellt: "Ich bin Narbona" und dann benimmt sie sich wie eine 11-jährige. Das paßt meiner Meinung nach nicht. In ihrer Position mußte sie viel schneller erwachsen werden und viele ihrer Handlungen deuten auch darauf hin. Ich habe nichts gegen die Darstellung des Treueschwures - aber das war eine ernste Angelegenheit und nicht so ein zickiges Teenager-Gehabe. Tut mir leid Ulf, aber ich habe mich über die Stelle so geärgert, daß ich das Buch erstmal zur Seite gelegt habe. Es gibt sicher eine Menge Mädchen, die mit 15 Jahren so handeln - aber hier paßt es nicht. Schon gar nicht komme ich damit klar, daß jemand Ovid ließt und sich dann wie ein verzogenes Gör benimmt, dem nicht jeder Wunsch erfüllt wird. Die Begründung für den Angriff von Narbona finde ich zwar nicht ganz so schlüssig. Ob der Heerführer im tatsächlichen Leben damit durchgekommen wäre ..... Gefallen hat mir Roul - ein besonnener Mann, der auch durch seine Vergangenheit stark geprägt ist. |
|




